Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 35 (1.9.1849)
- Date
- 1849-09-01
- Page
- Spalte 545-546 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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fiteraturbUti ^es Orients. Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. M 35, Leip zig, den 1. September 1849. In h a ll. Studi en. Biographien der Talmudisten. Hlllel der Vettere Von Dr. I. K. (Forts.) — Die angebliHe Fortdauer des jüdischen Opferkultus nach der Zerstörung des zweiten Tempels. Von Friedman n. (Schluß.) — Die Komposition der Pirke Abot von Ad. Jellinek. (Schluß.) — Literarische Änatekten. Zur Kritik des N. T. Von D. Oppenheim, Nabb. — — Kritiken. Kurze Übersichten. Bet Ha-Ozar. Von Luzzatto. AngeZ. von Dr. Fürst. (Die grammatischen und lexikalischen Schriften Saadja's.) (Fortsetzung.) — Ankündigungen. Biographien der Talmudisteu. Hillel, der Aeltere. II. (Fortsetzung.) sVergl. LB. d. I. Nr. 10. 15. 21. 27.) Diesem Prosclyten wurden spater zwei Knaben geboren^ von denen er den einen Hillel und den andern Gamaliel nannte z beim Volke hießen sie „Proselyren des Hille — Die Verfahrungsweise desHillel in der erwähnten Beziehung scheint nicht ohne Einfluß auf seine Nachfolger geblieben zu sein, und wenn der lend ent lösen Expektoration Math. 23, 15 (. . . irusQiaysvs r?)v &ccXcc66av üzL) noirjacu eva acq o erj Iv z o v ) ein historischer Charakter beizulegen ist, so muffen Jene in der Aufnahme von Proselyten noch über die von Hillet gezogene Grenze weit hinaus gegangen sein. Auch Josefus weiß von jüdischen B eke h ru ng.s a p o ste l n zu erzählen, die sogar in die Nähe königlicher Throne sich gewagt, und zwar nicht ohne 15) top "in>6 * dpo pp v6p “p mit^> n»N oni« pip vm * PpPip) sop tk^i ' D’pJ (ibul.). War letztkrer Knabe — wie es allerdings den Anschein hat — nach einem S o h n e Hillel's benannt, so bekommt dadurch der erste pyottf i-N dem mehrmals erwähnten pyo&y bbn (Sabb. 15 u) einen gewaltigen Stoß, und Basnage hatte (nach dem Ausspruch Schiller's: „Und was kein Verstand der Verständigen" u. s. w.—) in Einfalt Kritik geübt. — In unferm größern Werk werden wir, bei Gelegenheit der Erörterung der fraglichen Episode in der Mittheilung der Sentenzen HiNel's in den Sprüchen der Väter, den fraglichen Gegenstand mit erledigen. günstigen Erfolg.^ Insofern jedoch dieser Gegenstand schon tief in die nach-hillelsche Zeit eingreift, lassen wir ihn 16} 2C n a n i o § (rpun) und E L easar aus Galiläa ('W^n hießen die Männer, durch deren Veranlassung die Königin Helene, Gemalin des Mono bas, Königs von Adiabene, und deren Sohn, König Izates, zum Judenthum übertraten (Josef. Ant. XX, 2. 4). Siehe Ioma 37 n; Batra 11 nz Nasir 19 b, — wo von Helene und Monobas ('^',1 , DJ1D) die Rede iftz nur des Izates geschieht nirgends im Talmud Erwähnung. Daher vermmhet De N ossi (Meor En. (2. A.) V, 269 a), daß alle Könige von Adiabene den Namen Mono bas geführt, wie alle Könige von Egypten den Namen Pharao, mithin im Talmud unter auch Izates gemeint sein könne: njno 103 no^o1? "wn p d.i rpn djid o ioP hnkoj 13130 '3 i'3)N3 * riüpD OtülP ^0'3>!1 DnSD p6oP Nipin ’önj'n rvntp ie/sn U'03N 1331 7E'n nnsiNn -f?0 inivp 13110 p 103 (Lzates). V<rgl. indessen Jost Gesch. d. Isr. VI. Anh. 8. — Beachtenswerth ist die Meinungsverschiedenheit, die zwischen A n a n i a s und E l e a sa r hinsichtlich der C i r k u m c i s i o n herrschte; Ersterer soll in Bezug auf Izates die eines Reformers vom neuesten Schnitt würdigen Werte ausgesprochen haben: dwctfisvov ... ccvzdv ... nal %cöQLg vrjg 7t s q ix o prj g to &elov atfittv, zt/L. — wahrend Letzterer die Circumcision für eine e o n d itiu sine qua non religiöser Vollkommenheit erklärte. Indessen darf man nicht außer Acht lassen, daß Ananias nur in Bezug auf einen gebornen Heiden gesprochen, so daß der ganze Streit zwischen ihm und Eleasar am Ende sich nur um die Frage bewegte, ob Izates ein "ich oder ein pixj ">g werden sollte. Der Sieg blieb übrigens dem Eleasar. Vielleicht zielt dahin folgende Erzählung im M i d r. R a b b a (Gen. 46): -j^Dn IDJiOÜ HWpD DltZ’VZn (Izates, wie schon De Rossl und Jost richtig bemerken) -^DrPD^n bw ”22 (richtiger: bw — vor.t. Ant. ib. 4, 1) -)DD p)pi r)YW iwzrnx Dri?Djj ' nm piozb ijjunw jra - rwana 36