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Der Orient · 1849-03-17 · 11 (17.3.1849) · p. Spalte 161-162

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
11 (17.3.1849)
Date
1849-03-17
Page
Spalte 161-162 (sequence 1)
Language
German
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Meratnrblatt des Orients. Berichte, Studie« und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. M 11. Leipzig, den 17. März 184«. In h alt. Studien. Literarische Analekten Die Gutachtensammlung Scharre Zcdek. Von Dr. Fürst. — Antomnus. Von Dr. Lost. — Grammatisches- Talmud. Bon Dr. Lewysohn. — Die Philonjsche Philosophie. Von Dr. M. Wolfs. (Fortsetzung.) — Literarische Miscellen. Historische Reflexionen. Von Ad. Jellinek. — Ankündigungen. Literarische Analekte« I. Die Gutachten-Sammlung piL njm. 1. Die Gutachten der Geonim, welche unter diesem Namen pruj nyttf vor länger als einem halben Jahrhundert zu Salonik erschienen, sind so wenig im größeren Kreise des Publikums bekannt, daß eine ausführlichere bibliographische Notiz darüber wohl nicht als überflüssig erscheinen wird, zumal wenn darin etwas genauer auf vorkommende Geonim eingegangen wird. Der ursprüngliche Besitzer der Handschrift dieser GA., welche hier edirt sind, Hr. Chajjim Moda'i (ijniD), erzählt in seiner Haskama zu der Ausgabe, daß er im Jahre 1749, also 43 Jahre vor der Herausgabe, seinen Wohnort Saset, wegen großer Plackereien von dortigen Machthabern, verlassen mußte, und bei der Wanderung endlich nach Egypten gekommen, wo unter den verschiedenen seltenen Handschriften , die er angekauft, auch handschriftliche nm&yn D'lltt.'in sich vorgefumden. Obgleich man schon damals gedruckte oWJn nüWD bereits gehabt, so halte er doch aus doppelten Gründen die Wichtigkeit und Bedeutung Vieser handschriftlichen GA. erkannt, nämlich einmal weil hier die Namen der votirenden und decisirenden Geonim bei den Decisionen und Voten genannt sind, während in den gedruckten dies nicht der Fall iss, und vann weil hier die Gutachten länger und ausführlicher mit diskusswer Abwägung der Gründe und mithin nutzbarer erscheinen, abgesehen noch davon, daß sie in ihrem Inhalte nur selten zusammenfallen. Der unbekannte Sammler dieser Gutachten, der sich nicht genannt, hat die Emlheilung nach Kapiteln (DnjW) bei denselben getroffen, indem er die GA. und Decisc'onn über je Ein Thema zusammenstellte und aneinander reihete, und jedes Kapitel zerfällt dann wieder in d'OD'D oder Paragraphe, je nach Anzahl seiner Gutachten oder Decisionen. Wegen dieser Vorgefundenen Einrheilung in cmytf/ gab Hr. Chaj. Moda^i dieser Sammlung den symbolischen Namen p-j^ Er hegte oft den Wunsch, diese kostbare GA.-Sammlung gedruckt zu sehen, um diesen Schatz nicht untergehen zu lassen; allein es gelang nicht, und nur da er alt und grau geworden kam sein gelehrter Sohn, Ni ssim b. Chajjim Mod cm, und suchte sie zu veröffentlichen. Der Rabbine Chajjim Josef ha-Kohen Jbn Ardot (joniN 'j), der zu Salonik wie seine Vorfahren fungirte, besorgte die Leitung des Druckes und die Korrektur, die übrigens sehr schlecht ausgefallen; der erwähnte N iss im Mod cm war als Besitzer der Handschrift natürlich der eigentliche Verleger, und nachdem der greise Vater des Verlegers, der genannte Chaj. Mod cm, von S afet aus, wo er 1792 also wieder war, eine ausführliche Haskama dazu 1792 geschrieben, worin er als Rabbiner zu Safet aus 11 Jahre hinaus den Nachdruck dieses Werkes verbietet: und nachdem Isaak Maggio Rabbiner zu Smyrna (~PDUv), za Ende Tebet des Jahres 1792 einen kleinen Vorbericht (nülpn) dazu gegeben, worin dasselbe Nachdruckverboc sich wiederholt: erscheint der Verleger Ni ssi m M odcm mit einer Vorrede, worin das in der Haskama seines Vaters Gesagte sich wiederholt und das Werk wird so eingeleitet zu Salonik im Jahre riDDn, b. h. 1792, unter der Regierung des Sultan Selim (q^d ]üW), in der Druckerei, welche Mardechai Nach man und David Israel in Comp, geführt und zwar in Quartformat edirt. Uebrigens muß noch bemerkt werden, daß so wohl die Haskama Chajj. Moda'i's, des Erwerbers der zum Druck beförderten Handschrift, wie auch die Vorreden von Isaak Maggio 11

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