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Der Orient · 1847-12-24 · 52 (24.12.1847) · p. Spalte 829-830

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
52 (24.12.1847)
Date
1847-12-24
Page
Spalte 829-830 (sequence 7)
Language
German
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829 Studien. Biographische benannte. Außer dieser Flucht nach Schidlow, lesen wir noch. (G. 40.) von einer Reise, die er nach Brzosr zur Hochzeit seines Bruders Loses unternommen. Seine Werke sind: 1. nm *ern, ein Kommentar zu den 4 Theilen des Tur, von welchem bei Lebczeiten nur der zum Tur Orach Chajjim, der zu den übrigen Tbeilen aber erst nach dem Tode herausgekommen (R. G. 38. Nr. 4; G. 131 Nr. 3). — 2. NIM Zu den 4 Theilen des Schulchan Äruch, welche Hagahot, wie der Vf. selbst erklärt (G. 131 Nr. 3) nach dem erstgenannten Werke gearbeitet und inKrakau 1570 gedruckt sind (G. 132 Nr. 7 und 8z Jechiel im Anhänge des Seder Ha-Dorot).— 3. rfryn min über Opfer, Maaße und Gewichte im Tempel (G. 121) gedruckt Prag 1570 in Folio. — min Kommentar zum nyitf gedruckt nach Jechiel im Seder Ha-Dorot, 1570, 1591, 1628. Gegen diesen Kommentar verfaßte Lippmann Jom Tob Heller eine Streitschrift min, die jedoch Manuscript geblieben und von Hillel den Nastali Hirz in BerHiUel 8i»n. 103 lit. I angeführt wird. — 5. DNün nmn ein kurzer Auszug des letztgenannten Werkes. — 6. p ^riD Allegorische Darstellung des Buches Ester, verfaßt 1556 in Schidlow und oftmals gedruckt, so in Kremona 1559, Hairtzmrg 1711, Amsterdam 1769. — 7, nirun Anmerkungen zu den Schrchitagesetzen, nach Jechiel im Seder Hadorot. 8. Zusätze und Anmerkungen zu Juchasin des Abraham Sakkuto. Krakau 1580. — 9. fiDlK'n? n&Nttf 132 Gutachten, worunter mehre von andern Rabbinm. 10. Kommentar zu einigen Talmudtraktaten, der dem Anscheine nach Manuscript geblieben, und von; ibm im Om (sign. 426 lit. mit den Worten erwähnt wird 'bw 1 ft D 'HD^Nn *QD1 jmruD''DDD. Zn seinen Verwandten sind zu rechnen: sein Vater Jisrael; die Brüder Ahron, Josef (G. 40, 99), Jizchak (G. 1031; eine Schwester Mirjam, die Gattin des Pinchas L e v i H o r w i tz; seinen Schwager Iosefb en M o r d e ch a i Ge^rson Kohen; einen Schwager Elija (G. 67); einen Schwager Löw (G. 128)- seinen Sohn Jehuda Löw, der in Knabenalter seinem Vater Jsserles eine wichtige Anfrage (G. 122) gestellt; der sehr reiche und gelehrte Sch imeon Ginz- Skizzc'n. Mose Jsserles. 830 Zurg.(G. 40); Me ir Ka tz en e l l e n bo g en Rabbiner in Padua (G. 48,51,55,59) und dessen Sohn Samuel Juda «i G. 23, 126 bis 130), und endlich Salomoh ben Je- -chiel t o r i a (G. 6, 7, rc.). Zu seinen Schülern zählt er: Mardechai ben Ahron (G. 112); einen gewissen Beer (G. 132), vielleicht auch David Darschan (G. 82). Mit den Meisten der hier genannten Gelehrten stand er im Briefwechsel, außer diesen aber noch mit vielen Andern, unter welchen wir besonders den Josef Karo hervorheben, an den er eine Anfrage richtete, worauf Jener das 47 G. ihm zuschickte, das Jsserles in der tiefsten Hochachtung, mit der großen Vorsicht und aller möglichen Schonung (G. 48) zu widerlegen sich bemühet, jedenfalls aber für rechtskräftig annimmt und anerkennt. Mose Jsserles besaß einen schnellfassenden Verstand, auch bedeutendes Wissen sogar in jüdisch-philosophischen und astronomischen Werken; aber die Schnelligkeit seines Geistes ließ chm selten Muße, das Gedachte in logischer Ordnung und angemessener Redeweise wiederzugeben. Er schrieb viel, sehe viel; aber fast Alles in einer merkwürdigen Breite, die auch Meir Padua rügt (G. 48.), in ungenauer Sprache und mit durcheinander geworfenen Gedanken, welche Mängel um so 'schärfer hervortreten, als er nach eigenem Geständniß, das er dem von ihm hochgeachteten Salomo Loria abgelegt (G. 7), der grammatischen Regeln ganzunkundig gewesen: v)\x üD pnpin nDon ’mnb tib .’d-o ’D pNiy noa ntono Nur in seinen Gutachten findet sich manches logisch Geordnete. Er urtheilt in der Regel erschwerend, woher auch zum Theilder große Ruf, den er sich erworben, und die Autorität, welche seine Werke erlangt, nach denen, fast ohne Ausnahme entschieden wird. Sein Charakter war makellos, indem er redlichem Strebens und friedlicher Gesinnung nur gegen das Unrecht und die Anmaßung kämpfte, sonst aber in aller Bescheidenheit sich zurückzog. Sein Grab liegt unfern seinem Wohnhause, und neben ihm und in derselben Reih« ruhen sein Bruder Ahron, seine Schwester Mirjam, sein Schwager Josef, JoeL Sirkes, Natan Spira, Vf. des niplEJJ Höschel der Aelftere, Löwa, Jom Tob Heller und andecie große.Rabbiner und Gelehrte. Dr. Frankel. Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen 14 Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [189] Bei M. Friedländer in Brilon ist erschienen und von H. Hunger in Leipzig zu beziehen: der Eid bet -Qubeit. Eilte kritische Beleuchtung der für derisell'cn in Preußen bestehenden Gesetze, vom jüdisch-theologischen Standpunkt. gc. 8. 3 Bogen.?i Ngr. Die Theilnahme an dein Schicksale nuferer Brüder. Rede gehalten am Passah-Feste 5607. (1847), von Dr. Mt. Duschak, Rabb. in Anssce. Zum Besten der Nottsseidenden von einern Verein iunqer Vtanner herausgeaeben. Preis 24 Ngr.

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