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Der Orient · 1848-10-07 · 41 (7.10.1848) · p. Spalte 655-656

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
41 (7.10.1848)
Date
1848-10-07
Page
Spalte 655-656 (sequence 8)
Language
German
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655 656 Ankündigungen. dem Arabischen stamme. Die jüdischen Gelehrten Haben nach dem Vorgänge der Talmudisten oft Gebrauch von dem Arabischen gemacht, owohl seltener als man cs christlicher Seits in neuerer Zeit gethan hat. Die alten jüdischen Gelehrten z. B. Maimun r/ und nach ihm Profiat Duran (Efodäus)* haben oft gesagt 2) Ost aber findet sich die Bedeutung in der Sprache selbst. So z. B. wird das :r>n'jyiDE (Ies.) in der arabischen Bedeutung von Zerstechen" genommen, während man es sowohl in der biblischen Bedeutung des Wortes „aufladen" als in der talmudischen Bedeutung des Wortes „fordern" nehmen kann. In verschiedenen Sprachstämmen findet sich eine übereinstimmende Wurzel für manche Wörter, welches allerdings überraschend ist, was aber dennoch als eine Zufälligkeit zu betrachten ist. Vergleiche z. B. das lateinische iVl unu.8 (Geschenk) und daö hebräische njp. Eben so fug-io (ich gehe hinaus) und Bei Wörtern in sekundären Sprachen ist es gewiß nicht rathlich einen solchen Sprung zu machen, hier muß man zunächst auf die nächste Sprache sehen, aus welcher dieselbe entsprungen ist. Z. B. das italienische Mezzo hat allerdings Ähnlichkeit mit der hebräischen Wurzel das italienische Wort stammt aber aus dem Lateinischen.' 3) Lergl. dessen Gutachten (->NN IND) Nr. 143. H)nw »31J>. , 13 13 M'!- — .ssantjot!' nn3y ptj'i ’M"n5 .4) Bergl. dessen NL^yQ Zu Ende des 4. Abschnitts. 'nayjnc6a htit nbya qb6 «rni --— na ran nsa runisro vAanriN jdin by Tan -a^p ana" D’psyn maw O ‘Oim; *ann \wbo p „das Arabische ist nur verdorbenes Hebräisch", ein Ausspruch welchen wir mit dem unsrigen dem Sinne nach für identisch halten. Diese Gelehrten wollten mit diesem Ausspruch nur den allgemeinen Gedanken auSdrnck'en, daß die hebräische Sprache reicher war als sie jetzt ist, und daß ihr Sprachschatz als sie noch eine lebende war, viele Wörter enthielt, welche wir jetzt nur noch im Arabischen finden. Der spezielle Ausdruck derselben, daß „das Ara bische nur verdorbenenes Hebräisch sei" ist übrigens nicht so genau zu nehmen. Denn das Arabische und Hebräische . stehen in einem koordinirten Verhältnisse, und nicht etwa wie das Walachische zum Lateinischen, wo man sicher weiß, daß elfteres ans letzterem ersprungen ist, und wo man reichliche Denkmale hat, um es einzusehen. Man kann eben so wenig sagen das Holländische sei ein verdorbenes Deutsch, dem Deutschen kommt es allerdings so vor, aber es ist ja eben so alt und vielleicht älter als unser Hochdeutsch. (Fortsetzung folgt). owbm )kb wnp'i atsnatp \3dw aw a^aa a^nara Ntwj a^p iasya NOiy aayn yaan F)tf>na nh p-m 4 tsnaipri "nra runw }w annai anpab dj 'myn ])tho mb a":i n^yan nw o na^n ni by rm wantsotfi' nih nay p^b >d pw o "iaNW pw pnpnvmtja onmip i^y nayn pts^n nanpb' wn wy nayn : -usorw laa niiwSn hob anaj inrm Ankündigungen. 2n diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Arr, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen 14 Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. Sehr bedeutende Preisermäßigung. i [90] Von Unterzeichneter und durch jede Buchhandlung ist! zu beziehen: - Pleszner, Sal„ Fest-Reden oder Fest-Vorbereitungsreden für Israeliten "'auf alle Feste des Jahres. Berlin, 1841. Statt J® Thlr. für D4 Ngv. Buchhandlung von Emanuel Mar in Berlin. (91) Bei C. L. Fritzsche in Leipzig ist zu haben; Ab h audlung über die Er n h eit. Aus dem arabischen des " M o ses b en NI ai m e n , hebräisch von R. Isaak ben Natan. Zum ersten Mal herausgegeben, nebst sachlichen und sprachlichen Erläuterungen und einer deutschen Jnhaltsanzeige von M. Steinschneider. Nebst einem Sendschreiben von S. L. Rapaport. brosch. .10 Ngr. Altschnhl, vr.meck.E., Kritisches Sendschreiben über das bisherige Verfahren mit dem Sterben den bei den Israeliten, nebst Vorschlägen zur zeitgemäßen Verbesserung desselben, um die wahren und untrüglichen Kennzeichen des Todes zu ermitteln und den Scheintod bestmöglich zu verhüten, sämmtlichen Sanitätsbeamten, Rabbinern, Religionslehrern, Vorstehern und sonstigen Gebildeten der Nation zur unbefangenen Prüfung und dringenden Beherzigung vorgelegt. 8. brosch. 10 Ngr. Verlag von C. L. Fritz sch e.' Redakteur: Dr. Jul. Fürst. Druck von I. H. Nagel.

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