Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 4 (27.1.1849)
- Date
- 1849-01-27
- Page
- Spalte 63-64 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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63 Ankündigungen. 64 jamin Musasia, die alle ,seine Herkunft vom Bisamthierc wußten, wie dieses schon in den Worten des Talmuds pano H’n piü/ liegt, jedoch den Ort, wo. der Theil des Thieres, wo der Moschus gewonnen wird, nicht anzugeben verstanden. Man vergleiche R. 3ona zu den Halachot des Alfasi und Tur Orach Chaj. §• 216. — S. Brann, RA. in Rawicz. * III n uitb y. Für die dialektische Verwandtschaft des n und spricht auch eine Stelle im, Midrasch zu Echa nn w h tanrb rn)m tonx rpN , nn w fi 'wn Na«y. ■— S. Brann, RA. in Rawicz. Kulturgeschichtliche - Parallelen. Gesammelt von Leopold Du^es» II. Sitte und Unsitte. Was der alte Philosoph von der physischen Welt sagt „die Welt ist immer im Flusse begriffen", ist auch aus die moralische anzuwenden.. Die Ideen, welche die Sitten begründen, ändern sich mit der Zeit, und die Sitte wird zur Unsitte. Das nbosiyn W1D) (5 M. 22, 17) ist gewiß vielen Lesern bekannt, und manche derselben haben sich gewiß im Stillen darüber geärgert, und dachten solche Sitten seien nur bei barbarischen Völkern. Der verständige Leser wird sich leicht vorstellen, daß der letzte Zweck aller dieser Sitten und Vorschriften darauf gerichtet ist,, die Sittlichkeit zu ,erhalten. Wir haben bereits (literaturhistorische Mittheilungen S. 92 Note 3, ebendas. S. 194) Einiges über diesen Gegenstand mitgetheilt. Wenige unserer Leser 1 werden sich vielleicht einer Stelle in Boileau's Satyren erinnern, wo eine Sitte erwähnt ist, die außer ihrer Lächerlichkeit und Unnnützlichkeit, noch das Befremdende darbietet, daß sie bis zu des Dichters Zeilen hineingedauert hat. Die Stelle, die wir hier im Sinne haben, befindet sich in Satyre VIII und lautet: Jamais la biche en rut n’a , pour fait d’impuissance, Train e du fond des bois un cerf a l’audience* Et janiais juge, en.tre eux ordonnant le congres De ce buriesque niot n’a sali ses arrecs. („Nie hat ein Reh in Brunst den Hirsch aus dem Innern des Waldes, wegen Impotenz, zur Audienz' geführt, und nie hat ein Richter die Zusammenkunft angeordnet, und nie hat derselbe mit diesem burlesken Worte seine Verordnung beschmutzt".) Der Leser sieht, daß auch in dem goldnen Zeitalter der französischen Literatur die Dummheit noch ein weites Gebiet als ihr Territorium hatte. Allerdings wurde diese Sitte von dem berühmten Präsidenten Lamoignon, wahrscheinlich auf diese Zeilen des Satyrikers, abgeschafft. Daß sie abgeschafft wurde ist nicht befremdend, sondern, daß sie so lange dauerte. Wenn sich etwas Aehnliches im Talmud gefunden hatte, so hätte man es gewiß oft exeerpirt und belacht. Ankündigungen ♦ In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische' und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen 1£ Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [8] Durch C. L. Fritzsche in Leipzig ist zu beziehen: Das Portrait dcö De. Hermann ZeMnek. Mit dem Motto des Verewigten: „Wahre Bildung giebt Math, wahre Wissenschaft Consequenz, Ausdauer." Preis auf feinem Papier nur 5 Ngr. Ferner ist in derselben Buchhandlung erschienen: , Tvauerlied auf dcnTod des Dr. Hermann Jellinek. Hebräisch von Markus Boß, deutsch von Emil Lehmann. Preis 2 Ngr. Dr. Moritz Freystadt, in Königsberg in Preußen, wünscht einige Knaben in Pension zu nehmen. Näheres hat, aus Anfragen, brieflich zu erfolgen. [11] Bei C. L. Fritzsche in Leipzig ist zu haben: 72D m'nn.r Zwei Th eile. Dieses berühmte Derascha-Werk von Jona tan Eybenschütz, in einer sehr schölten vierten Auflage (Snlzbach, 1819, 4) kann ich zu dem'billigen Preise von 1 Thlr. für beide Theile ablassen. ' C. L. Fritzsche in Leipzig. Druck von I. H. Nagel. Verlag von C. L. Fritzsche. Redakteur: Dr. Jul. Fürst.