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Der Orient · 1848-05-13 · 20 (13.5.1848) · p. Spalte 305-306

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
20 (13.5.1848)
Date
1848-05-13
Page
Spalte 305-306 (sequence 1)
Language
German
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MeratttrbtKlL des Orients. Berichte, Studien und Kritiken f ü r jüdische Geschichte u»d Kteratur. JW 30. Leipzig, dm 13. Mai 1848. Inhalt. Kritiken. Kurze Anzeigen. Katalog der hebr. Handschriften auf der k. k. Bibliothek zu Wien. Angezeigt von L. Dukes. — Löwy's Leschon Chachamin. Angez. von L. Dukes. — Studien. Ueber die Volksbibel des Rabb. Sachs. Von D. Theumann. (Fortsetzung.) — Materialien zur Beurtheilung der Septuaginta. Von Dr. Hildesheimer. (Forts.) — Ankündigungen. Kurze Anzeiger». 13) Die handschriftlichen hebräischen Werke der k. k. Hofbibliothek zu Wien beschrieben von Albert Kraft, Skriptor der k. t. Bibliothek rc. und Simon Deutsch. Wien, 1847, 4. 190 S. VIII. Aus der k. k. Höf- und Staatsbuchdruckerei. Nebst einem Register der Werke, der in dem Kataloge vorkommenden Verfasser, und der in demselben genannten Kopisten, und einer lithographieren Tafel Angezeigt von Leopold Dukes» Daß die Bibliographie, obwohl sie gerade nicht als Wissenschaft zu betrachten ist, ihren unbestrittenen Werth hat, wird wohl Niemand bezweifeln. Sie ist zwar nur die Handlangerin der Wissenschaft, aber beide sind zu eng mit einander verbunden, als daß dieselben getrennt werden können. Alle Literatoren müssen Bibliographen sein, wenn auch nicht alle Bibliographen Literatoren zlt sein brauchen. Da es nicht möglich ist, alles selbst zu sehen und zu lesen, so haben die Bibliographen und LiteraLoren die Arbeit unter sich getheilt. Erstere sehen alles, letztere lesen alles. Die wahre Bibliographie ist ohne Litcraturkenntniß selbst nicht zu denken. Giebt der geübte äußere Blick des Bibliographen Kunde von den äußern Merkmalen der Bücher, so giebt der geübte innere Blick sachverstängcre Literaten Kunde über den umern Werth eines Buchs, er giebt .ein Urtheil ab über seine Stellung zur gcsammten Literatur. Die neuere Zeit hat auch durch das erhöhete Interesse au der jüdischen Literatur des Mittelalters, der Bibliographie ihre Aufmerksamkeit zugewandt, und man erfuhr nach und nach sowohl über ganze Bibliotheken als über einzelne Werke ^gar Manches, was für die Literaturgeschichte höchst förderlich ist. Man hat von allen Seiten her, das Buch O'iW'nm,- welches bis jetzt das einzige bibliographische Werk ist, zu ergänzen gesucht, und wo möglich auch näher auf den Inhalt und den Werth der Werke einzugehen. Die Leipzig erBibliothek hat durch die Bemühungen von Dr. Prof. Del i tz sch , dem Verfasser des Kataloges der dortigen hebräischen Handschriften, den jüdischen Literaturfreunden ein sehr werthvolles Geschenk gemacht, die Addidamente dazu von Dr. Zunz erhöhen den Werth dieses Kataloges. Dieser Katalog kann für künftige Bearbeiter von Katalogen als Muster dienen. Diesem Kataloge schließt sich der der k. k. Bibliothek in Wien an, worauf wir eben die Aufmerksamkeit des Lesers lenken wollen. Diese Bibliothek, welche auch eine schöne Anzahl gedruckter Werke enthält in den schönsten alten Ausgaben , welche wir selbst oft benutzten, hat den Freunden der hebräischen Literatur ebenfalls einen sehr großen Dienst erwiesen. Und wenn Herr Deutsch, den die Leser des Orients bereits durch einige Mittheilungen, die derselbe in diesen Blättern machte, vortheilhaft kennen, der Verfasser des hebräischen Katalogs ans das vollste Lob sich die gerechtesten Ansprüche erworben hat, j so muß man nicht anders Lob der kaiserlichen Vorgesetzten Behörde zollen, für den Glanz womit dieselben das Aeußere dieses Katalogs auSstattcn ließ, ein Glanz, den nur die englische und französische Presse entfaltete, woran sich in neuerer Zeit die belgische Presse angeschlosscn Hai, wie dies das neueste Werk des Hrn. Dr. C a v m o lX) beweist , welches wir nächstens besprechen werdet!. Diese schöne Ausstattung, welche sowohl der 20

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