Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 37 (8.9.1849)
- Date
- 1849-09-08
- Page
- Spalte 575-576 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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575" Ankündigungen. 576 Mischna Edchsot. Absch. 8. §. 6 und der Streit zwischen R.- Elieser u. R. Iosua ist nur, ob dabei wegen Mangel eines Tempels Vorhänge zum Altar angefertigt worden sind. Ein Beweis über die geschehenen Ausführung liefernder Schluß der. erwähnten. Mischna: ILL'Z-OI D^p D'Wip nGin PE 'O Sy pjdr, worauf sich auch das Zeugniß über .die Opferst5tte und über das Opfern ohne Tempel bezieht. Auch.dient zum Beweis, daß dies p'ipCtP unbpnpo nw sich nicht aufdie Theorie, sondern auf die praktische Ausübung bezieht; denn R. Elicftr fügt noch hinzu c-'J^p p^y Diese Vorhänge, sie mögen als Weihe dienen oder aus Pietät gebrauche werden, beweisen doch, daß nur von der praktischen Ausübung die Rede ist und wenn diese zur Zeit des Aufbaues des zweiten Tempels geschehen ist, warum sollen wir nicht annehmen, daß man nach der Zerstörung des zwei-, ten Tempels so lange noch die Opferstätte kennbar war, das Paschahlawm dort geopfert hat? «Es wird mit mir gewiß jeder eingestehen, daß die Abhandlung der Hr. Dr. Dr. G., und F. mit vieler Sachkenntnis, Fleiß und Scharfsinn ausgearbeitet ist, aber zu der Meinung, daß diese die Wahrheit über den Gehandelten Gegenstand völlig ermittelt habe, kann . ich mich nicht verstehen. Bei dieser Gelegenheit will ich noch aus der Gutachten- Sammlung des Hrn. Chajes (Th. 1. N. 17) die Stellen zusamrmnsügkn, welche für meine Ansicht, in welcher, wie .gesagt eür. Estori Ha-Farchi, Jakob Emden, Chajes u. A. vorangegangen sind, Zeugniß ablegen. Die Stätte des Altars wie auch verschiedene Punkte des Tempels blieben auch nach der Zerstörung noch erhalten. Berachot 58 «e heißt eö: p bw NobjiN nnh n'Dn “in3 nbpo -m by loy MI! DIN 'J3 und Ben-Soma war doch bekanntlich der Genosse des Akiba, der 52 Jahre nach der Zerstörung hingerichtet wurde. Ben-Soma war damals gewiß nicht mehr jung, da er frtt ^3 jror "jn3 ausgerufen. Chagiga 15 a heißt es von R. Iosua: r^yD ■q; 3D?y Jl^nsßf Ivy p IT3H und. das kann doch nur nach der Zerstörung gewesen sein. Die Frage wäre nun, was hätten dieserp3H T13 rfcyD *>34 '^y Zu thun gehabt, wenn sie nicht um zu opfern hingegangen. Auch die Wallfahrten nach Jerusalem zu den Festen fanden nach der TempelzerstLrung noch statt. In Midrasch Kohelet zu -jor6 ’ p. 112 d heißt es bei einer Geschichte von Elcssar b. Schainmua NOJjy ny3N d. i. und es kam die Zeit, daß die Juden zum Fest nach Jerusalem wallfahrten und dieser Elasar ^wac ein Schüler des Akiba (Jeb. 62; Ketub. 40). In Midrasch Äüiot zu pä. nfchD p. 67a heißt es, man habe Wachen ausgestellt, um den Q^jn '7iy aufzupoffen und als sie angekommm, habe man sie gefragt 'zb DNN? Und sie antworteten und man sieht daraus, daß damals diese Wallfahrten stattgefunden. Daraus ist nun die Stelle des So har (par. Mischpatim) zu verstehen: '-fr w N4f1 JUTD*? Upbo . NT7 N4D? N3D NJUDH/ denn . auch zur Zeit des Homnuna haben die Wallfahrten wahrscheinlich nicht aufgehört, Die Frage des Iosua pjß nn JDp nmy (Pesachim. 72 b)? kann unmöglich so verstanden werden, als hätte jede rnny crufgehört, da doch R. Gamliel selbst das Pesa chopfer zu bereiten ließ (nDDn fix. •’by n33M3c£ 3DNVÜ>. 70), sondern die Fragen bezieht sich blos auf den Ort Jamnia, wo Gamliel war, da die »^^y nur in D^L7N'> geübl werden konnte, und die Antworten des Tarfon ] b 1 313 U nsnn -l^y BnpDn DU fTP3y3 weist auf diese Deutung hin. (Fortsetzung folgt.) Ankündigungen. In diesen Ankündigungen' werden Anzeigen aller Arr, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Lirecarur betreffen, gegen 14 Sgc. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. Ein sehr gut erhaltenes, in Holzband gebundenes Exemplar der RMinischeil Bibel V0N Bui'lors. 3 Bände in fette, Basler Ausgabe, ist bei C: S. Fritzsche in Leipzig für 15 Thlr. baar zu erhalten. ,.[*2] Bn' Schmidt und Busch m Wien ist erschienen und durch G>. Ü. Fritzsche in Leipzig zu beziehen: nbnp nch.m. Buch Kohcleth, mit einem neuen hebräischen Kommentar und neuer deutscher Uebersetzung. brosch. Preis 7| 9lgr. EPIGBA111TA HEBBAICA, Piirtii» composila, partim e variis linguis -versa, auctore II. Somerli lausen* Philos. theor. Mag. tit. hum. Doct. nonnuL Acad. et Söciet. Socio. BRUXELLENSE. (Fasciculus 1. — Epigr. Satyrica). Bruxellae et Lipsiae, j840. brosch. Preis 15 Ngr. Verlag von E. ö. Fritz sch e. Revakreuir: Dr. Jul. Fürst. Druck von I. H>. Nagel.