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Der Orient · 1847-12-03 · 49 (3.12.1847) · p. Spalte 769-770

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
49 (3.12.1847)
Date
1847-12-03
Page
Spalte 769-770 (sequence 1)
Language
German
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Lrteratrrrblatt des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für Mische Geschichte und Literatur. M 40 Leipzig, dm 3. December 184V. Inhalt. Kritiken. Kurze Anzeigen. Sur Handschriftenkunde der jüd. Literatur. Delitzsch. Pinner. Deutsch. — Versuch zur Enträthselnug einiger Stellen in der Offenbarung. Johannis v. H. Ph. Ree. — S. L. Rapaport in Prag und seine neueste literarische Thätigkeit. Ein Beitrag zum Verstandniß des Scherira'ftl^en Briefes. Epilog. (Schluß.) — Studien. Ueber Parabeln und Sentenzen im Talmud. Mit Bezug auf die Parabeln und Sentenzen im neuen Testamente. Von Iipser. — Ankündigungen. Kurze Anzeige«. Zur Handschriftenkuude der jüdischen Literatur. 1) 0ata!y§us librornm manusei iptorum qui in Bibliotheca Senatoria civitatis Lipsiensis asservantur, ed. A. G. R. Naumann. Codices nrientslium lin^uarum dcseripser unt H. O. Fleischer et F. Delitzsch. Grimma, 1838, 4. 2) Prospektes der der Odessaer Gesellschaft für Geschichte und Alterthümer gehörenden ältesten hebräischen undrabbinischen Manuskripte. Ein Beitrag zur biblischen Exegese von Dr. Pinner. Nebst nnem lithographirten Fac-Simile des Propheten Habakuk aus einem Manuskripte vom Jahre 916. Odessa, 1845, 4 3) Die handschriftlichen hebräischen Werke der I. k. Hofbibliothek zu Wien, beschrieben von Albrecht K ras ft und Simon Deutsch. Wien, 1847,4. Aus der k. k. Hof- und Staatsdruckerei. (Fortsetzung.) Nr. 2./führt uns eine Sammlung, hebräischer Handschriften vor, die durch den Ort wo sie sich befindet, nämlich in Odessa an der Schwelle des Morgenlands, durch ihre Eigen- .thümlichkeic und Merkwürdigkeit — nur brauchen nur an die .babylonische Wocal- und Accentuationslehre zu denken — eine Fülle von Belehrungen und Bereicherungen unserer Literaturkenntniß zu bieten vermocht halte, wenn sie einen seine Aufgabe fassenden Beschreiber gefunden. Hr. Penner theilt die hebräischen Handschriften der Gesellschaft für Geschichte und Alterthümer zu Odessa in 3 Abtheilungen, nämlich in v-0D nmn (Gesetzrollen), HDD (biblische Schriften) und HDD (talmudische und rabbtnische Schriften, die der Beschreiber gar zu Geonim macht);'von welchen die erste 15, die zweite 20 und die dritte 9 Nummern enthält, also im Ganzen nur 44 Nummern umfassend; aber diese Emtheilung, noch mehr aber diese Rubricirung unter jeder Abtheilung ist oft ungeschickt wie die Beschreibung selbst, daß man bei der Benutzung nur zu oft sich das vom Beschreiber geleistete wegdenken muß. Schon als ich auf dem Titelblatts die Worte las: „Ein Beitrag zur biblischen Exegese" wußte ich genau das Steckenpferd und die Krankheit des Beschrerbers, der noch in der letzten Hälfte des vorigen Jahrhunderts lebt, Kermicott und de Rossi in Varianten-Klaubereien nachschwärmt und des unbefangenen Sinnes in Verstandniß einer Handschrift wie überhaupt des wissenschaftlichen Bewußtseins entbehrt. Und wie ich es vermuthet, so habe ich es gefunden; Hr. P. füllt den Raum mit der werthlosen, für die Exegese wie für die Alterthümer ganz überflüssigen Variantmsammlerei, die selbst in der Kennicatt'schen Epoche durch ihre Ungenauigkcit als mislungen bezeichnet worden wäre, während er von genauer Angabe der Epigraphen und im Verstandniß derselben von der treuen und umsichtigen Charakterisirung der Handschriften keine Ahnung zu haben scheint. Ich will hier nur Einiges an führen. Ist die Eintherlung in nntfl HDD und *pn '-,20 schon an sich höchst kleinlich, da er unter *pn auch wieder ron bringt, so ist es noch sonderbarer, daß er die cp*op>n rrten tid den "s)0 '-DO, den rm~) nro von dem Karäcr DOMniD^n HDD anreihet, während er zuletzt wieder einen Bibelcodex aufnimmt. Das sonderbare Hebräische irr.der Beschreibung hat schon Deutsch in seiner Anzeige charakterisirt. Gleich das erste Wort auf S. 1 in seiner Angabe der Varianten ist unrichtig und ohne Kenntniß angegeben. Er bezeichnet Hti/lü Gn. .4, 13 defVi-t, als Variante, aber im nmn T<N Lonsano's heißt es -darüber: 112D HDD 5't noVi sro pi N/Di n’l? iPy i?ddi n!?d nm ’S by?]N , ipj; pi -ant? n-imv j’D mion -dded 49

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