Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1848
- Issue
- 2 (8.1.1848)
- Date
- 1848-01-08
- Page
- Spalte 31-32 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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31 Gebiete des Handels und der Industrie. In jedem Falle muß der Geschilderte, wenn'er hierher gehören soll, den Juden angehören; er muß ihnen nicht blos durch Abstammung, sondern auch durch Bekenntniß angehören, und Leute, die nicht zum Judenthum gehören, die aus Eigenuutz, aus Ruhmsucht, aus Feigheit oder aus Gemeinheit.ihre Glaubensbrüder verlassen, mögen vielleicht durch ihre Leistungen in einen andern Plutarch gehören, in einen jüdischen gehören sie nicht, wo sie mehr, den Ueberläufevn gleich, ihre Stammesfahne verhöhnen. Der Herausgeber war sich eines solchen Planes nicht bewußt, man möchte sagen gar keines Planes, da er sogar Personen hineinzog, deren Beziehung zu Juden ein Näthsel ist. Was hat z. B. Jules Janin mit Judenthum und Juden zu thun? Soll er etwa deshalb, weil er viel Geld verdient, zu den Juden gezählt werden? Verunglückter noch als die Planlosigkeit, verfehtter noch'als die Anlage, sind die Ausführungen einzelner Lebensbilder zu betrachten. Mit Ausnahme der Schilderungen von Sonnenfels, Frankl und höchstens 32 von noch zwei en, die übrigens noch Vieles zu wünschen übrig lassen, ist unter den 29 kaum eine, die lesbar genannt werden könnte. In den Charakteristiken älterer Gesetzlehrer, wie bei Isaak Abravanel (— nicht Jsak Abarbanel — ), Salomo ben Isaak oder Salomo Jizchaki (— nicht Ben Jsak Salomon —), schwankt die Darstellung zwischen einer gelehrten und ästhetischen und durch diese Mischung sind die Lebensbilder in beiden Beziehungen verfehlt, und selbst das Bibliographische in derselben ist über den Standpunkt Wolfs nicht hinaus. Bei den Lebensbildern moderner Geister, wie bei Lümmel, Frankl, Lettens, Stern, Ernst u. A., von denen Manche stylistisch erträglich gehalten sind, stört der maaslose panegyrische Ton, der Mangel aller kritischen Gruppirung der Leistungen und gerade eine solche Haltung schadet der Ehre und Würde der Juden und des Judenthums. Ueberzeugt daß die Mitarbeiter ihre Aufgaben besser zu erfüllen im Stände sind, muß man es bedauern, daß sie es entweder zu leicht, angesehen.ober des Zweckes sich nicht bewußt waren. Ankündigungen Ankündigungm. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weil sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen lj Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. jö] Durch C. L. Fritz sche in Leipzig ist zu beziehen: IDO - ■pur! mNiun als zweiter Thcil des Werkes Dibrc Josef und selbst in zwei Abheilungen zerfallend, nämlich thcils eine vollständige Geographie des heilig e n Landes, nebst N a tn r g e sch i ch t e und Alterthnmcr desselben, thcils eine vollständige Geschichte des heiligen Landes (cvv'N noi) bis auf die jetzige Zeit. Verfaßt und gedruckt zu Jerusalem in der dortigen hebräischen Bnchdrnckerci im Jahre 1845 von 'Josef Schwarz. Preis 1 Thlr. 6 Ngr. .Dogmatisch-Historische - Beleuchtmrg des a! t e n I u d euthu nr s von Aron Günzburg, Rabbiner und Prediger zu Lib och o w itz in Böhmen, brosch. Preis 15 Ngr. Der hiesige israelitische Bruder-Verein beabsichtigt einen Prediger mtt einem fixen Jahrgehalt von 300 Thlr. anzustetlen. Zur Konkurrenz werden jedoch nur solche Bewerber zugetassen, welche Zeugnisse über Absolvirung eines akademischen Trienniurns beibringen können. Hierauf Reslektirende wollen sich in portofreien Briefen oder persönlich wenden an Das Komitv des Brüder-Vereins. Posen, den 19. Dceembcr 1847. [8] Bei C. L. Fritzsche in Leipzig ist zu haben: Rechtsgutachten der Geonim Nach einer Handschrift heransgegeben von David Cassel. Mit einer Einleitung von S. L. Napaport, Oberrabb. zu Prag. Zum Druck befördert von L. Zarinzansk'y. 4. brosch. Preis 1 Thlr. Verlag von S. L. Fritz sche. Redakteur: Dr. Jul. Fürst. Druck von I. H. Nagf J,