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Der Orient · 1849-03-10 · 11 (10.3.1849) · p. Spalte 159-160

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
11 (10.3.1849)
Date
1849-03-10
Page
Spalte 159-160 (sequence 8)
Language
German
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159 Ankündigungen. 160 schrift für Geschichte von mir gelieferten Beurteilung einer > gäbe, doch ein Goldgeri N.1 (wie rpz byw) und nicht historischen Broschüre von Klopsch Jn$1*. i . bM Stteratur^ ' j Seifen-. miiStc. Statt den Jrrchum einzusehen und blattes Jahrg. 1848 Alles züsammengestellt, was sich in der j mir im Stillen dafür zu danken, sucht Hr. F., weit entfernt, genannten Broschüre auf Juden Bezügliches vorfand und da in derselben oft von ungarischen Gulden die Rede ist und mir damals gerade das LB. Nr. 47 Jahrg. 1847'vorlagwo Hr. F. von dem RGA des Rabbi Joel Sirkes sprechend, sagt: „Das 16 G. bietet ein numismatisches Interesse dar. Es hatten zwei Personen aus Krakau im 1. 1623 von einem Manne 5000 Gulden auf drei Jahre sich geborgt, als 7 Gulden rheinisch, L Rthlr^ und zehn Gulden in Goldgeri ausmachten re., so machte ich Hr. F. in einer Anmerkung darauf aufmerksam, daß vijjri bei den Rabbinen Ungarn bedeute, was er schon aus Buxtvrf (lexic. talm. ) und noch früher aus dem Largum zu Ps. 37 hatte entnehmen können und daß demnach sein Goldgeri nichts anderes sei als ein ungarischer Gulden. Unerwähnt ließ ich damals die Bemerkung, daß, wenn es auch eine Münze Geri sagen unsere Alten. Der Ernst der Wiffenschaft verlangt es auch, daß man, bevor man mit einem gewonnenen Resultate in die Oeffentlichkeit tritt, sich bereits überall umgeschaut habe, wo über dasselbe Lhema gehandelt worden, damit man das von Andern Festgestellte entweder benutze oder berichtige Der Eintritt in das Pandämomum des Wissens und der Gelehrsamkeit steht einem Jeden offen, aber erst — nach zuvor gemachten ernsten Studien. runin hl lehren die Rabbinen! „von der in der Wissenschaft erforderlichen und nochwendigen Ruhe/^, in seiner Entgegnung durch Reizbarkeit zu ersetzen, was ihr an Wahrheit abgeht. Anstatt mir nämlich zu beweisen, daß r>j)n nicht Ungarn sondern Geri heiße, gibt Hr. F. einige Notizen über den dunkeln und noch unerklärten Namen Ungarn. Es thut mir leid, daß Hr. F. hierüber im Dunkeln ist, und erlaube mir, ihn auf die „ magyarischen Alterthümer meines Freundes und Landsmannes S. C a s fel" zu verweisen, ein Werk, aus welchem Hr. F. so Manches in dieser Beziehung entnehmen kann. Es kann mir nicht in den Sinn kommen , eine so bekannte Thatsache wie die: daß die Rabbinen durch.i-un Ungarn bezeichnen, durch Belegstellen beweisen zu wollen. Für meine Behauptung aber, daß Ps. 83, 7 im Targum Ungarn erwähnt ist, verweise ich außer Buxtorf noch aus Schindler's Pentaglotton und auf Zunz in ^sbers Blnj. of Tudela 11, 227, wo es heißt:„Sclavonia latter is ealled prodably because. (Ps. 83, 7) is preceeded immediate- 1 y by D'lJin, an expression render’d H u n g.a r y. by t he t h a r g u ni i s t and by I a t e reo mm e n ta tor 8." Nach diesen Bemerkungen muß ich es natürlich dem Urtheile der geehrten Leser überlassen, ob der ralmudische Spruch, an den mich Hr. F. erinnert, mehr auf mich oder auf ihn Anwendung findet. ' ' Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orienralischk Geschichte und Literatur betreffen, gegen 14 Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. £24] So eben ist bei E. Gebrich et Go. in Crefeld erschienen und in allen ßuchhandlungen zu haben: Bodenlieixtier9 JL. j, ConsistoriaM]ber-Rabbiner, das Testament unter der Benennung einer jScheirirnng'. Nach rabbinischen Quellen bearbeitet. 5s Heft, gr. 8. gell. 15 Sgr. Wir verweisen hinsichtlich des tiefen Quellenstudiums des Verfassers auf die Recensibnen dieses Werkes in der „allgemeinen Zeitung des Judenthoims“ und der „neuen Jenaischen Lite raturzcitung“. [25] Durch E. L. Fritzsche in Leipzig ist von allen Buchhandlungen zu erhalten: Tofefta zu Toharot, erklärt von R. Elija Wilna. Wilna, 4. geb. 22 Ngr. Netibot rDf cim, Erklärung der Barajta des R. Elieser ha-Gelili von Zcbi Hirsch Katzenellenbogen. Geb. 27 Ngr. ' Verlag von C.^Fritzsche. ' lüttw ^vo., zum ersten Mal herausgegcben. Brosch. 13z Ngr. Ukas über das Unterrichtswesm in Rußland, jüdischdeutsch. Brosch. 4 Ngr. 'd, Nachweise der jüdischen Gebräuche aus den Quellen. Eine, antiquarischreligiöse Untersuchung von Abr. Lewiss-Hn, Rabb. in Oberschlesten. Brosch. 15 Ngr. Peria, 'S abb at «11 b Doppelfeier; die hochwichtigsten Anträge der Breslauer Rabbiner-Versammlung, erläutert von Dr. M. D u scha k, Rabbiner in Anssee. Wien 1846. brosch. Preis [0 Ngr. 12 w npxl : 8iaka.t• 8cheber. -Das ^rauerlied des Serlomo Jbn. G'ebirol über den .inr Nissan des Jahres 1039 gemordeten N. Jekutiel. .In einem besonderen Abdrucke von Is. Benjakob aus Wilna, brosch. 5 Ngr. Druck von I. H. Nagel. Redakteur: Dr. Jul. Fürst.

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