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Der Orient · 1849-09-01 · 35 (1.9.1849) · p. Spalte 559-560

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
35 (1.9.1849)
Date
1849-09-01
Page
Spalte 559-560 (sequence 8)
Language
German
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559 Ankündigungen. 56V dem jnitf iSDr die Einige in unkritischer Weise versucht, ttbzuweisen, Zweck und Stellung dieser Abhandlung macht es uns auch erklärlich, warum Jbn Esra (1.6.) sie unbeachtet gelassen. — Nun kommen wir zu einem Sprachwerke Scfadja's, übe« welches ein tiefes Dunkel herrscht, obgleich Jbn Esra (1.6) es anführt, und Dnnas Jbn Librat, bald billigend bald mißbilligend in seinen MM daraus Bezug nimmt. Es ist dies SaMdja's "mriä nDO, wie Jbn Esra es nennt (L. 6.), oder ttnpn ^wb mns >dd, nach der Anführung bei Jbn Li brat. Ans der Stellung, welche Jbn Efta dem Sprachwerke Zachot nach dessen Grammatik und Lexikon anweijt, laßt steh vermuthcn, daß es mit Grammatik nnd Lexikon im gewöhnlichen Sinne nicht zu idcutisiciren ist, und da§ was mau auö Jbn Librats Nr.1^ darüber entnehmen kann, bestätigt auch vollkommen diese Vermuthung, wie wir hier weiter nuten sehen werden. Vorerst muffen wir uns jedoch fragen, wohin hätten wir a priori cm Sprachwcrk zu' bringen, da§ weder grammatische noch lexikalische Abhandlungen, weder hermeueutische noch exegetische Arbeiten bietet, und doch -zu den Werken über die Sprache gehören soll? Daraus können wir uns klar die Antwort geben, daß ein solches Werk ungefähr nuferer Syntax, freilich in den weitesten Umrissen,- wohl entsprechen haben mochte. Unter Grammatik verstanden die Alten blos die Formenlehre, wie doch alte Grammatiker der -Alten von einer Syntax nichts wußten; sprachwissenschaftliche Arbeiten über "Wortbildungen, Styl, grammatische Anomalien, praktische Anwendungen über den Gebrauch der Wörter und Formen nna "Dil? und dergl. bildeten eine eigene Klasse von Schriften, etwa mit unserer Syntax, wenn auch entfernt, vergleichbar. Wie etwa Tanchnm Jeruschalm i sein dndd zum Nutzen der Exegese geschrieben, worin er über Metaphern, parabolische Ausdrücke, Varianten, Chronologie re. behandelt, ebenso waren für die Sprachwissenschaft ähnliche Arbeiten nöthig und zwar um so mehr, als mau hebräisch schrieb, und mau sich bewußt werden mußte, wie weit mau das Material des eilttestameutlichen H e b rci i s m u s anwenden darf Dünas Jbn Lib r ä t sagt in seinen daß Saadj a in seinem mny “idd alle Wörter ausgezsthtt, die man aus einer einzigen Wurzel herleiten kann für den praktischen Gebrauch; er zählte 19,169 solcher Derivaten ans einer Wurzel, wie Dnnas sagt, wahrscheinlich alle Arten Fonnftexionen darunter verstehend. Allo Formen, die sich, wenn auch nur Ein Mat, in der Schrift st'nden, dürfen m gleicher Weise überall und bä jeder Wurzel angewendet werden; wenn ein Mal das aramäische Suffix z. B. in vorkomml, oder die Form Tjrnrp im Futurum Hifll, so dürfen solche Formen im Nenhebräischen immerfort gebildet werden. Saadja sagt daher selbst in einem Verse: o*6 6ca rroirw can “ ^an .ori^n (Fortsetzung folgt.) Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [78] Von B. S. B ere n d s o h n in H a m b u r g ist durch jede Buchhandlung zu beziehen: Bericht über die finanziellen Bechältniffe der Deutsch-Israelitischen Gemeinde in Hanchurg. Abgcstatict von dem Worsieher- Collegium der Gemeinde, ausgegeben am 17. Juli 1849. 28 Bogen, gr. 4? Preis 12Ngr. Ein sehr gut erhaltenes, in Holzband gcbuuden cs Exemplar der Nübbinischen Bibel von Bnrtorf. 3 Bände in folio, Basler Ausgabe, ist bei C. L. Fritzschc in Leipzig für 15 Thlr. baar zu erhalten. [SO] So eben ist bei E. Gebrich u. Comp, in Crefeld erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Boderrheinrer, 8., (Cousist.-Oberrabbiuer) das Testament unter der Benennung einer Schenkung. Nach ra6ßtnifrf;etu Quellen bearbeitet. 6. Heft. gr. 8. 15 Sgr. Das sechste Heft, welches manche Parallele mit dein römischen Urrechte mit vieler Gelehrsamkeit ausführt, beschließt die Theorie deö Testamentes der alten Hebräer; ein Jnhaltsverzeichuiß der erschienenen Hefte folgt bali digst. Die wissenschaftliche Bearbeitung der Sentenzen! über Erklärung und Auszahlung der /Vermächtnisse, wie 1 über Substitution bleibt einer spätem Zelt Vorbehalten» Druck von I. H. NageÜI ~~ Verlag von C. L. Fritzsche. Redakteur: De. Jul. Fürst.

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