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Der Orient · 1847-12-17 · 51 (17.12.1847) · p. Spalte 815-816

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
51 (17.12.1847)
Date
1847-12-17
Page
Spalte 815-816 (sequence 8)
Language
German
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816 dem Evangelium zu schließen, wäre Letzteres von Seite der Pharisäer verboten worden; zu welchem Mißverständnisse aber dieser Jrrlhurn unsre christlichen Mitbrüder geführt und welchen Nachtheil er uns von.denselben verschafft hat, ist allgemein bekannt. So hat erst in jüngster Zeit eine deutsche, ihren jüdischen Ünterthanen sonst wohlwollende Regierung, dennoch ihnen das Apothekeramt, aus dem Grunde versagt, weil sie, ihren religiösen Vorschriften zufolge, den Sabbat selbst zur Heilung der Kranken nicht entweihen dürfen, ohne dabei die eigene Inkonsequenz zu bemerken, daß düse als Aerzte und Heilkundige ohne Weiteres zugelaffen werden und stets ihre Pflicht, ohne Rücksicht auf den Tag , treu erfüllt; dasselbe gilt nun auch von den jüdischen Soldaten; er leistet nicht mmder seine Dienste an diesem Lage, wie an jedem andern Lage und wie der christliche Soldat. - Josua, der die Stadt Jericho sieben Lage belagerte, entweihte doch den Sabbat dabei; und wie die Sage läutet, hat erste gar an diesem 816 Lage erobert '(&> sp ft blph'). Wenn auch einige während der Antiochschen Verfolgungen sich gegen den Feind zu vertheidigen Bedenken trugen, so war dies Llos ein Msverständniß von Setten des unwissenden Pöbels und wurde dieser alsbald'von den Schriftgelehrten eines Bessern belehrt (I. K. Mak. 2, 32—42). Es galt von jeher als Grundsatz im Iudenthum (rQ&yn fw nnn 51^2^ PDO), Lebensgefahr, selbst in zweifelhaften Fällen verdrängt die Weihe desSabbats und ist das Heilen am Sabbat auch bei minder gefährlichen Krankheiten nicht blos gestattet (a 'l ftN c l"' DDI^)/ sondern wird es sogar zur Pflicht gemacht in der Heilung der Kranken auch wo dies durch Nichtjuden geschehen könnte, selbsttha'tig und selbsthandanlegend zu sein d-NOOM). Maimonides nennt sogar diejenigen Abtrünnige, die an der KrankenheiLung am Sabbat Bedenken tragen p dV Dü£n). . (Beschluß folgt) Ankündigungen. Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orienrattscht Geschichte und Literatur betreffen, .gegen Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. IfCgf® Coneursr Durch die Abdankung des Herrn Dr. S. M. Schiller ist die Prediger-Stelle bei unserer Gemeinde vacant. Wir wünschen einen Rabbiner und Prediger in einer Person anzustellen; die Stelle trägt 200 fl. und 100 fl. für den Religions-Unterricht, außer den gewöhnlichen Mabbinats-Emolumenten. Wir ersuchen die darauf reflektirenden Herren, die sich zur Führung der vereinten Funktionen befähigt fühlen, sich in portofreien Briefen längstens bis Ostern 1848 an das Unterzeichnete Vertreter- Kollegium zu wenden. Unerläßlich ist eine authentisch anerkannte nNun' mnn. Dem Eingeborenen, der Landessprache Kundigen ivolten wir gerne den Vorzug gönnen. ' Eper ies, dm 15. November 1847. . ' Leo Holländer, 1. Vertreter. Adalbert Fritsch. s178f Bei E. L. Fritzsche in Leipzig ist so eben rr- - schienen: Dr. J° H. Jacobson. Kleine Jugend- Bibliothek zur angenehmen und nützlichen Unterhaltung, zur Veredlung des Herzens und Bildung des Verstandes , zunächst für die israelitische Jugend. Zweites Bändchen. 8 gGr. 10 Ngr. . »21 nnyi Zwei Theile. Dieses berühmte Derascha-Werk von Jena tan Eybe»schütz in einer sehr schönen vierten Auflage (Sulzbach, 1819, 4) kann ich zn dem billigen Preise von 1 Thlr. für beide Theile ablasse». C. L. Fritzsche in Leipzig. Verlag von C. st. Fritzsche. Redakteur: Dr. Jul. Fürst. Druck von I. H. Rögei.

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