Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1848
- Issue
- 14 (1.4.1848)
- Date
- 1848-04-01
- Page
- Spalte 209-210 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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des Orients. Berichte, Studien und Kritiken : f ü r jüdische Geschichte und Literatur. M 14. Leipzig, dm 1. April 1848. Inhalt. Studien. Erklärungen von Rabbenuu Chananel aus seinen Schrift-Kommentarien. Mitgetheilt von L. Dukes. — Kritiken. Kurze Anzeigen. Löv^s Religionsprincipien. — Literarische Miscellen. Von Levana. — Ueber Parabeln und Sentenzen im Talmud. Mit Bezug auf die Parabelw und Sentenzen im neuen Testamente. Von Zipfer. — Ankündigungen. lieber einige Erklärungen von Bibelstellen des Rabbenu Chananel, die in dem Kommentar des Menachem Ben Schim'on citirt werden. Gesammelt und erläutert von Leopold Dukes. Wir haben bereits in den Proben ans den Kommentarien des M ena ch e m b e n S ch i m'o n (vcrgl. LB. des Orients 1847, Nr. 33) auf diese Citate aus dem Kommentar des R. Chananel aufmerksam gemacht, und obwohl diese Erklärungen nicht geeignet sind ein besonderes Licht auf die Schrift desselben zu werfen, wie Hr. Dr. Fürst erwartet, so verdienen dieselben doch bekannt zu werden; sie geben immerhin einen schönen Beitrag zur Geschichte der Exegese und wir stehen nicht an, den größten Theil dieser Citate hier mitzutheiten. Ueber Rabbenn Chananel ist Rapaports schätzbare Arbeit in B i k k u r e h a - I t t i m 1830 zu vergleichen. Unser Schriftsteller citirt diese Stellen und dann diskutirt er darüber, erklärt sie , oder sagt seine eigene Meinung nachher darüber. dw rvD .nffn ('j h) mice/y. *.dhi)üd Dnar nnyn m 13DD *0 n'S nONVi'l /d) jmütfin niD& nmm sbiw nb j'nnwb tnp -nrp'briN; /r.ODn 1) Das Wort welches nur einmal in der Bibel vorkommt, bedeutet im Talmud mit einem Spitznamen (vSon^D idin nV (n"* /a) noo nntiyni ]who rton hnt rprr injn *)nw tap^ nviiijy : 2nQjj; biiquet) belegen, und ist dann mit dem Worte verbunden, z. B. nDnV DBrmDD.n (Ta'anitlOa), in^D nanV Dty (Megilla 27 b). Davon ist dann das Hauptwort gebildet, und bedeutet Beinamen überhaupt, z. B. jnN3 DTUlD l’UD b) DttfH (Baba Batra 14 s) „der Name Gottes und alle Nebennamen lagen ln der Bundeslade". Eben so onij 3 (Nedarim i, 1) „Die Nebenauedrücke der Gelübde". Es ist dies dem Sinne nach mit dem arabischen Kunje verwandt, vcrgl. darüber: Zeitschrift für Kunde des Morgenlandes. Heft 1. S. 297 f. f. In diesem Sinne nimmt diesen Ausdruck unser Autor hier, und es kommt auch bei den andern Grammatikern so vor. Bergt, auch Buxtorl Lexikon Art. Die jüdischen Grammatiker haben auch für „Pronomen" gebraucht. Gelegentlich sei auch die Betrachtung etncr hicrhergehörigen Talmudstelle erlaubt, welche für die Geschichte der hebräischen Sprache nicht unwichtig ist, und unseres Wissens noch nicht in Erwägung gezogen ist. Das Wort bei den Gelübden (Dvaj wird von den Talmudisten verschieden erklärt. Wir lesen in Bezug darauf (Nedarim 3 a, 10 a) folgende Worte. '-I DH D”)J ptfi'1? -TON PM' — ü tm nvnb o’ösn cnV rna/ ptt6 Vpp p ,,R. Iochanan sagte: ist Sprache der Völker; R. Sim'on, der Sohn des Lakkisch sagte, es sind Ausdrücke, welche die Weisen selbst gemacht haben, um dieselben bei den Gelübden zu brauchen^. Der Unterschied zwischen diesen beiden Erklärungen ist kein wesentlicher sondern besteht nur darin, daß beide den Ursprung dieser Ausdrücke, die dort angeführt sind, anders erklärten. Nach dem erstgenannten verdanken diese Ausdrücke ihren Ursprung dem Volke selbst, und sind andern Sprachen nachgeahmt. Nach dem zweiten rühr.cn diese Ausdrücke von den jüdischen Gelehrten selbst her. 14