Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1848
- Issue
- 31 (29.7.1848)
- Date
- 1848-07-29
- Page
- Spalte 481-482 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Berichte, Studien und Kritiken f ü r jüdische Geschichte und Literatur. M 31. Leipzig, den 29. Juli 1848. Inhalt. Studien. Verzeichniß der Poetanim von Prof. Sam. Dav. Luzzatto. Fünf hundert und sechszehn rel. Hymnendichter. — Literarische Miscellen. Von Nabbiner Weißein Gaya. Sechs Nummern. — Ueber Iehuda den Balsam und seine Werke. Die Abhandlung über die Partikeln. Von L. Dukes. — Biographische Skizzen. XX. Von Dr. I. A. Frankel. Chiskijja b. David di Silva. — Ankündigungen.' Verzeichniß der Postanim. Von Prof. Sam. Dav. Luzzatto. Nach einer siebenjährigen Lhätigkeit, in welcher ich ununterbrochen nach Kräften die verschiedenartigsten und seltensten Machasorim und Pijjutwerke sammelte und zusammenbrachte und auf die von Europa sowohl in ihren mannigfachsten Abweichungen und Schattirungen, als auf die von Asien und Afrika große Mühe verwmdRe, nahm ich mir zu Anfang des Jahres 1845 vor, ein Verzeichniß sä mmtlicher religiösen Lieder, die ich oder meine Freunde besaßen, anzusertkgen» Bei dieser Gelegenheit fertigte ich mir ein alfabetisches Verzeichn iß der religiösen Hymnendichter, soweit sie zu meiner Kennlniß gekommen, und bei jedem dieser Dichter merkte ich die ihm gehörenden Lieder an, mit den Nachweisen, wo sie sich finden, in welchem Ritual, in welchem seltenen Drucke, in welcher Handschrift, für welches Fest es bestimmt und sogar mir Angaben der Seiten. Es sind nun fast drei Jahre her, seitdem ich mich von Zeit zu Zeit mit dieser Arbeit befasse, ohne daß ich noch die Absicht gehegt, diese Arbeit, insofern ich noch sehr viel zu ergänzen habe, der Oeffentlichkeir zu übergeben. Allein einige deutsche Gelehrte, die meine Freunde sind, ersuchten mich, wenigstens das alfabetische Verzeichnis der religiösen Dichter in diesem Blatte mitzutheilm, weil die große Zahl, die ich ihnen in meiner Korrespondenz angegeben, sowohl neu als merkwürdig erschien. Denn während das Poetanim-Verzeichniß bei Binj. Wolf Heidenhecm (DrDH by QUtt’wsrn h' Abhandlung über das Pijjut und die Pajtamm, abgedruckt in dessen Machasor-Ausgabe in 9 Bden. zuerst: Rödelheim , 1800, 8 z nach dem Polnischen Ritus: id. 1827, 8; dann mit Glossen und Zusätzen von Hermann Joseph M.fchael'bereichert in der Machasor-Ausgabe: Hannover, 1841, 8) nur achtzig religiöse Dichter umfaßt und-das vollständigere Verzeichniß meines Freundes Leop. Dukes (LB. d. Or. 1841 Col. 570) nur bis 210 gekommen, fand ich die ansehnliche und bedeutende Zahl.von 516, deren vollständige bio- und bibliographische Beschreibung ein nicht unbedeutendes Wörterbuch ausmachen würde. Bei den weniger bekannten Poötanim habe ich, wie cs sich von selbst versteht, die Quellen angeführt, woher ich ihre Namen entlehnt, und über einige dieser citirten Quellen will ich eine kurze Notiz geben. Diese sind: i) JnOD TitnD, das Ritual nach dem Brauche in Algier, welches mein Freund Dr. Mich. Sachs handschriftlich besitzt und woraus derselbe mir die Namen der Poetanim wie auch einige Pjjjutim mitgetheilt. Abgekürzt Rit. Alg. — 2) jN^ni MIN2, Cyklus der liturgischen Lieder nach dem Ritual von Oran, abgekürzt: Rit. Or., was ich ■ selbst handschriftlich besitze, v i e r Lheile ausmachend. — 3) NllNQ, das' Ritual von Le tu an, abgekürzt Rit. Let., ist ein im Jahre 1748 geschriebenes Ritual, welches alte wie neue religiöse Lieder enthalt.und, aus Afrika kommend, von dem Verkäufer Elieser ben Salomo mir als aus Letuan bezeichnet wurde. Dieses handschriftliche Machasor-besitze ich ebenfalls. — 4) ^03 "WHD D'iy&n, das Ritual der Italiener, daher auch äW3 Nön oder genannt, abgekürzt. Rit. Jta!., ist vielfach gedruckt worden. Ich besitze übrigens 'von diesem Ritual auch verschiedene Handschriften. — 5) NNN2 3"^M3, das Ritual von Montpellier, abgekürzt Rit. Montp., was ich selbst handschriftlich besitze. Mein.Exemplar ist dem ganz ähnlich, das der fei. Hei man Joseph M ichael in Hamburg in seiner Bibliothek verwahrt (auf Pergament vom Jahre 1446 in 4.), wo nach dem Zeugniß des Dr. Iunz auf dem Litel ausdrücklich Montpellier bezeichnet 31