Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 8 (24.2.1849)
- Date
- 1849-02-24
- Page
- Spalte 113-114 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Meralrrrblatt des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für Mische Geschichte und Literatur. Jlä §, “ Leipzig, deil 24. Februar 1849» . Inhalt. Studien. Die PhilonisHe Philosophie. Von Dr. M. Wolfs. (Fortsetzung.) — Literaris6)e Analekten. Das N. Kap. in Hosea. Von Nee. — Nacbal Etan. Von Dr. Lewysohn. — Literarische Miscellen. Historische Resiepionen. Von Ad. IeNinek. — Kritiken. Fassel's Lugend- und Nechlslehre. Angezeigt von Dr. M. Duschak. (Forts.) — Ankündigungen. Die Philonische Philosophie, ln ihren H anP tm.o men teil d arge stellt, von Dr. M. ZVotff. (Fortsetzung.) Gott ist das Urlicht, aus dein unzählige Strahlen äusströmen, die aber alle rein geistig er Natur sind [dQ'lixvTQQ avyr] jJivglag azxLvctg i^ßakkei, ojv ovöejiia IgzIv älöfhixs vo7]rä be at clivaG<xi). De Cherub. 222.13 j 13) Gott unter dem Bilde des Lichtes darzustellen, D von Philo sehr beliebt und es ist in der Thal das passendeste Bild, die Reinheit, und die Alles durchdringende, belebende und erwärmende, den Menschengeist erleuchtende Kraft Gottes zu bezeichnen. In dieser letztern Bezeichnung z. Br sagt ec de nomin. taut. p. 158: „Wenn du hörst, Gott sei einem Menschen Erschienen, so denke, daß dies ohne sinnliches Licht geschehen ist; denn durch den Geist allein kann das Geistige ersaßt mrden. Gott aber ist die Quelle des reinsten Lichtstrahls >217)7-) be xa&aQGyxdzrjg avyrjg. Oeäx zgtlv) , so daß er, venn er der Seele erscheint, die schattenlosen und hellsten Strahlen aussendet." Ebenso de munrii «pif. ‘23: „Ueber >m, der Gott zu schanen strebt, ergießen sich einem Strome jleich die reinen und ungemischten Strahlen des göttlichen iichts (fteiov cpcozog äuQctzot, Kal d{uyzig avycd %£LfittQQov rqonov eK%e6vxai), vorderen Glanze das Auge des Geistes ^blendet wird."- An andern Stellen wird Gott aus denselstn Gründen auch „Sonne" genannt. So de viet. off. p. ^5: Gott ist sowohl Urbild der Gesetze, als auch die Sonne str Sonne , die intelligente Sonne der sinnlichen, die aus unsichtbarem Quell der sichtbaren sichtbares Licht zuführt." Daß Er ist das Wesen, das Alles umfaßt und in sich schließt, nnd deshalb nennt er ihn aufy zoxo$u (so auch die Kabbalisten QipD) oder ozeov oXcov zoTtog. ,,Gott" sagt er, „ist sichselbst der Ort, von seinem eigenen Wesen erfüllt (ttvtog iavxm zorcog Kal avzog eavzov rclvgrig)] \kl) selbst genügend; alles Andere aber, als (an sich selbst) dürftig, wüst imb leer, erfüllt er und hält es zusammen; er aber wird vonNichts umschlossen, beim er ist Eins und Alles" (cm zig %ct\ xo nav avzog gjv). Leg. alleg. I. 71. — Hieraus erkennen wir schon, wie falsch die Ansicht sei, die bisher von den Darstellern des Philonismuö festgehnltm wurde, daß aber darunter nichts Anderes als ein Bild zu verstehen sei, sagt uns Philo selbst de somniis 1, 230. Er erklärt das Gen. 28, 11 verkommende rjhog durch das Licht Gottes und sagt dann: staune nicht, wenn nach den Gesetzen der Allegorie Gott mit der Sonne verglichen wird (w) d'avfido^g de ei o yltog Kaxd zovg aÄleyoQcag Kavovccg i^opac ovzcu zeo xazQL Kai riys[i6vt rw Gv^ndvzcov); es könne dies deshalb geschehen, „weil er nicht allein Licht, sondern auch das Urbild alles andern Lichtes isi^; denn „weil, wie Moses sagt, Gott der Sonne gleich, die ,Tag und Nacht scheinet, das Licht und die Finfterniß geschieden .... endlich, weil, wie die Sonne das Verbergen der Körper offenbar macht, so auch Gott, indem er Alles erzeugte, was nicht allein ans Licht förderte, sondern auch, was früher nicht war, ins Dasein rief, da er nicht allein Ordner, sondern auch Schöpfer ist." Wenn trotzdem Gfrör er (Philo und die alexandr. Theosophie, S. 120) sagt: „man siebt wohl, daß er (Philo) am Ende Gott für eine Licht natur hält, nur für kein Licht körperlicher Art, sondern intellektueller," so hat er hier wieder, wie es ihm oft begegnet, das Bild für die Sache selbst genommen. Vgl. Ke ferst ein, Philo's Lehre von den göttlichen Mittelwesen, S. 220 ff. — 14) avxog 6 &sbg KaXelzat, xonog, xeo TtSQiexsiv (ihv rd ola. de somniis 227. 8