Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 10 (1849)
- Issue
- Heft 34 (25.8.1849)
- Date
- 1849-08-25
- Page
- Seite 153 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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EM UM Berichte, Studie» und Kritiken Zehnter Das Ab-nnement auf An Jahr ist 5 Tdlr. ßan abonnirc bei allen löbl. Postämtern und fallen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. für ' Geschichte und Literatur. Herausgegeben von vr. Julius Von dieser Zeitschrift trscheinen wöchentlich das Litcraturdkatt mitgerechnet, zwei Boaen, und zwar an sedem Sonnabend regelmDrg. 1§49 elpzig, den 25. August I n h a l r. D e ur sch lanr 's vereinigte Staaten Praß. Warnung. Die Hyäne von Brescia. Fischhof. Aus Nähren. Vermischtes. Aus Oesterreich. Die Emancipalion eine Chimäre. Aus Baiern. Die Wahlen zum Landtag. Berlin. Minifterialverordnung.—- Großbritannien. London. Aufforderung an Rothschild. Palästina. Damaskus. Air Moses Montefiore. — Beitrag zur Geschichte der Juden in Polen, von L. Weyl, — Personalchronik und Miseeller^ Prag. L- LB. d. Or. Deutschland's vereinigte Staaten. Prcrg, im Juli. Unser Oberrabbiner Rapaport hat ist einer Rede die hiesigen Inden ermahnt, sich vom Handel mit dein Silbergetde entfernt zu halten. Auch her Gerneindevorstand macht bekannt, daß er die Rainen derer, die mit dem Silbergetde Wucher treiben, öffentlich brandmarken werde. — Die schändlichen Geivaltthaten der Hyäne vonBeeseia (Hayn au) machen hier hie schmerzlichste Sensation» Windischgrätz, Wraugel, bebvenHüller erscheinen als die mildesten Menschen jenem blutgierigen Feldherrn gegenüber. Es gehört wenig Strategie dazu, wehrlose Juden zu pressen und auszusaugm. Und der von allen Parteien verachtete Apostat Dach legt die Händein den Schooß bei alter Barbarei, die im Namen des jungen Kaisers ansgeübt wird. Das Verfahren Haynau's bleibt ein ewiger Schandfleck n der blutigen Geschichte Oesterreichs. F i schhof, >er die Monarchie im Jahre ,1848 gerettet, soll in erster Fnstanz frei gesprochen worden sein,. Was hat ex aber verschuldet? Aus Mahren/ im Aug. Halten Slx es nicht 'iir einen Scherz, wenn ich Ihnen schreibe, daß wir sleißig heirathen. Wir kommen um Bewilligung ein, lind wir erlangen sie. Warum wir aber .noch um Be- Mignng einkommen müssen, das begreife ich nicht, wenigstens in der Verfassung, weder in der freien noch k der oktroyirtm, ist diese Abhängigkeit begründet. Man ist zwar vormals cmch eingekommen, aber sehr schwer a u sg e k o m m e n, d. h. mit dem Gelde, und derjenige, der sich um die Familieusteste seines verstorbenen Vaters bewarb, konnte sich auch einen paffenden Kommentar für die Stelle: pDb —- rp riN ION nnn geben. Sie sehen daher, wie wichtig unser Geld jetzt ist, wenn auch nicht schwer. — In P r o ßnitz, wo es so viele gute Redner gibt, hat doch die erste konstitutionelle Hochzeit bei einem b'M&b yii1 d. h. bei einem Viertgebc reuender früher keinen 9tnspruch aus eine Familienstelle machen konnte, stattgefunden. Der größte Theit der Gemeinde nahm Anthcil an der Freude dieses Vamählnngsfestes. Abends zuvor wurde die Volkshymne unter größtem Jubel vor der Wohnung des Brautpaares abgesungcn, und natürlich viele Wünsche wurden für das Wohl und Glück des Monarchen ausgesprochen. Vor der Trauung hielt der berühmte, ans die Erleichterung der mährischen Israeliten einen wohlthätigey Einfluß übende Rabbiner Hr. Fasset eine herzergreifende Rede, und Thränen flössen ans den Augen sehr vieler Zuhörer, — In F u l n e k, nw neulich ein Judenkrawall war, kan sie der Israelit I. Bellak ein schaukberechtigtes Bürgerhaus. Ein Beweis, daß die Emaireipation au Kraft gewinnt, sogar irr einer judenfeilidlicheu Gegend wie das sogenannte Krchländchen ist, —- In der W ei ß kirchner Synagoge kam es 00^^ ODO 'd rp zu E.rcessen, Man rief einen mit keinem noch versehenen gottseligen Emigranten allererst als 2V>n ntifj ob als ivOr ^.n, weil nämlich die Emigranten als Menschen neugeboren wurden,, weiß 34