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Der Orient · 1849-07-07 · Heft 27 (7.7.1849) · p. Seite 125

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Journal
Der Orient
Volume
10 (1849)
Issue
Heft 27 (7.7.1849)
Date
1849-07-07
Page
Seite 125 (sequence 1)
Language
German
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w.. Zehnter erichte, Studien und Kritiken Jahrgang. Das Abonnement auf ein Jahr ist 5 Thlr. Manabonnirt bei allen!öbl. Postämtern und allen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. jüdische Geschichte und Literatur» Hecausgegeben von vr. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Boqen, und zwar an jedem Sonnabend regelmäßig. eipzig, de» 7. Juli Inhalt. Stellung der Genossenschaft für Reform ins Judenthum zur jüdischen Gemeinde in Berlin. (Forts.) — Deutsch-! and 'S vereinigte Staaten. Frankfurt a. d. O° Politische Stellung der Juden. Schmieg^!. Hebräischer Unterricht. Aus Mahren. Verlaumdung der Juden. — Erinnerungen von Emil Lehmann. — LB. d. Or. Stellung der Genossenschaft für Reform im Judenchmu zur jüdischen Gemeinde in Berlin. (Fortsetzung.) Won alle dem nicht erschüttert, fuhr die GenosseZisschaft fort, einerseits an dem von ihr begonnenen Werke fortzubauen, andererseits an der Einheit mit der Gemeinde und an der Wahrung des Friedens innerhalb derselben festzuhalten; denn mar, gab sich immer noch der Hoffnung hin, daß ein svlches Verfahren endlich am sichersten dahin führen müsse, ihr die gebührende Anerkennung von Seiten der Gemeinde und ihres Vorstandes zu gewinnen. Aber diese Hoffnung gab sich mehr und mehr als eine täuschende zu erkennen*, und als nach fast zweijährigem Bestehen der Genossenschaft es endlich als eine schreiende Unbilligkeit erschien, die Mitglieder derselbe,, noch immer zur Tragung zweifacher Lasten verurtheilt zn sehen, konnte man im Schooße der Bevollmächtigten nicht Länger anstehn auf Maßregeln Bedacht zu nehmen, welche durch eine angemessene Regulirung des Verhältnisses zur alten Gemeinde zur Beseitigung dieses Uebelstandes führen sollten. Am 19. November 1846 wurde zum ersten Mal ein derartiger Antrag gestellt, und am 27. März 1847 der erste entschiedene Schritt in dieser Angelegenheit gethan. W§nn in diesen Blättern der Inhalt der zahlreichen Protokolle wiederae^eben werden könnte, in welchen die Verhandlungen der Bevollmächtigten über diese Frage niedergelegt sind, so würden diese allein vollkommen ausreichend sein, um von der Besonnenheit Zeugniß zu geben, mit welcher man im Geiste des Friedens die Folgen eines jeden Vorschlags erwog, der eine Spaltung oder den Unfrieden innerhalb derselben Hervorrufen könnte, und von der Mäßigung, mit welcher man sich endlich zu denjenigen Maßregeln entschloß, die, von der dringendsten Nothwendigkeit geboten, zur Wahrung unserer Interessen und unserer Rechte unvermeidlich schienen» In diesem Sinne wurde der Gedanke an eine Trennung von der Gemeinde und an die Konstituirung einer selbstständigen Gemeinde vollkommen beseitigt, obwohl die Genossenschaft in sich durch die feste Begründung ihres Gottesdienstes und der Religionsschule vollständig als Gemcinde konstituirt war. Eben so wenig wollte man aus den Vorschlag eingehen, sich mit Umgehung des Gemeindevorftcmdes sofort an die Regierung zu wenden, obwohl uns von derselben, besonders in jener Zeit durch Zuziehung zu den Berathungen über das Judengesetz die entschiedensten Zeichen einer teilnehmenden Anerkennung g.worden waren. Man beschloß vielmehr, trotz aller uns vom Gemeindevorstanve kund gegebenen Nichtachtung, steh noch einmal an diesen zu wenden, um die friedliche Lösung des eingetretenen Konflikts, wenn irgend möglich aus der Gemeinde selbst hervorgehen zu sehen. Der Antrag selbst aber, der an den Gemeindevorstand gerichtet wurde, ging einfach dahin: „derselbe wolle anerkennen, daß die Genossenschaft aus dem religiösen Bedürfnisse eines so «ansehnlichen Theils der Gemeinde hervorgegangen auf ihr Fortbestehen i nnerhalk 27

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