Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 20 (19.5.1849)
- Date
- 1849-05-19
- Page
- Spalte 319-320 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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819 vergossen werden" bezeichnet ist. — In Betreff des Achi- Losel fällt die Vermuthung des Verf. als ganz unbegründet aus, wenn wir den Umstand berücksichtigen, daß hier weder von irgend welcher Trauer (iDDH) , welche bei seiner Beerdigung Statt gefunden habe, Erwähnung geschieht, wie dieses bei frommen Personen in der Bibel gewöhnlich der Fall ist, noch hier sein Tod mit .dem Ausdrucke: rrvQN Dy•'DDtfini „er legte sich zu seinen Vätern" was sogar auch bei minder frommen Personen häufig, in der Bibel vorkommt, — bezeichnet ist, sondern es steht hier bloß, daß er gestorben und in seiner Familiengruft (aber wahrscheinlich in aller Stille und blos von seinen nächsten Angehörigen, "wie dieses auch noch gegenwärtig überall Sitte ist,) begraben wurde. Daß ec noch zuvor seinen letzten Willen aussetzte und daß gegen denselben Leine rechtskräftige Einwendung gemacht wurde, beweist gar nichts, indem er ohne Zweifel nicht gleich sein Vorhaben sich 320 zu entleiben,*) kund that, weshalb inan ihn daran zu verhindern auch nicht im Stande war; was übrigens die volle Giltigkeit seines Testaments betrifft, so würde bei einem ähn. lichen Falle auch gegenwärtig 'kein Rechtsgrund zur'Entkräftigung desselben vorhanden sein. Eben so gehaltlos ist der Grund, welchen der Verf. muthmaßlich aufstellt, daß Moses deshalb kein Verbot gegen den Selbstmörder veröffentlicht habe, indem derselbe überhaupt mit keinen Strafen des Jenseits drohte, mithin auch keine auf den Selbstmord setzen konnte. (Fortsetzung folgt.) *) Hier ist noch zu bemerken, daß die Übersetzung von pjm, die der Verf. durch: ,,er (Achitoftl) ha'ngte sich" giebr, nicht richtig ist, da dieselbe „er erwürgte sich" heißen muß 5 indem das Sich-Erwürgcn ja auch auf andere Weise als gerade Sich-Erhängen geschehen konnte. — Ankündigungen Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders, in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen H Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. (47) H. Jacobson's Antiquar-Buchhandlung in Dresden liefert durch Hrn. R. Friese in Leipzig nachverzeichnete empsehlenswerthe Artikel, gegen baar zu den beigefetzten, sehr niedrigen Preisen mit 155 Rabatt: DD. S. Hirsch, jüdische Religionsphilosophie. vollst. Ladenpreis 6 Thlr. für 2 Thlr. —■ — Messiaslehre. Ladenpreis 2 Thlr. 10 Ngr. für 17^ Ngr. —- — Predigten. Ladenpr. 15 Ngr. für 4 Ngr. -Judenfrage. Ladenpr. 22\ Ngr. für 5 Ngr. — Reform im Judenthume. Ladenpr. 12-J Ngr. für 24 Ngr. Franck, A., Die Kabbala, übersetzt von Jellinek. Ladenpr. 2 Thlr. für 15 Ngr. Hurwitz, Die Sagen der Hebräer, g ebd u. Ladenpr. 1 Thlr. 10 Ngr. für 12-Z- Ngr. Die Oberlehrcrstelte an der hiesigen israelitischen Schule wird dm 1. August vacant. Unverheiratete Kandidaten, welche die Stelle dann oder den 1. November d. I. anireten und im Hebräischen, so wie in den für Bürgerschulen nothweudigm Gegenständen gehörig unterrichten können, werden aufgefordert, sich um dies Amt, welches vorläufig auf 3 Jahre besetzt wird^ und außer freier Wohnung und Feuerung jährlich 200 Pr. Thlr. einbringt, innerhalb 6 Wochen a dato zu melden, so wie ihre Zeugnisse, auch wo möglich über die Kenntniß der französischen und englischen Sprache, uns portofrei zuzusenden. Die drei vorzüglichsten Kandidaten haben sich von dem Oberrabbincr in Altona prüfen zu lassen, und wird demnächst einer derselben von uns gewählt. Aus Verlangen wird das von der ^Regierung genehmigte Schulregulativ den Bewerbern zugestettt werden. Die israelitische Schulkommission. Elmshorn (in Holstein), den 2. Mai 1849. (49) Bei C. L. Flritzs che in Leipzig ist erschienen: Jericho. Mn Bild von Jsrael's Freiheit. Rede zur Feier der deutschen Grundrechte, am Passah feste (8. April, 1849) in der Leipziger Gemeinde-Synagoge gehalten , von Ad. Jellinek, Prediger und Religionslehrer der israelitischen Gemeinde zu Leipzig. Preis 3 Ngr. Verlag von C. L. Fritz sch e. Druck von I. H. Nagel. Redakteur: Dr. Jul. Fürst.