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Der Orient · 1847-11-26 · 48 (26.11.1847) · p. Spalte 755-756

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
48 (26.11.1847)
Date
1847-11-26
Page
Spalte 755-756 (sequence 2)
Language
German
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•755, Kritiken. Kataloge. Kürze Anzeigen. , ■ - ■ - ' P Zur Handschriftenkuude der jüdischen Literatur. 1) Catalogus l.vbroriini manuscriptorum qui in Bibliotheca Senatqria civitatis Lipsicnsis asstTvantur, ed. A. G. R. N a u m a nn. Codices ientalium Ünguarum closetipserunt H» O. Fleischer ct F. Delitzsch. Grimma, 1838, 4. 2> Prospektes der der Odeffaer Gesellschaft für Geschichte . ' und Alterthümer gehöre.nd en ältesten hebräischen und rabbinischen Manuskripte. Ein Beitrag zur biblischen Exegese von Dr. Pinner. Nebst einem lithographirten Fac-Simile des Propheten Habakuk aus einem Manuskripte vom Jahre 916. Odessa, 1845, 4. 3) Die handschriftlichen hebräischen Werte - der k. k. Hofbibliothek zu Wien, beschrieben von Albrecht K ra fft und Simon Deutsch. Wien, 1847,, 4; . Aus der k. k. Hof- und Staatsdruckerei. Die Kunde von hebräischen Handschriften, als ein wichtiger Zweig der hebräischen Bibliographie überhaupt, ist eines der vorzüglichsten Hilfsmittel zur Kennrniß und fum Verständnis der jüdischen Literatur, und wie das Studium desjüdischen Schriftthums vom geschichtlichen und kritischen Standpunkte aus ein Erzeugnis der neuesten Zeit ist, ebenso taucht die Kunde von hebräischen Handschriften, das höchst nothige Hilfsmittel, erst in der Neuzeit mit wissenschaftlichem Bewußtsein selbstständig auf. Die Aufzählung hebräischer'Handschriften in Auklions - Katalogen hebräischer /Werke in unserem Jahrhundert kann in zweifacher Beziehung auf einen Beitrag zu dieser H an d sch ri ft e n - Ku n de keinen Anspruch machen, einmal weil die Aufzahlung nur in der Angabe.des nakten, oft ganz unverständlichen und unerklärten Titels besteht, ohne die geringste nähere Beschreibung und bibliographische Ermittelung, und dann weil die Handschriften als zum Verkaufe ausgeboten sich in alle Welt zerstreut und dem Forscher keine Gelegenheit zur nähern Ermittelung mehr bieten. Das war mit, den 106 Handschriften Salomo D üb n o 's (1814), den 23 Anschel Norden de Lima's (1830), den 72 Wolf.'Heidenhejm,'s? (1833), den 24 Sanwel Eger's (1843) u. s. w. der Fall, die in den alleretendesten Verzeichnisten, eingekritzelt kaum eine leise Spur ihres Daseins zurückgelassen, und wir sind und bleiben in dieser Beziehung lediglich auf diejenigen Arbeiten über die hebräischen Handschriften angewiesen, die allein im wissenschaftlichen Interesse unv Bewußtsein gemacht werden, und wo die handschriftlichen hebräischen Schätze in zugänglichen und wohlgeschützten Bibliotheken aufbewahrt sind. Zu solchen mit wissenschaftlichem Bewuß tsein gemachten und zur Förderung der jüdischen Wissenschaft ausgeführten Arbeiten auf dem Gebiete der Handschriftcn-Kunde gehören.die drei hier in dcr Ueberschrift angegebenen Werke, welche hier naher angezeigt werden sollen. Nr. 1 umfaßt eine genaue bis in das Einzelnste eingehende Beschreibung der hebräischen Handschriften auf der Raths- Amawt Tehorot. 7^6 bibliothek zu Leipzig, angefertkgt in latcinischer Sprache von Fr. D eLktz sch (jetzt Prof, in Rostock), wäh/end Prof. Fleischer die arabischen, persischen und türkischen Handschriften beschrieben. Beide zusammen, sowohl die Fleischer'sche als Delitzsch'sche Arbeit, bilden nur einen Theil des großen umfänglichen Raum a n n'schen Katalogs über sämmtlicheHandschriften dieser Bibliothek , - und. da diese auch im Buchhandel nicht getrennt sind, so sieht sich der Freund der orientalischen oder der hebräischen Literatur genöthigt, entweder den ganzen theuern Katalog anzuschaffen oder die Anschaffung bis dahin zu verschieben, bis der Buchhändler die Marotte, den ganzen Katalog mit einem. Male zu verkaufen, abgelegt haben wird,' was freilich seit 9 Jahren noch nicht geschehen. Je weniger aber die Anschaffung erleichtert wird, um so mehr ist es die Pflicht der Kritik, darauf hmzuweifen und auf den reichen Inhalt aufmerksam zu machen. Die Hebräischen HS.' der RB. betragen nur 43 Codices, aber in diesen 43 sind 147 besondere für sich bestehende Werke oder Werkchen, und diese 147 Handschriften hat Hr. D. unter den 43 handschriftlichen Banden mit so großer Präcision und Ausführlichkeit, mit so reichen literaturgeschichtlichen Notizen beschrieben, daß diese Beschreibung, obgleich nur von p. 273—311 des Gesammtkataloas reichend, des Nützlichen und Brauchbaren Vieles enthält, was theils der Forscher des jüdischen Alterthums^ thcils der Literatur-Historiker verwenden kann. Eine besondere Zierde dieser Beschreibung bilden noch die „Additamenta" von Dr. Zunz, der Delitzschcn Beschreibung sich anschließend und van 314—327 reichend, die nach Zunz'scher Weise Schätze von Belehrungen und Notizen enthalten. (Fortsetzung folgt.) 00) nhtriLp DhEN* oder UebersichL der heil. Schrift, von der' Urzeit an. bis zur Erbauung .des zweiten Tempels, mit und nach dem hebräischen Texte, nebst einem ergänzenden Beitrage über die Sitten und Gebräuche der alten Israeliten und der sie umgebenden Nationen. Herausgegeben von H. Lax zu Neumarkr in Schlesien. Ein Buch für Jedermann. Breslau, 1846. 8. Die biblische Geschichts - Literatur, die in Israel seit dem Beginne des letzten Lustrums schon viele Federn in Thätigkeit gesetzt, ist wieder um ein mittelmäßiges Produkt reicher geworden» Hier haben wir es mit einer Nachahmung Beer's und Johlson's zu thrm; nur hat sich Herr Lax etwas strenger als seine Vorgänger am Urtexte gehalten. Das ganze Werkchen umfaßt 127 Oktavseiten, wovon 103 auf die-Übersicht rc.'^ und die übrigen 24 auf den „ergänzenden Beitrag" kommen. Die erstere hat Herr L. in 56 Kapitel getheiltohne daß er (was sehr zu tadeln) denselben besondere Ueberschristen gegeben. Wenigstens hätte Hr. L. zu Anfang oder zu Ende seines Werkchens ein „Inhalts -Verzeichniß>< liefern sollen. Da er aber auch dieses nicht gethan, so wollen wir uns schon der Mühe unterziehen, den Herren Schulmännern, welche geneigt sein sollten, von der Schrift des Herrn L.

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