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Der Orient · 1848-12-02 · 49 (2.12.1848) · p. Spalte 761-762

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
49 (2.12.1848)
Date
1848-12-02
Page
Spalte 761-762 (sequence 1)
Language
German
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LiteraturblatL des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. JVs 40« Leipzig, dm 2. Deccmbcr Ä.848» Inhalt. Kritiken. Geschichte und Literatur der Samaritaner. Von Prof. Nödiger. Die samaritanische Chronik im arab. Original und in lat. Uebersetzung, nebft Scholien von Juynboll. Geschichte des samarit. Volkes von denselben. Zur Geschichte der Samaritaner von Knobel. — Kurze Anzeigen. -Pinn er. Goldenthal. — Das französische Bibelwerk von S. C a h e n. Kritisch betrachtet von L. Dukes. — Ankündigungen. Geschichte und Literatur der Samaritaner.! 1) C h ronicu in Samarita n u m, arabice conscriptum,, cui titulus est Liber Jusuae. Ex unicocortice Scaligeri nunc primum edidifc, latine vertit, annota-; tiune instruxit, et dissertatiunem de codice, de cliro- | nico et de quaestionibus, quae hoc libro illustrantur, ' praemisit Th. Guil. Job. Juynboll. Addita est tu-! bula. Lithograpia. gr. 4. 369 8. u. 55 8. Text. Leyden, j (Luchtmans) 1848. (4 Th Ir. 14 Sgr.) j 2) T Iv eodori. Guilielmi J o ha nnis J u y n b oll; comnientarii in historian» gentis Samaritanae. gr. 4.! 1ÖS S. Leyden (Luchtmanns) 1846. (2-f Thlr.) 3) Zur Geschichte der Samaritaner, von Dr. A. j Knobel; in den Denkschriften der Gesellschaft für Wissen-! schuft n. Kunst in Gießen, l. 1. S. 129—172. 8. j Gießen lMcker) 1847, (4 Thlr.) | . Nr. 1. Endlich haben wir eine vollständige Ausgabe und Bearbeitung des sogenannten Buches Josua der Samaritaner, nachdem die einzige in Europa vorhandene Handschrift, welche I. I. Scaliger aus Egypten erhielt, theils von diesem selbst noch, theils von späteren Gelehrten, besonders von Hottinger und Relaud, benutzt und deren Herausgabe oft beabsichtigt, aber eben! so oft vereitelt worden. Zuletzt war noch Hamaker! damit nmgegangen, nach dessen Tode Hr. Juynboll \ die Sache aufnahm und jetzt zur Ausführung brachte. J Er giebt den arabischen Text des Buches in seiner sehr j vulgären oder vielmehr fehlerhaften sprachlichen Form, wie er in der Handschrift enthalten ist, weil diese fehlerhafte Form dein Autor selbst angehort. Wollte ein Herausgeber sich auf Verbesserung der Fehler dieser Art eintasseu, so würde er fast das ganze Buch umschreiben müssen, und es wäre nicht mehr das Buch, welches er ediren wollte. Hr. I. hat, um dieses cyuische Sprachgewand zu schonen, selbst diejenigen Fehler, die er-für offenbare Abschreibefehler erkannte, wenigstens immer am Rande notirt. Hier und da vermißt man aber die Konsequenz. So konnte S. 5 bf im Texte bleiben, denn es ist im neueren Styl nicht ungewöhnlich für bl üH* Einiges andere der Art wird unten Vorkommen. Die diakritischen Punkte, welche in der arabischen Schrift zur Unterscheidung der Buchstaben dienen, sind in dem mit samaritanischeu Lettern geschriebenen Koder nur selten und dann nicht immer richtig von einer orientalischen Hand beigesetzt, von Scaliger mehrfach ergänzt, von dem Herausgeber aber durchgängig hinzugefügt worden. Es war dies gewiß seine Pflicht und gehörte zur Konstitnirnng und Erklärung des Textes eben so gut wie die lateinische Uebersetzung, welche möglichst wörtlich gehalten ist, und wie die kritischen, sprachlichen und sachlichen Bemerkungen des Herausgebers. Die dem Allen vorangestellte einleitende Disserlalio, ungefähr ein Drittheil des Ganzen umfassend S. 1—129, giebt in großer Ausführlichkeit zuerst die Geschichte.und die Beschreibung jenes Codex Scaligeri, welcher seit dem Tode Sealigcrs der öffentlichen Leydener Bibliothek angehört. Derselbe ist znm Theil von einer älteren, zum Theit von einer jüngeren Hand geschrieben. Jene ältere Partie besonders ist in patöographischer Hinsicht von Interesse. Hr. I. macht bei diesem Anlaß S. 16 f. auf die totale Ungeschicktheit unserer samanianischen Drncklettern aufmerksam, worunter einige geradehin fehlerhaft sind. Einen den Originalen mehr entsprechenden Zuschnitt haben die neueren Pariser Typen, welche De Saey beim Abdruck der samar. Briefe im 12. Bde. der INTolices et Extrails anwendete. Hr. I. giebt auf -einer lithographirten Tafel (zu S. 40) eine Probe des 49

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