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Der Orient · 1847-12-24 · Heft 52 (24.12.1847) · p. [Seite]

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Journal
Der Orient
Volume
8 (1847)
Issue
Heft 52 (24.12.1847)
Date
1847-12-24
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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In jeder Strömung der wohlthätigen Aeßerung des Herzens Dt.es Vereine oder Eheb r o t.st Zunächst von der . SDicfc unterhält ein schönes Spital. Hilflose Kranke finden hier zwar' Pflege- und ärzllitche Behandlung-ader die erstere ist miserabel, insonders wenn der Kranke ein zum neugeistigen Leben gehörendes Individuum und er -- wie man sich auszudrückm pflegt -- dem Krankenwärter nicht „Puppen" kann/ also doppelt ein Posche Jisrael. — Letztere geht von Hrn. Dr. aus, der mit den Kranken ein wenig „massiv/' und undoktorlich umgeht. Hr. M. ist jedoch ein braver, verständiger und guter Arzt. O. die alte Wetzllar- und Hofmannszöit! Mit ungeduldiger Sehnsucht sahen die Kränken dem Besuche des Doktors entgegen! Und ihn sehen war halbe Gesundheit. — (F. f.) Wolen und Rußland. Bsir §er russischen Grenze, 1 Oktbr. Dem Ziouö-Wächter samnit dem )QNjn jrs ivw ist in Rußland jüngst ein großes Unglück widerfahrcu. Denn ein Zrrfall hat sie plötzlich entlarvt, und gelten dieselben hier jetzt für nichts anders/ als für ein Missions- Blatt, das. von der Propaganda und der Bibelgesellschaft besoldet werde; weshalb diese Blätter am verwicheneu n^n isw.i 21]), gleich nach nnu 'man, als ein Erz-^VQ- DDift ex officio von vielen.Orthodoxen feierlichst verbrannt wurde. Damit Sie aber nicht etwa glauben,bag1$ ein Mährchen erzähle, so will ich Ihnen auch gleich den Grund davon berichten. Denn wie sollte sich dieses zusammenreimen, wird auch Jeder billig fragen, der ZW., der keine unheiligen Anou-' cell für seinen Anzeig er aufnimm t; der keinem Korrespondenten die -Spalten seines Blattes öffnet, wenn er sich? ihm sucht als strengster Orthodoxe zu legitimiren im Stande ist; dem sogar die gewöhnlichen Hebräischen Quadrat- Buchstaben nicht heilig genug erscheinen , weil auch andere mchtzionswächterische Blätter sich deren bedienen, und er deshalb die sogenannten ^"i-Letteru dafür erwählte; ja der heilige jDNJin surr ibw, der so gewaltig heilig ist, daß in ihm nicht einmal die üblichen Nummern mit profanen Ziffern, sondern lediglich mit D'ttfnpri bezeichnet sind; dieses heilige Blatt also, das an vielen. Orteli, selbst weun es zerrissen wird?, als sogenannte (heilige Blätter) in der Synagoge im asten (wo die alten, zerriffenen heiligen Bücher n. s. w. liegen) einen ehrenvollen Platz gefunden hat, —: was sollte dieses mit der Propaganda und der Bibelgesettschast zu schaffen haben? Gewiß,/es wird nichts als Verleumdung, boshafte tückische Verleumdung sein, oder wenn es, dieses nicht ist, so wird es gewiß nichts qnders als höchstens wieder so ein ersonnener , übel an-, gebrachter Witz' sein, dessen Zielscheibe dieses Blatt und wiederdieses Blatt uttersorschlicherweise leider stets zu sein das Unglück Hat. — Allein dieses Mal ist dem ' Verlag von E. 8. Fritz sch e. nicht so, und so lange der Redakteur jenes. Blattes sich nicht.öffentlich vertheidigen und seine Unschuld durch gute trifftige Gründe beurkunden wird, so lange wird ihn auch der Friedfertigste aller Friedfertigsten nicht in Schutz nehmen _ können, und selbst Herr Lehrender Protektor desselben, wird dieses Blatt jetzt vor Angst und Schrecken weit weg von sichverbannen muffen. — Doch / welches ist' denn das große Verbrechen, dessen man dieses sonst so fromme Blatt zu zeihen sich erkühnet? Gleich, lieber Leser, Du und Herr Lehren und alle Welt sotten es vernehmen und selbst in Ü'^MIV soll man es erfahren, wie man Dir orthodoxes Indenthüm schon feit drei Jahren unverzeihlich mitgespiett und Dich gleichsam an. der Nase hcrumgesührt' hat, ohne daß Du es mqc auch im Mindesten wahrgenonrmen hättest. So vernimm cs denn und schaudere! D e r.'"i Di ff jD'Nin swL trägt an der Spitze ein, und der treue Zionswächter (der untreue!) fechK S y m b L l e d er . ch r i st l i che tt K i rch e! — Was, wird ohne Zweifel der erstaunte Leser ausrufen, der .streue ZionSwächter und Symbole der christlichen Kirche, der; jDKin 10W und? Nimmermehr! Nochmals wiederhole ich, es ist Vertänmdung , es ist nichts als Verleumdung, böse unverschämte Verleumdung. Nun, so hole Dir , lieber Leser, . der du dich mit Recht ereiferst, eine beliebige Nummer jenes Mattes, und schaue -selbst, und wer anders nicht mit Blindheit geschlagen äst, wird deutlich bemerken, daß i n d er S trich-; Vign ette des JDNM?>VH nölfj die den Nam e n d e o Reda k t en r s v o n d e r löbliche n S t a d t Alt o ua sam mt t* ein jedesma(ig en D a tu m des Blattes trennt, ein, und in derselben V igiTi c j>t e d es t r eu eu Z W. fünf 'f a iti ni t d er des Anzeigers eines machen sechs, zusammen also 7, sage s i e b e n weiße sich befinden. Warum aber ein 1DW mix-.. 1 und im ZW. gar 6 solcher und zwar alle, gleich den NNO0 - Hähnen der Chasidim weiß gestaltet / verhandelst sind, mag vielleicht einen kabbalistischen Grund haben, deren Erörterung sowohl, als der 1^111 1L zu diesen ErE&T überhaupt ein schöner Stoff zu einer inhaltrcLcheil nw ün abgeben könnte. — Ich hoffe/.daß der Redakteur jener Blätter , den ich übrigens hochachte, mir dafür, daß ich ihn auf soeinen wichtigen Gegenstand, der ihn und sein Blatt hier in so schlechten Ruf gebracht hat,, aufmerksam mache, herzlichen Dank wissen, und ein ,1^in .121, das sich wahrlich nir p -1.^ in sein Blatt gewiß ohne sein Wissm eingeschlichen haben mag, ehestens wegräumen werde f wenn er anders von nun an seinen Kredit nicht ganz verlieren und vor dem Orthodoxem Judenthum nicht als Missionär gelten wolle. — — Druck von J.'H. Nagel. -

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