Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 9 (1848)
- Issue
- Heft 17 (22.4.1848)
- Date
- 1848-04-22
- Page
- Seite 136 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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136 würden sie wieder - fin.r f i'cf; allem leben und streben müssen. Bittend, nicht fordernd, stehen sie. -vor Euch, daß Ihr sie in Eure. Mitte nehmt; die Landeskinder flehen um. Ausnahme,, damit sie zur Landeswohlfahrt mit allen Kräften. und Säften beitragen kennen. : Bürger, stoßt die- Juden nicht juritcO, :; - ■ ■« , . Abra ha.m. . . Wrcn )-im;3(^vU.; (A m G r ab e d e:r G e sa tl e n e n. V on I., N. 9)1 a n n h e i m e r). A.ls Diener des göttlichen/ Wortes, trete/ ich , hi in an dieses Grab, um das- Gebet zu sprechen.- für. das Seeilenheil unserer dahin-, geschiedenen/Brüder, die gefallen sind im Kampfe für ihr Vaterland..! Gott, mein Gott, du bist eö, der Geist und Herz prüfet.und /erforschet. Wenn der gerecht ist, der indem Glauben. an. dein unwandelbares Recht auf Erden, ans innerem/ Herzens triebe und Drange, mit Leib und Seele einsteht, für das , was des...Menschen: Köstlichstes auf Erden ist, für Wahrheit, Freiheit, Recht und Würde; wenn der gerecht ist, der den Geist und die Kraft-, die von dir uns sind-gegeben, will geschirmt wissen in Macht und. Geltung so sind die, für die ich in. dieser.Stunde bete; so sind?-sie. Alle, die mit lhnenin. einem Grab ruhengestorben den „Tod des Gerechlen." Sie. haben ihren Lohn dahin; dennes ist. das höchste Gut-, um das wir zu beten haben, — lebenin Treu' und Glauben.,— sterben den Tod des. Gerechten. . Sie haben-ihrem Vaterlande mit ihrem Blute und Leben einen Sieg errungen , den die Weltgeschichte in ihren Jahrbüchern, verewigt. Und Gott,/ du weißt es, wäre die Sache , für die sie gekämpft und geblutet, in dieser Stunde nicht. die. .siegelnde., wäresie: die .unterliegende gewesen, nnd/ich stunde, da an ihrem Grabe, ich hätte ein Gleiches.' gesprochen, Herr! vordir eirnGleiches im. .Augesichte der Bien scheu. So bete/ich für sie/ und. ^ihre/christlichen Brüder , dennsie sind uns Allen, und sind/.meinem Herzen Einer wie der Andere werth und ' t Heuer z; es sind Menschenfeelen, geschaffen in: deinem Ebenbilde und Gleichnisse, die deinen Namen gcheiliget ans. Erden; so. bete ich für sie mit aller Kraft meiner Seele, nur eine lichte Himmelöstätte in deinem Gottesrciche: „Möge Euer Verdienst vor Euch hergehen.., die Herrlichkeit Gottes Euch empfangen!" DaS sei .der/Segen GotteS, den ich spreche über Euch! Ihr habt geheiligt den Namen Eures. Gottes! Ihr habt den einst so glorreichen Namen Israel für Euer« Theil gerettet von deul, was.ihm die Welt Schmähliches hat angehängt. Ihr habt Euch bezeugt und bewähret als Sprößlinge ans dem heldenmüthigen Stammeans dem Ehud und Simson, Gideon, Jephtha, Dadrd und Jonathan, und die ritterlichen, .glorreichen.-Makkabäer entsprungen und Verlag von E. L. Fritz sch e. entsprossen sind. Gehet /hin irr Frieden! Geht .ein zur ewigen .Ruhe! Möge Euer Name, vor Gott angcschr.ieben stehen/, „zum ewigen Gedächtnisse unter Denen, die ahn ehren , und feinen Namen heiligen ", wie: er: in itnfcriir Herzen ausgeschrieben steht. Möge Gott Eure Seelen empfangen? in stiner göttlichen Huld und Milde, wie wir sie ihm - anvertranen- und übergeben, in dessen Hand der Geist ist alles. Fleisches, und. die Seele alles Lebens — geheiligt sei sein Name!' . Ünd noch: ein Gebet zu dir, Vater im Himmel, bevor dieses Grab sich - schließt!. /Der: Eine. war. seines Vaters einzig.-KsnD^,/ fein, letztes , seines.' Herzens/Trost und Frend-e... - Sende/ ihm den Trost aus deinen: H.immelveiche, daß an dem:Tage,/der./mitallen seinen: Schrecken und Grauen: als ein Ehrentagitiit1- : ■5Tat£V«iitac}x in unferm Herzen angcschrieben steht/ keine/,blutige Er.innernng hafte und uns Allen den- Trost, daß: aus diesen Gräbern einneues Leben sprießet. Auien! / . ES: sei mir noch ein. Word, vergönnüall rgeine christlichen Brüder! Ihr habt gewollt,, daßdie todten. Juden da mit Euch ruhen in Eurer,/ ineiner/ Erde. . Sie haben gekämpft .für Euch ,: geblutet/ für Euch!■: Sie ruhen in Eurer Erde! Vergönnet nun .aber: auch-denen , die den gleichen- Kamps gekämpft und. den; schwereren, daß sie mit Euch leben auf einer:.Erde/, frei und unverkümmevt wie Ihr. Ich habe mir selbst angelobet, daß ich fortan keine Bitte, keine Klage mehr erhebe um: meines Stammes Recht: Aber ich bin es. mir und il;ncu schuldig, daß ich das Wort, das sichmir auf die Lippen drängt-, nicht verschließe in meinem Herzen. Ich rede nicht für mich/. /Mein Lebcusw>g istabgeschl.ossen, geht abwärts, und. seinem. Ende-zu.. Aber die-mit/Euch: gerungenum das-Licht der, Wissenschaft, und/ ihre Befähigung bewährt, die. mit Euchgekäinpst denblutigen- Kampf, und ihren, Freimuth: und ihre/Seelenstärke erprobt, diewerden-. morgenwenn sic den.Lohn:ansprechen>- sür ihren Fleiß nicht den Lohn und Ehrensold, nein. das/Gebiet , und wäre es noch so; beschränkt, noch so klein und eng, das Gebiet, daran und darauf sie ihre Tüchtigkeit beweisen könnten, ab und zurückgewiesen werden, und auf das Leben Hingewiesen, das nnn seit so vielen Jahren und Jahrhunderten unser trauriges aber unverschuldetes Geschick aus Erden ist. Ihr seid die freien Männer. Gott weiß es, keiner unter Euch Allen fühlt es inniger und wärmer, wie viel die..Errungenschaft, der Hingeschiedenen Tage galt. Nehmet auch uns auf als freie Männer, und Gottes Segen über Euch!-Ich segne Euch Alle, die Tausende nah-und. fern-im Namen- Gottes-des Allmächtigen! Amen! Druck von I. H. Nagel.