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Der Orient · 1849-09-15 · 37 (15.9.1849) · p. Spalte 577-578

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
37 (15.9.1849)
Date
1849-09-15
Page
Spalte 577-578 (sequence 1)
Language
German
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Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. m mi. Leipzig, den 15. September 1849. SttliftW, Kritiken. Kurze u ebersichten. Luzza tto, ii 6iudai8M0 jllustrsto. Angez. von Ad. Jellinek. — Malbim's Kommentar zu Jesaja. Angez. von H. Arnheim. (Schluß.) — Studien. Biographien der Talmudisten. Hillel der Aeltere. Von Dr. I. K. (Forts.) — Litera rische Miscellen. Das Hebraisch-Sprecken zur Zeit der Mischna. Von Dr. Fürst. Die Sefirot im Sohar. (Zog und Magog. Von Robb. D usch ak. Aphorismen. Von Dr. Lewysohn. — Ankündigungen. Kurze Ueberflchten. 18) II Giudaismo illmstvato nelhi sua teorica, nella sua storia e mHa sua letteraltiila per S. D. Lu z> zatto da -T rieste, professore nell’ Institut» Rabbiiiic<* di Paduva« Ivasciculw 1. Radova, 1848, 8. (S. ÖD.) Jeder Freund der jüdischen Literatur freul sich^anneuen -Erzeugnissen des Hrn. Prof. Luz zatto. Der Ernst und die Würde, das Humane und das Liebevolle, die in seinen Untersuchungen gepaart sind, flößt dem Leser Achtung gegen das Herz und den Geist des Verfassers ein. Das in seiner Theorie, Geschichte und Literatur verkannte oder unbekannte Judenthum will der Werf. in unter einander in keinem Zusammenhänge stehenden Aufsätzen beleuchten. Das innere Band ist das Streben, dem Judenthum Achtung bei Israeliten und Nichtisraelitm zu verschaffen. Den Geist der Untersuchungen charakterisier er in folgenden Worten der Vorrede: „Keine Hinneigung zu polemischen Streitigkeiten sollen meine Erörterungen verrathen, indem das Judenthum seinem Wesen nach sehr tolerant ist. (Hierin kann der Res. nicht einstimmen. Die Wahrheit wird durch ernste Polemik gefördert. Die theoretische Toleranz auf dem Gebiete der Wahrheit ist eine Schwäche.) Groll, Zorn, Feindseligkeit sollen meine Worte nicht athmen; indem die Verfolger und Verleumder der Vergangenheit angchören, und wenn es einen geben sollte, so ist er vom Geiste des Jahrhunderts, dem Geiste der Gerechtigkeit und Brüderlichkeit, gerichtet. Und diese Gefühle der Duldung und Verbrüderung, welche mit Gottes Hilfe sich immer mehr über die Erde verbreiten, verlangen gebieterisch, daß das Judenthum gekannt und gewürdigt werde." Das erste Heft enthalt nun vier interessante Aufsätze: 1) Das Wesen des Judenthums; 2) Geselligkeit deS Judentums; 3) Uebrr die hebräische Literatur in Italien; 4) Biblische Poesien, Jesaja, C. 1, auf welche wir näher eingehm wollen. Der erste Aufsatz hat das negative Verdienst, daß er nicht den abstrakten Monotheismus als das Wesen des Judenthums hrnstellt. Wir müssen nämlich dem wacker» G ratz (Frankel's Zeitschrift, 111, 87) beistimmen, daß „die Idee des Monotheismus keineswegs den ganzen Inhalt des Jude nt hu ms erschöpft"._Wir ^wUe^^Ma.r,daß Jn jy®. Entwickelung des jüd. Lehrbegriffes der Monotheismus stets an die Spitze gestellt wurde; allein dies geschah, weil man den Gegensatz zwischen Judenthum und Christenthum nur äußerlich und oberflächlich auffaßte, und daher das erstere als monotheistisch, das letztere als trinitarisch darstellte, während die Unterschiede viel tiefer als in einer Berftandesreflexi'on liegen. Definirt man das Wesen des Judenthums durch den Monotheismus, so unterscheidet es sich nicht vom Christenthum und Muhammedanismus, da die Trinität nicht zum Wesen des Christenlhums gehört, zu keiner Zeit allgemein anerkannt, zu verschiedenen Zeiten verschieden gedeutet unv in n>kuer Zeit ganz verworfen wurde (Löffler, Jerusalem, Henke, Eckermann, Wegscheider u. m. a.). Das Wesen einer Sache ist der Begriff derselben, die Sache an und für sich, das Centrum in welchem der Schwerpunkt liegt. Wer das Wesen einer Religion erkennen will, hat darauf zu sehen, wie der Mensch innerhalb derselben aufgefaßt wird, da die göttlichen Attribute keine göttliche Realität haben,' sondern *) Es ist interessant die Stelle Berachot, 33: Nirn fnum -)0.in brun tan idn wjn 'n n’np irnn n’n^tyb inj’nn”o n^> -ion ü”d ’d 'idi psni ™ni 'D) "pD‘1, welche sich gegen die Aufnahme der göttlichen Attribute in der Dogmatik ausspricht, mit Augu strn und Schleiermacher zu vergleichen. Ersterer sagt: Oeu3 — multiplicer quidem dicitur magnus, bomis, sapiens, 37

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