Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 14 (7.4.1849)
- Date
- 1849-04-07
- Page
- Spalte 223-224 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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223 Ankündlgungeu. 224 Material oder Hülle der Vernunft unsterblich und göttlich sein muß. noKO ist die Vernunft des Menschen, womit, dieser unter allen lebenden Wesen bevorzugt und begabt ist. Erkennbar ist diese Seelenkraft in den.Äußerungen des Raach, aber sie wird auch durch eine innere Anschauung erkannt. Daß Reich der Thätigkeit der Neschama Zst unabhängig von leiblichen Ursachen uud Wirkungen, da die Grundlage ein rein Geistiges ist; weder die Lebenskraft (Nefesch) noch der Geist (Ruach) sind sie zu begrenzen im Stande, denn sie ist frei und unabhängig wie alles rein Geistige. Vernunft, oder Naschama in diesem Sinne, erscheint als diejenige geistige Kraft, die nur dem M en sch e n allein, den andern lebendigen Geschöpfen gegenüber, als Vorzug verliehen ist, die durch ihre Geistigkeit nur durch innere Anschauung erkannt wird und da körperliche und sinnliche Dinge nicht als ihr Urgrund angesehen werden können, auch an Ursachen und Wirkungen anderer Dinge nicht geknüpft erscheint, so muß man sie schon als selbstständiges für sich bestehendes Wesen nehmen. Als Grundwesen des-Menschen ist sie sein wahrhoftts Ich, das frei und unabhängig die Thätigkeit äußert. Diese Vernunft heißt auch Seele, nimmt in der Trias der Benennung von Nefesch, Raach und Neschama die höchste Stelle ein und ist diejenige Seele, ber. man die Eigenschaften zuschreibt, Streben nach dem Güten, Freudigkeit im Guten, Unsterblichkeit, Fortdauer und Persektibilitäl u. s. w. In dieser Gliederung ist die philosophisch-sprachliche Fassung dieser Gruppe in der Schrift zu nehmen. Die Berichte über den natürlichen oder unnatürlichen Tod der Nefesch, die Kasteiung und Entsagung derselben beziehen sich also auf körperliche Lebenskraft, daher sogar zuweilen Nefesch geradezu für Körper steht. In den Berichten von Ruach ist es klar, daß darunter der Lebensgeist, jene dem Instinkt der Thiere ähnliche Kraft des Menschen, oder so zu sagen die Seele des Naturmenschen zu verstehen ist/ Des Lebensgeistes Tod ist das naturgemäße Aufhöreen derjenigen Seele, durch welche der Mensch muthig, thätig, fleißig u. s. w. oder; umgekehrt ist, welche bei ftiner Selbsterhaltung, bei seiner sensualen Vervollkommnung , arbeitet, und aus welche Seele die Vernunft zunächst einwirkt, und dieser Tod tritt ein mit 1 der körperlichen Auflösung oder -dem Tode der Nefesch. Die - Neschama, als rein geistiges Element, die keine Beziehung zum Körper.(Nefesch), sondern nur zum Lebensgeist (RuachZ hat, kann dem Tode oder Auflösung nicht unterworfen sein/ sie ist unsterblich; aber man sagt.bildlich, sie sei todt oben vielmehr sie sei fort, wo der Lebensgekst nicht mehr da iß, - um die Einwirkungen der Vernunft-Seele zu empfangen,! Da der Mensch nur in der-Einwirkung der Vernunft-Seele seiner idealgeistigen Bestimmung nach wahrhaft Mensch iß und. da seine Thätigkeit nur dadurch einen Werth erhält, wir sie von dem Willen der Vernunftseele gelenkr erscheint, so iß es ganz natürlich, daß der Mensch als Mensch todt ist, wem solche Einwirkung offenbar nicht erscheint, ohngeachtet bei Lebensgrist noch vorhanden ist. Die Aeußerungen der Vn nunstseele offenbaren sich in dem Streben nach dem Geistigen dem Jdealguten, in diesen Äußerungen ist der Mensch er Vernunstwesen, das nach Assimilation mit der idealen Vee j nun ft, der vovg der Neuplatoniker, strebt, und wo Unvec nunft die Vernunft verdrängt und der Mensch anstatt de I idealen Guten das Laster hat tn sich einziehen lassen (jy\& p HW nn DOJ3J P DN Ni?N Nüiri), so ist er als Meask todt, wenn rr gleich in Bezug auf Nefesch und Ruach n« lebt (n'na o*np an^rn D'jjttn).; I (FortsetzUNg folgt.) j Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und oriemalische Geschict und Literatur betreffen, gegen 14 Sgr. für die gespaltene Petit-Aeüe oder deren Raum ausgenommen. [34] Im Verlag von C. L. F r i tz s ch e iir Leipzig ist erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben: Die Pesach - Hagada " oder Erzählungen von Zsraet's Auszug aus Egypten. Zum Gebrauche der beiden ersten Abende des Mazot-Festes. Won Neuem wörtlich aus dem hebräischen Originale verdeutscht. 8. br. Preis 7* Ngr. Vierte Ausgabe. Wiederverkäufe::, welche sich an die Verlagshandlrmg wenden, "erhalten bei Abnahme von Partieen einen anschn.l-ichen Rabbat. Verlag von C. L. Fritz sche. v'-n2w oder die IPesadi travestirt fürs Purimfest, o Dp. H. Somerhaufen, Verfasser! Epigram. hebraica etc. Brüssel, 184 16 S. gr. 8. Netto 6 Ngr. Sehr bedeutende Preisermäßigung^! [36] Von Unterzeichneter und durch jede Buchhandlung j zu beziehen:! Plestner, Sul., Fest-Reden oder Fest-Vorbereitmi. reden für Israeliten auf alle Feste des Zahl!' Berlin, 1841. Statt L Thlr» für S4 Sti Buchhandlung von EmanmeL Mai in Verl '" " T Druck von I. H» Nagel. . RedakteurDr. Jul. Für st.