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Der Orient · 1848-09-23 · 39 (23.9.1848) · p. Spalte 611-612

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
39 (23.9.1848)
Date
1848-09-23
Page
Spalte 611-612 (sequence 2)
Language
German
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611 jan DM v"' iwnp, daher das Werk so auch zuweilen angeführt. Jerusalem, 1843, s. — 3) 3)D □)’ niD^n. Diskussivc Nvvella's über Bcchorot und Challa,-namentlich in Bezug auf die des Mos. Nachmani zu den Hatacha's des Alfäsi. Besonders gedruckt mit denen des Nachmani und Alfäsi: Livorno, 1794, f.; in der großen und umfänglichen Alfüfl-Ausgabe ausgenommen: Preßbiirg, 1836—40, f. Aus der „LidllvUievu luäuioa". Mographserr -er Talmndisten. i. NaM Chijja.* Von Raphael Kirchheirn, Rabbi Chijja Rabba, dev Große,* 1 2 einer der letzten Tannaiten (Bab. Mez. 5), lebte im dritten** Jahrhundert und wanderte aus Babylonien, seinem Vaterlande, nach Palästina, um in Liberias die Lehrvorträge des berühmten Nasi, R. Iehuda des Heiligen, gewöhnlich Rabbi genannt, zu hören. Bei wem er in Babylonien den Unterricht genoß', ist uns nicht bekannt; auch die Zeit in der er nach Palästina kam, läßt sich nicht bestimmen. Gewiß ist jedoch, daß er bei seiner Auswanderung mit tüchtigen rabbirnschen Kenntnissen ausgerüstet war, und zu Rabbi in keinem untergeordneten Verhältnisse eines Schülers gestanden (S. Anm. 8). Sein Vater hieß Abba bar AchaKarsli aus Ka fri (Sanh.5) und Wir haben diese Biographien, von denen wir, wenn sie der Veröffentlichung in diesen Blättern gewürdigt werden sollten, eine Reihefolge liefern werden, aus den Quellen selbstständig gesammelt, wie sich der Leser leicht überzeugen kann; es kann', uns daher nicht zum Vorwurf gemacht werden, keine Sekundärquelle citirt zu haben. * 1) So wird er tzcößtentheils im jerusalemitischen Talmud und in den Midraschim genannt, zuweilen auch Ha-Gadol (Peah 17; Teruma 13 und oft in den Rabbot und Tanchuma), im babylonischen Talmud wird er wegen seines babylonischen Vaterlandes zuweilen „der Babylonier" genannt (Sab. 62; Ketub. 5; Kerit. .5; Tanchuma Den Beinamen „der Große" hatte ebenfalls R. Oschaja, woraus sich schließen läßt, d'aß auch R. Chijja diesen Beinamen nur wegen seiner Geistesgröße, keineswegs aber wegen seiner über seine Zeitgenossen hervorragenden Körpergröße rrn nrD "[DN* ri'l (Nidda 24 b) gegeben wurde. Außerdem wird N. Chijja in Bemidbar Rabba 194c nicht unter die gigantischen Talmudisten aufgezählt. .**) Muß heißen im zweiten, wie dies aus'seinem Leben klar und unzweifelhaft ist. Red. 2) Den Tod seines Vaters erfuhr er in Palästina durch einen Babylonier, bei dem er sich nach seinem Vater erkundigt hatte (Der. Rab. 8«) Iß« NN NvN NßN N"N 'n in rbxw 7m!?"K (ON nn^ rro ,N'^>. Auf eine andere Weise wird dies in Pesachim 4 erzählt (vgl. die Tosafor). 612 Abba Areka und Rabba bar bar Chana waren seine Neffen (Pes. 4; Moed Kat. 16 b; B. Mez. 76; jer. ibid. 17)., Mit seiner Frau Je hu di t (Judit) zeugte er zwei Sohne, Iehuda^ und Chiskijja und zwei Töchter Pasi und Tav i; erstere waren Zwillinge, und. zwar soll einer im 7 der andere, im 10. Monat zur Welt gekommen sein (Iebam. 65 b; Nidda 27}v Er scheint nicht in bester Eintracht mit seiner Frau gelebt zu haben, und dennoch wird von ihin rühmend erwähnt, wie sehr er sie geehrt habe; und als ihm einst Rab hierüber seine Verwunderung ausdrückte, entgegnete er „es muß uns schön genügen, daß die Frauen unsere Kinder erziehen und uns von sinnlichen Ausschweifungen abhalten" (Jebam. 63). Veranlassung zu diesem ehelichen Zwiste war wahrscheinlich ihre Weigerung die ehelichen Pflichten, wegen der erwähnten frühzeitigen Niederkunft, zu erfüllen, und gab zum Vorwand an „sie sei als Kind schon mit einem Andern in ein eheliches Bündniß eingetreten (Kidduschin 12). Als R. Chijja diesen Vorwand entkräftete, ging sie verkleidet . zu ihm und fragte, ob die Fortpflanzung des Menschengeschlechts eine Religionspflicht der Frau fei, und als er dies verneinte, so nahm sie ein die Sterilität bewirkendes Mittel (Iebam. 65 b), worüber sich R. Chijja sehr grämte. Er gab daher emst an Rab den Abschiedssegen „Gott schütze dich vor etwas Bittererem als der Tod — vor einem bösen Weibe" (ibid. 63). R. Chijja wohnte in Liberias (Rut Rab. 31; EchaRab. 56) und scheint begütert gewesen zu sein, da er an Simon b. Chalefta ein Grundstück in Pacht gegeben hat^ (Rut Rab. 33 ö); auch hatte er mit. Rabbi's Sohn, Simon, gemein- 3) Iehuda heirathete die Tochter von R. Iannai (jerus. Bikßurim 8), der auch Chijja seine einstige Größe prophezeite btoty’ nn rn» .lvurf? HN “pny'(i«. Damai 18 b). — Chijja's Söhne haben sechs Monate lang die Zahl der am Sabbat verbotenen Arbeiten untersucht (jer. Sab. 28 b). — Einmal -haben sie ihr ganzes talmudisches Wissen vergessen (Lerach. 18 b). — Sie, wurden einst zu einem Gastmahl bei Rabbi ungeladen, als sie viel Wein getrunken hatten, sprachen sie, der Messias werde nicht eher erscheinen, als bis es keinen Nasi in Liberias und keinen Resch-Gola in Badylonien mehr gebe; Chijja suchte den darob erzürnten Nasi damit zu besänftigen, diese Aeußerung sei eine Folge ihrer Trunkenheit, wie das Sprüchwort sage: geht der Wem hinein, so kommt das Geheimniß heraus (Sanh. 38). Im Talmud werden sie erwähnt Beza 9 «t; Pesach. 106; Ioma 5d; B. Batra 75; Ab. Sara 46; Sebach. 1!6; Menach. 38b; Sanh. 37 b; Chullin 19 b; 53 b. Von Iehuda allein finden sich halachische Bestimmungen Sebachim 19, 25; Menach. 26; .Chullin 105 b und agadische Sätze in Sanh. 37. Von. Rab, der bei einer Kontroverse den Söhnen Chijja's beistimmte, wird gesagt: weil er mit ihnen verwandt sei, deshalb stimme er ihnen bei (j. Challa 3). 4) Er verpachtete ihm ein Grundstück unter Zusicherung, daß es 100 Kor trage, als sich diese Ergiebigkeit nicht so ouswies und R. Simon sich darüber bei ihm beschwerte, fragte ihn R. Chijja: wo er die Scheune angelegt habe? Jener erwiderte: auf einer Anhöhe. Da entgegnete Chijja, deshalb Studien. Biographien der Talmudisten.

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