Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1848
- Issue
- 8 (19.2.1848)
- Date
- 1848-02-19
- Page
- Spalte 125-126 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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125 Studien. Literarische Mideellen. 126 trauerte darüber mehr wie über den Verlust seiner ganzen Habseligkeit, denn es ist durchaus nirgends-ein gutes Exemplar davon vorhanden. - ' Auch Sch., wie sein Zeitgenosse der Gaon, war ein großer Gegner der Chasidim . m/yj genannt. R. Salm an Lädier. R. Salman Lädier, Rabbi der obengenannten Sektirer, Verfasser des Buches n'351, war der Einzige der sich dem Gaon entgegenstellen konnte, denn er war ein Heller, geistreicher Kopf, und war als Philosoph, Mathematiker und Architekt sehr geschätzt. Schriften hinterlies er recht viele. * Jesaja Zi ttele.s., R. Jesaja Zitters, war niemals Rabbiner, obschon er die Kenntnisse dazu besaß. Er ist Verfasser von ny3£/ moy über p"ßo. . Sein Reichthum und seine Intelligenz, seine mathematischen und Ingenieurkenntnisse wußte auch die Kaiserin Katharina zu schätzen, und bediente sich seiner als treuen und weisen.Rathgeber. Im russischen Kriege gegen die Türken leitete I. die Belagerung von Oczakow. R. Elijja Pintscho w» R. Elijja, Rabbiner zu Pintschow, Verfasser von riDESTO rDSxb), Berlin, 1765, über die ^Rechnenkunst. DaS Werk ist nur eine Kollektion aus verschiedenen Werken, worunter auch R. Elijja Misrachi's Buch über diesen Gegenstand. .Der erste Theil handelt über Arithmetik und Algebra; der zweite über Geometrie. Außerdem hat er noch mb min und mb HJyD, über talmudistische Gegenstände, geschrieben. (Fortsetzung folgt.) Literarische Miseellem Elijja Wilna. Im LB. des Or. 1843 Nr. 1 stellt Hr. Dr. Fränkel die vierte Frage auf: ob Elija Wilna 1732 geboren und 65 Jahre alt geworden sei? — Es scheint, daß Hr. Fränkel den Kommentar El. Wilna's über Orach Chajjim nicht besitzt, denn daselbst in der Vorrede wird von dessen beiden Söhnen Abraham und Jehuda Löw, unter andern Beschreibungen seiner Lebensweise berichtet, daß ihr Vater am ersten Tage des Pesachs 1722 geboren wurde. Demnach hat E. W. nicht 65 sondern 75 Jahre gelebt. Mt dieser Angabe sind auch folgende Worte (bty'y-pyb 3npi bl iDEtf bttn), in der Vorrede zum Werke das auch Hr. Fränkel erwähnt, identisch. — * » Vorlesungen aus den Propheten. Im LB. des Ov. 1846. Nr. 33. S. 518 macht Hr. I. Bon di in der Anmerkung auf eine bemcrkenswerthe Erscheinung aufmerksam, die er nirgends berühre gefunden zu haben vorgibt, daß nämlich Maimuni (Iad.Ha-Chasaka Abschn. Gebete, Kap. 12. Hat. 1) den Mose als Begründer der Vorlesungen aufführt, ungeachtet dies nur im jerusalemitischen, nicht aber im babylonischen Talmud, dem er hierin nachfolgt, erwähnt wird. — Allein dies hat schon Kesef Mischne z. St. berührt, denn er sagt: .upnvCiT03W DW33 VlDy nDNW HD 'Dbl dw:u bi, N^jn Sn ain&y , n"yi!3 , imn im , inDDDm 131 W]) Nb IW, .WH. N^3 1N3W '3) 'Dbra iw ,, juyn pn^ 'ini ib 3N1 mm? 'mp 'vw bub jpn nra bv N-»pn 'd ftb niH3^3. Ueberhaupt kann der babylonische mit dem jerusalemischen Talmud hierin allerdings einerlei Meinung sein, und nicht wie Hr. Bondi angibt, nur daß hier von zweierlei Begründungen die Rede ist, so spricht Ersterer von der Begründung der eigentlichen Vorlesungen, Letzterer aber, von der Begründung der vorzulesendcn Verse- und Personen- Zahl DW'npn (ftetje Baba Kamma 82 Ä, Magen Abraham, Anfang 135 und Pri Megadim daselbst.) — Das Resultat nach Übereinstimmung beider Talmude ist demnach folgendes: 1) Daß Moses sowohl der Begründer der eigentlichen Morgenvorlesungen am,Sabbat-, Fest-, Neumondstagen rc., als auch der dabei üblichen Zahl Dwnpn pJ?3. 2) Daß Esra wieder, sowohl der Begründer der eigentlichen Vorlesung am Sabbat zur Vesperzeit, als auch dev dabei üblichen Zahl war, und 3) daß die eigentliche Vorlesung an Montag und Donnerstag wohl schon von Mole, die dabei übliche Zahl hingegen erst nachher von Esra begründet wurde. — Eiwanowitz, 2. ,Febr. 1848. ' /E. Karpeles, Rabbiner. Berichtigungen. S. 67 Z. 1 steht Bveqovitag für svsQysrag. S. 70 ist die Anmerkung 2 nicht zu Z. 3/ sondern zu Z. 6, nämlich zu „ de Synlipa et Cyro filio narratio“ zu lesen, da dieser Roman dem „Mischte Sendebar" gleichkommt, nicht aber die von Mathaei herausgegebenen Syntipas'schen Fabeln. S. 71 Z. 3 lies Xoycov für loyov. S. 72 Z. 28 u. 29 lies V or setzung des, für: Versetzung den. .... S. 73, Anm. 4 l. f. ^Q.^, ebenso süv u. ^O- ^1) für V? jLwoj ^oocni. Nun noch eine Anmerkung zu dem ersten Artikel meines Aufsatzes: Wie die Thierwelt, so eignet sich auch die Pflanzenwelt, mehr als die der vernünftigen Wesen, zur Trägerin der Fabel, weil wir auch mit manchen Bäumen und