Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 12 (24.3.1849)
- Date
- 1849-03-24
- Page
- Spalte 185-186 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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185 Unauflösbarkeit dieser schwierigen Wortes wird übrigens schon früh ausgesprochen; in der Mechilta des R. Simeon ben Jochai (fol. 61) heißt es: nV nh •poon- .jwbjj jwnp 'i'orh ~o Es wäre Lmverzeihlich > wolle ein sündiger Sterblicher diese vier Kardinaltugcnden vereint sich vindieiren. — Dr. L. Lewyso hn. . * * * ' V. Studien über jüdische Chronisten. 1. In Abraham ben Dcmd's „Sefer Ha-Kabbala" p. 63 b 6(1. Amst. lesen wir von den Persern: c^did .nibnpo bi hx ico -pto p Ttnw pawn om rbix nsnn d^dhsd-»?* *o oyir» *prw TTO^n ODlSöibH nw ’ODd nHcr^n nsrn. Jeder Leser sieht aus der: ersten Anblick, daß hier auf ein bestimmtes, Aristoteles und Alexander betreffendes Faktum augespielt wird. Was sott man unter dem Schwert des Aristoteles verstehen? Bei allen dergleichen Untersuchungen müssen wir zu arabischen und persischen Geschichtschreibern unsere Zuflucht nehmen. Wir werden noch oft Gelegenheit haben, darauf hinznweiseu, wie die jüdischen Chronisten morgcnländische Quellen benutzten. — Zur Erläuterung nun des vorliegenden Faktums verweisen wir auf Abulfeda's liistoria anteislamica ed. Flei scher, die wieder nach altern Quellen bearbeitet ist. Wir lesen daselbst p. 69: „Alexander postquain Persas Ticü et reges Yirosque principes eorum cepit, plures ex iis occidil. Idem quum in reliquos omnes metlilaretur, Aristoteles hac de re al) eo eonsultus: Blihi secus videluiy inquit; coitsullissiinum Iioc est, ul aliquot ex illis popularium suorum reges facias; ita fiel ut obtrectätionibus et inimicitiis iliier eos arlis iisque ipsis mnnquam in idem conspirantibus, Graeci ab eorutn insidiis tut! sint, et hi cladis crviiim suarurn in illis uleiscendae minus capidi. (Wie in unscrm lieben Deutschland.) Hoc consilio probatOj Alexander Persis ex optimatibus popularihus Tiginti reges dedit, qui Reges populorum •yocantur. Bi se in eo dam statu fere 612 annos sustinuerunt, donec exstitit Ardescliir Ibn-Babek (dbls (JJ qui universo regno persico potitus unus ornnium Persarum rex faclus est." Wir wissen nun, auf welchen Rath des Aristoteles hier .arrgespielt wird, und werden auch statt wuy wohl ‘WTiN (Ti für "il). lesen müssen. 2. In derselben Chronik p° 63 b lesen wir bei "Mw, Schabur: nbyb' vinö -W3i. Die orientalischen Schriftsteller sind nicht einig über die Zeit des Häretikers Mani. Vgl. H e r b e l o t, Artikel Mani. Bti Abulfeda p. 82: ijfeiXi'Jf/ d. h. ,,und zur Zeit Schabur's war Mani 186 der Dualist". Wenn aber Abraham ben Daud hinzufügt: moDm mte natßf'. m.m, so ist dies falsch, da alle Geschichtschreiber behaupten, daß erst Bahram ihn tödten ließ. 3. p. 64a erzählt uns A. b.D., daß nach Hormuz Tode: buj) HJD3 ty mbn nt?p mp p mpj dn -DiDN.ibn iipn m Dinn w lfop) wf? DV>3. Abnlfeda berichtet uns: „Quinn Hormuz liberis careret, mortui successor designalus est infans quo aliqua ex uxoribus gravida erat. Haec quem postea pueruin peperit, ei noinen Sapor inditum est. Wenn daher A. b. D. den Namen Bahram angiebt, so beruht dies auf einer Verwechslung. Vergl. auch Hcrbelot. Artikel Schabur ben Hormuz. - Ad. Jellinek. VI. Die Gutachten-Sammlung pi njm. (Fortsetzung.) Indem ich hier die Persönlichkeiten, von welchen hier Gutachten und Decisioncn Vorkommen in chronologischer Reihenfolge vorsühce, und indem ich hier bei jedem Einzelnen sämmtliche Gutachten rc. verzeichne, die in dieser Sammlung von ihm Vorkommen, muß ich die allgemeine Bemerkung beifügen, daß von den Schulhäuptern oder Gaonen zu Sora die weiften Vorkommen, indem, wie es scheint, dort in den früheren Jahrhunderten der Geonim die jüdischen Studien am besten angebauet und die befähigtesten Lehrer zu Geonim gewählt wurden. Ich werde daher diese Personen-Liste in folgende Klaffen bringen: 1) Die Geonim zu Sora und deren Guachten rc. hier; 2) die Geonim zu Pum-Badita und deren Gutachten hier; 3) die fremden nicht babylonischen Lehrer und deren Gutachten rc. Bei solcher Eintheilung, wo noch-bei Jedem der Erwähnten das Verzeichniß seiner Gutachten cmgemerkt wird , ist die Benutzung dieser Gutachten für die Kultur- und Literaturgeschichte erleichtert, indem man die Richtung einer Zeit bester übersehen kann. Hier also diese drei Klassen: A. Geonim zu Sora und deren Gutachten. 1. 679—688 ii. Ehr. Mar Rab S cheschna b. Ta chlifa. SA. IV. 3, 14. 4, 33. — Die Chronographen gedenken nur eines einzigen Mar Rab Scheschna als Gaon (Rektor) zu Sora von 679—688, während in Pum-Badita damals Mar Rab Basai Gaon das Rektorat bekleidete. Von diesem Scheschna wird erzählt, daß auf seinem Rektorats- Siegel, genannt Nrrori, er den Namen M e scharschja b. Tachlifcr geführt^ er hatte mithin einen doppelten Namen.— JL 759—763. Mar Rab Jehudai b. Mar Rab Nach man war Gaon zu Sora 759-763. SA. 111. 1, (53). 5, 4 b. 12. 6, 40. IV. 2, 21. 22. 3, 16. 34. 54. 4, 69. 70. 71. 5, U 27. 28. 29. 30. 7, 32. 8, 10. IH. 771—779. Mär Rab Chaninai Kahana b. Mar Studien. Gutachtensammlung Schaare Zedek.