Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 18 (5.5.1849)
- Date
- 1849-05-05
- Page
- Spalte 279-280 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/8555529-9893953-9893976--5893-3534986- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
S79 280 Studien. Literarische Analekten. uw no rvmb b/ddd imn nm jvom iniN miom DD Kim VO’yD iniN HNTl NIHB 1D3 lnJN TDD! HN1J nNn» Nim nion jo w pbm ir'ytn ND! : JI'OIN VND irwjj1? nan Nints iDi iDb Py nnbyiy rwriDD Dt^n nN tdd Nin pi di^d riE-yJ ab pnyi 'i^y «in npty Pdd DHD DL'nvi i^yaci wyo poi ji*jn diid 'D!>Di?n db>id db» rjmyii 1UD '.in pbm jron ND1 D-INNB'D pm nDtwn HDD jnn NDD mnDBon tdid nih nn’bn -imi nao1? iew P'dbw TDinb nun Nim rdib' pmn PN pjnn. jdi nio Pn jrotn moo mjoon jPb» nnusm ihtPhe' nyD inan nw tidb'B' na tdhi no mo tdid Nim nri> mo •’üd mn nrus mci mo nionnDD nnuam wind nrnpi rnmn on Pdn rom nriNi nN3Qj nrotpri mo rwiNDn npmn nmbn reo nion mrr6io dwd d'Di ow^im iy ta ipo^m nrnwn m.u ru’Ni (? npDnno in ropmo P"a) rep-ino nwd B'Nin nipjDn niNiDta mon i^ay Kunb -jisn jd by ntyp mnyn irnn. d'iini injno nsm nPinn nonL" jd nnwan moniDn nrnvon nipmn mmbn -j'nup ntyi niioD.m -ji^'iim nnoj awom -ipim nyin iDNni nwp ■nwyntv bbi mru .uw nirpPn ddod rmran .noiDD N3DJH IDDH IW 'flUDN 1DD : nniD’ yaiND bb? pim jyob map pmD ivDiyi ottid NayiDDi nym UDD riNIBI bj NaD’l Mail I8DN ID N8D>> ,D Nlip 1DB' JD by 1DN IB'pDD rjy" nPi wbw nP jyoP jioay .NSD3H IDO (Beschluß folgt.), Literarische Analekteu l. Nachtrag zu mentet Mythe im Sohar. Zur Bekräftigung meiner im LB. Nr. 12 aufgestelltku Hypothese, daß nämlich n:jn:i=11D1 llil HUJ NDN npiä im Sohar, den Poros-Reichthum, und die Penia-Armnth des Plato bedeuten dürfte, so wie D1KDN gleich das Schöne, oder die Liebe zum Guten bei Plato, dessen Eros; daß ferner frON oder Poros das Göttliche der Seele, nbn oder Penia, den Abfall vom Göttlichen, und n^iDD oder Eros, die aus beiden hervorgehende Liebe zum Guten bedeute, mögcri noch folgende Notizen dienen. Hr. M. H. Landauer beweist im Orient, I. 1845 mit fast unumstößlichen Gründen, daß der Verfasser des Sohar kein anderer als Abu'l'asia gewesen, und führt unter andern von diesem Autor folgendes an. Im hiy2 p sagt er: Er habe gezählt und gefunden, daß r^v^n den Zahrenwerth von nup^ -dt und den Zahlenwerth von DUMrnJtt hat. Was heißt das anders, in eins vern-ünstige Sprache übersetzt, als: die Vereinigung des Menschen mit Gott, gehe aus der Verbindung des Starken mit dem Schwachen, des Göttlichen mit dem Irdischen hervor. Ferner rn? Q'i i)at den ZahUnwertl) von DK, -»der von niHi DIN, THT Dl d-euter nach meiner.Meinung auf den Akt des Werdens, oder des Hervortretens aus sich selber, was im Sohar entweder als ein Begattungsakt mit fpiD o\JDD — q-| nJDttf, KITJSf HI dargeftellt wird, wie bei Plato,. oder al^ ein Schreiben, m nrn.lN Tp'pni ID^J. ■ rciso, die Ent^ Wickelung der Seele zum Göttlichen, geschieht durch DIN, d. i. den aas Gottes Hand rein hcrvorgegMgenen Menschen, und durch nm, d. i. die Verführerin, die Ursache des Abfalls. In diesem Sinne mag Abu'l'asia sagen: nnn^Dr] D1K>1 'Dl n^sn K-l, der Mensch ist ein ^nr-07 . d. h. das Resultat aus zwei entgegengesetzteil Kräften, einer göttlichen und einer irdischen. Ferner sagt Abu'l'asia ausdrücklich, daß auch das Männliche, und das Weibliche sei, ganz in unsecm Sinne, das Männliche deute auf das Himmlische, und das Weibliche auf das Irdische. Endlich hat Abu'l'asiai wirklich den Plato gründlich studirt, und hält große Stücke auf denselben. Jeder echte Kabbalist müsse, nach ihm^ die Werke Platos studiren, dann erst werde er eins sehen, was die wahre Kabbala sei. — Dr. M. Duschak. * * 11. Herr Rabbiner Lengsse lder tritt meiner Behauptung, daß der Berechtigte etwas für sich beamspruche, im LB. Nr. 12 entgegen, welche Entgegnung eiu Uebelvehagcn in mir erweckt hätte, wäre mir nicht hierdurch eine Begegnung geworden, mit einem durch Zeit und Raum seit längerer Zeit von mir getrennten guten Bekannten. Ein Blick in Kants Schriften, und auf diese müsse», wir uns bei des Verfassers Standpunkte beziehen, lehrt uns, daß ihm das Recht von der Pflicht gänzlich abgesondert ist; das Naturcccht gehört nach ihm gar nicht zur Wissenschaft der Moral. Das Recht bezieht sich bkos auf die äußern Verhältnisse des Menschen und aus seine Lage unter andern Menschen. Die Pflicht bezieht sich ganz auf ihn selbst und arsf die Uebereinstimmung seiner Handlungen mit dem Gewissen. Ich will dieses durch ein Beispiel aus dem Gebiete der Aesthetik erläutern. Wenn ich ein herrliches, gut komponirtes Musikstück, harmonisch ertönen höre, so verpflichtet mich mein ästhetisches Gewissen, anzucrk-cnnen, die Musik sei herrlich, »der wer in aller Welt hat ein Recht auf diese meine Anerkennung. Ganz so verhält es sich mit dem moralischen Gewissen. Wohl muß dem Rechte^ welches der Eine besitzt, eine Pflicht in dem andern, gegen welchen: er dieses Recht fy<u, entsprechen. Wenn ich z. W. den Mörder mit Gewalt von mir abhalten darf, so muß es doch wohl eine Pflicht anderer Menschen sein, mich nicht z-u ermorden.. Aber umgekehrr muß nicht auch jeder Pflicht ein Recht entsprechen. Ich bm verpflichtet, wohlwollend, billig, friedliebend, vollkommen, überhaupt gewissenhaft zu sem; aber es hat Niemand ein Recht auf mein Wohlwollen, auf meine Billigkeit, auf meine Friedensliebe, auf meine