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Der Orient · 1848-02-05 · 6 (5.2.1848) · p. Spalte 81-82

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
6 (5.2.1848)
Date
1848-02-05
Page
Spalte 81-82 (sequence 1)
Language
German
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Meraturblatt des Orients. Berichte, Studien und Kritiken f ü r jüdische Geschichte und Literatur. M G. Leipzig, den 5. Februar 1848. Inhalt. Literatur-Berichte. Leipzig. Neue Erscheinungen Einhorn und W ei mann. — Studien. Die aramäischen Fabeln der Geonim. Von Dr. Landsberger. (Schluß.) Proben nebst Erläuterungen. — Kri Liken. Kurze Anzeigen. Friedenthal. Salvador und Sichler v. I. M Jost. — Ankündigungen. ' Literatur - Berichte. Leipzig, 24. Jan. Von neuen Erscheinungen finde ich anzumerken: t) Jsrael's vier Vergehen. Predigt, gehalten .am Versöhnungstage 5608 (20. Septbr. 1847) im Kultus- Tempel der Ofener israel. Jugend. Von I. Einhorn, Rabbinatskandidaten. Herausgegeben vom Kultusverein daselbst. Ofen, 1847, 8. Der Verfasser, unseren Lesern durch das Haupt- und Literaturblatt bekannt, hat zum Text den Tod Nadab und Abihu's (Lev. 10, 1—3) gewählt und zwar nach Midrasch Nabba zu Lev. Kap. 20, wo der Grund ihres Todes in 4 Vergehen gesucht wird, nämlich a) rD'HpH d. h. 5DnJty •, i>) m-ipnn *>• hn’w p-ip n^prisy naaJ c) mi wa v nio nt nyy ttbL', und diesen exegetischen Midrasch, der in der That reichen Stoff für die praktische Anwendung der Homiletik abgkebt, hat Hr E. ausgezeichnet aus die gegenwärtigen Zeitvcrhältnisse angewandt. Aber dabei ist die Sprache sehr zu tadeln. Ohne daß es dem Redner an Gedankentiefe, an Beredtsamkeit fehlt, scheint er dabei die Marotte gebabt zu haben, sich das deutsche, etwa nach Kalir'scher Manier im Hebräischen, selbst eigenmächtig zu machen, wodurch er gegen den Geist unserer Murterspra"- che zu oft verstoßen. -So z. B. hat er die mit Präposition zusammengesetzten Zeitwörter, deren Präposition in dir Flexion des Zeitwortes getrennt wird, aus eigener Machtvollkommenheit unabgetrcnnr gelassen. Er sagt: darbrachten ft. brachten ... . dar (S. 5), darbiethct ft. bietet .... dar 6), einsieht jeder Vernünftige ft. sieht jeder V. ein (S. 7), sie eindrangen in das Allerheiligste st. sie drangen in das A. ein (ib) und so geht es. durch die ganze Predigt. Dann ist auch die Orthographie überall zu tadeln; cs heißt nicht „rühmlich" sondern „nämlich", nicht „Geboth" sondern „Gebot", nicht „Rabiner" sondern „Rabbiner", nicht „Aron" sondern „Ahron", nicht „biethen" sondern „bieten" u. s. w. wenn auch diese H-Verschwendung in Oesterreich üblich. — 2) Antritts-Predigt des Distrikts-Rabbiners Elkan Weimann in Welbhausen. Gehalten in der Synagoge daselbst bei dessen feierlicher Installation am 23. September 1847 13. Tischri 5608. Ansbach, 1848, 8. Der junge Redner, den Lesern des Literaturblattes durch die archäologische Abhandlung „über den Traum" bekannt, hat den passenden Text: die Lippen des Priesters sollen wahren die Kenntniß, Lehren soll man aus seinem Munde suchen, denn er ist Bote Gottes (Mal. 2, 7), aus welchem er 1. die zwei Pflichten eines Rabbi, nämlich a) die Religion und das Gesetz zu lehren und h) als. Bote Gottes Frieden zu stiften und zu erhalten in der .Gemeinde,'ll. die Pflichten der Gemeinde, nämlich a) die Lehren und Belehrungen anzunehmen, d) dem Friedensboten zu vertrauen, herleitete. Diese vier Punkte sind mit jugendlicher Begeisterung und in edler Sprache durchgeführt und es wäre Hrn. W. zu wünschen, daß er für diese Pflichten einen empfänglichen Boden fände. — Die aramäischen Fabeln der Geonim. Von Dr. Landsberger. (Schluß.) .NntP.mD .n NJ’Dity fmtfN) «Nj'pn Nrwrf? nby (‘Nimro nvi :5’di ntn hn-md npi .wia6 (4-di m Cjb-o 1 .ttüV'p n’mDJT (flnDiy Nnn p 6

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