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Der Orient · 1848-01-22 · Heft 4 (22.1.1848) · p. Seite 25

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Journal
Der Orient
Volume
9 (1848)
Issue
Heft 4 (22.1.1848)
Date
1848-01-22
Page
Seite 25 (sequence 1)
Language
German
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M> Berichts Studien und Kritiken Kennter Das Abonnement auf ein Jahr ist 5 Lhlr. Man abonnkrt bei allen löbl. Postämtern mib allen solid. Buchhandlungen aus ein Jahr. für jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von. ’ Dr. Julius Fürst. Jahrgang. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. M 4. Leipzig, den %%. Januar 1848. Inhalt. Deutschland. Hamburg. Bernay's Haltung in der Beschneidungsfrage. Schlesien. Die Civilehe. Von der Küddow. Uebelstande. Die Geburtslisten. Berlin. Die Michael'scbe Bibliothek. Jastrow. Schritt gegen die TCmmU düngen. Qppeln. Ein zeitgemäßer Rabbiner. Breslau. Wahlen. Geiger's Vortrage. Frankfurt a. M. Eine Trauung. Jastrow. Das Rabbinat in M-Friedland. Ein Staatsamt. Berlin. Neben stein's Entwurf für die NG. — Oesterreich. Austerlitz.'.Rabbinerwesen. Der mährische Pabst.' Wien. Predigtwesen. Mannheimer. Prag. Wanderung durch Prag. — Großbritannien. London. Die Bill. London. Die Eid-Formel. —- LB. d. Or. Deutschland. Hamburg, im Dcebr. 1847. Die konservative Partei ist jetzt mit Bernays höchst unzufrieden, weit er in der jüngsten Beschncidnngsfrage sich nnthätig verhalten, indem der Vater des Kindes für eine vernünftige und gcmüthlichcn Ermahnungen zugängliche Person bekannt ist. Man ist daher der allgemeinen Ansicht, daß es nur eines gütlichen Einschreitens von Seiten dieses Geistlichen bedurfte, um dm Chlllnl Ha-Schem in ein Kiddusch ha-Sch cm zu verwandeln, und es ist eigenthümtich, lvie bei dm eigenen Anhängern Bernays die Illusion immer mehr schwindet. Freilich hat oft schon die Unthätigkcit B.'s genützt, oder vielmehr in der strengen Scheidung zwischen Berwaltungs- und Kuttussachen hat er unsere große Genleinde von mancher Zerrüttung ^bewahrt, aber unmöglich kann dieses Nichlthurr zumPrinzipe erhoben werden und B. auch überdies Geistlicher im kirchlichen Sinne ist. Das wußten von Anfang an alle Gebildeten, die nicht vom blindeil Zelotismus besangen waren, daß von Seiten der Verwaltung, von Seiten des weltlichen Vorstandes die Beschneidnng rechtlich nicht gefordert werden konnte, und selbst wenn der Senat in pielistischem Geiste die Beschneidnng verlangt, so würde cs deshalb nicht anfgehört haben, ein Unrecht zu sein-) allein das ist auch gewiß, daß es des Geistlichen Amt ist, zu ermahnen und zu belehren, für Erhaltung des Glaubens mit seinen Requisiten sich warm zu interessiren. Hr. Bernayö ist aber leider nur geistlicher Beamte. Schlesien, 2. Jan. Die Einführung der sogenannten Civitehe bei dm Inden des Preußischen Staates, stellt sich immer mehr als ein Pandora-Geschenk heraus, und es konnte fast nicht anders sein, da fle nicht wie in Frankreich, aus einer freiem Ansicht über die Ehe, sondern aus einer größern Mißachtung des Jndenthums hervorgegangen. Die Masse klagt jetzt freilich blos über die physischen Nebel, welche diese Anordnung mit sich führt, die Gcsinnungsvollen jedoch betvaucin mehr das Prinzip, ans dem diese Freiheitsgabe .hcrvorgegangcn; es schmerzt sie, daß der Staat in der jüdischen Ehe gerade einen weltlichen Handel steht. Diese Demütbigung des Judenthums verdanken wir jenen reformistischen, exeentnschen Schreiern, die in Broschüren und Tagesblättern nicht aufhörtm , diese französische Institution zu predigen. Auch der Ziouswächter mag seinen Theil dazu beigetragm haben. In den Versammlungen und Concitien der principlosm Rabbiner und Reformer wurden Sabbat-, Speise- und Ehegesetze anseinandergefetzt, das heißt sie wurden ans dm klügeln gehoben, die Offenbarung wurde vertreten, das heißt all desstll Stelle trat etwas Anderes, und diese Männer preisen alltäglich ihr Verdierrst, sagend, nur sie wärm die Träger des Friedens! 'nwy'Q ü'Vfi'J DrU'DD “0&y. Denn war nicht Simri der Ahnherr der gemischteil Ehen? Uebrigcns scheint Simri ein verhäng- 4

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