Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1848
- Issue
- 3 (15.1.1848)
- Date
- 1848-01-15
- Page
- Spalte 45-46 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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46 Studien. Mendelssohn's und Weffely's Zeit. 45 neten sich auch willig dem Schulhcrupte/So ra's unter, seine wohlthatige Wirksamkeit achtend, .wie sie auch sonst bei den Herrschern angesehen waren. Asche starb nach einem langen wohlthätigen Wirken im 75. Jahre seines Lebens, im 52. seines Amtes, um 426 n. Ehr., als Einer der zuerst die Redaktion des bab. Talmuds versucht.001 . - (Fortsetzung folgt.) Mendelssohn's und Wessely's Zeit, mit Hinblick auf die Gegenwart. Won Mos. Meudelson i n Hamb u r g. (Fortsetzung.) Sein reiner tiefschauender Blick hielt ihn auch davon ab, sich dem damals im-.Schwünge gewesenen Chillukschwindel anzuschließen. Bibel, Talmud und Kabbala, alles suchte er auf logischem Wege zu erforschen, und war ein abgesagter Feind aller Tändeleien und schiefer falscherAuslegungen, womit man damals das Ällerheiligste entweihete. Und so ganz er sich m seinen Schriften als Orthodoxer gerirt, sprach er sich doch ohne Scheu und Rückhalt über die hochgehaltensten Gegenstände mit einer solchen Freimuth aus, die seinen beschränkten Zeitgenossen in Verlegenheit brachte. Selbst den Sohar griff er heftig an, erklärte viele Stellen darin als untergeschoben, und was Könitz in seiner Antikritik dagegen sagt, das ist von keinem großen Gehalt. K. trägt seine Belesenheit zur Schau, ihm fehlt aber der Scharfblick seines Gegners, den er sehr oft nicht begriff. Seine neugeschaffene schneidende Ausdrucksweise, so unrein und gemischt, und so-wenig sie daher in sprachlicher Hinsicht zu loben ist, bleibt doch immer ein Meisterwerk' der Kritik-Sprache. E. hatte keine Schulkenntnisse in profanen Wiffenschaften, und konnte sw zu s. Z. nicht haben, aber einen großen unüberwindlichen Hang zu Allem was Wissen heißt, und er hat vieles, sehr vieles gelesen, wähnte sich aber höchst gelehrt, was er durchaus nicht war. Und hier berühren wir seine Schattenseite. Eigendünkel, Ruhm- und Herrschsucht, die Quellen seines Eifers, verdunkeln ft ine hohe bewunderungswerthen Eigenschaften. Wenn auch sein Wüthen gegen die Sabbatäer gerecht und fruchtbringend war, so hat ihn seine gekränkte Eigenliebe doch zu weit geführt. Man lese nur jetzt mit ruhigem Blick seine 69t) Scherira 1. c. Ueber die Dauer seines Rektorats spricht sich Scherira. nicht aus; er sagt blos m pitf prvtfi^ nnp, was 52 sein kann. Da er aber seinen Antritt um 686 s. Ae. und sein Todesjahr um 738 angiebt, so ist damit die Dauer gegeben. Eben so bestimmt das Seder Tannaim (Kerem Chemed IV. 167) das Todesjahr Asche's, nur die Vitry'sche Recension desselben hat, He für Eher setzend, rb"m; Derselben Bestimmung folgt auch I.. Eschbili (RITBA.) zu 'Aboda Sara c. t. - feuersprühende Anklage gegen Eybenschütz, und man wird finden, daß der Beklagte unschuldig sein kann. Sein blinder 'Eifer entsprang aus Neid. Unabhängigkeit seiner Stellung, (seine Familie in England, von der er durchaus keine Geschenke nehmen wollte, hatte ihn zu ihrem Kommissionär gemacht, und auf diese Weift für seinen Unterhalt gesorgt), seine Feder, die Alles vor ihm zittern.machte, und endlich der verdiente Weihrauch, der ihm von allen Seiten gebracht wurde, regten ihn noch mehr auf zur Verdammung eines Jeden, von dem er sich beleidigt wähnte, und ließen ihn in den Wahn, daß seine Feinde auch Feinde Gottes wären. So erzählte er ganz naiv, wie viele seiner Gegner ein schmähliches Ende genommen hätten. Wie sehr sich alles vor ihm schmiegte, das sehen wir bei Mendelssohn. Diesem schickte E. seine Schriften zu. Schüchtern und wie ein. Schüler vor seinem Lehrer bedankte sich M., erlaubte sich auch in den demüthigsten Ausdrücken eine halachische Bemerkung über eine Stelle in seiner Schrift, die E. mit kurzen Worten zurückwies. Wo aber seine Eifersucht nicht ins Spiel kam, da war er gerecht und wahr. Der bekannte Israel Samoso (ruü machte eine halachische Anfrage bei ihm, als derselbe bereits im Geruch der Ketzerei stand, und daher viele Feinde hatte. Damit entschuldigte er sich auch bei E., daß er nicht früher um Belehrung bei ihm angefragt habe, weil er geglaubt, daß auch er ihn schon längst verdammt habe. Aber in sanftem väterlichem Ton erwiederte ihm E., daß das gar nicht der Fall sei: und wenn er wirklich einst auf Abwege gerathen, so freue er sich, daß er jetzt davon zurückgekehrt sei, u. s. w. Trotz seines Eifers, hat E. doch viel für seine Zeit gewirkt. Er wußte den sophistischen Gang der Lehrer, wenn auch nicht zu vertilgen, doch in seine Gränzen zurückzuweisen, und erschien als ein hellglänzender Stern an Juda's Himmel, wie uns jetzt ein solcher noth thäte, um die falschen Propheten zu geißeln. 3) Elijja Wilna, genannt der fromme Gaon (p^on Tonn), ist in Hinsicht seiner großen Frömmigkeit und produktiven Kraft einer der ausgezeichnetesten Männer des vorigen Jahrhunderts. Er hatVieles u. Gediegenes geschrieben, was nicht grade die Lichtseite der gewöhnlichen Vielschreiber ist. Er verfaßte Werke über 'vbn'l 'bn liobn , MO , fOpD ’pna , "HD , 1-1DD , N1DD , NibOQ , NDSDID mrun , wo’nn , riib'n , -imt 'Jipm, mn . n"-» fiN Hm , hdn bi> ewig - w' , bi n&'npn ». ». ». u. r. w. (Forts, folgt.»