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Der Orient · 1847-10-29 · Heft 44 (29.10.1847) · p. Seite 345

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Journal
Der Orient
Volume
8 (1847)
Issue
Heft 44 (29.10.1847)
Date
1847-10-29
Page
Seite 345 (sequence 1)
Language
German
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%m Berichte, Studien und Kritiken Achter Das Abonnement auf ein Iahe ist 5 Thlc. Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern und allen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. fHE Jahrgang, jüdische Geschichte und Literatur. — Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. Herausgegeben von vr. Julius Fürst. £44. Leipzig, ben 29. Oktober 184V. I ri ha l t. Deutschland. Frankfurt a. M. Die Rabbiner-Würde. Die seltsamen Vertheidiger. Stein's Erklärung mit Glossen. Frankfurt a. M. In der Sache Stein's. Leipzig. Hr. Jellinek. Eine neue Synagoge. — Oesterreich. Prag. Berichtigung zu einem Punkte der Kulturgeschichte von Jost. Dr. Letteris. Pesth. Neuigkeiten aus Ungarn. Aufforderung zum Beten in magyarischer Sprache. Kunewalder. Schwab über den Judeneid. Rabb.Pilitz. Der Cöw-Papaer-Streir. Ergötzliches aus kleinen Gemeinden. Miskolz. Einweihung eines Hospitals. Vorsteher Zuökermandl und Grünblatt. 'Schuldirektor Hochmut!). — Das israel. Schulwesen im Königreiche Würtemberg, mitgetheilt und besprochen v. R. Güldenftein in Buchau. — Lied am Weihfefte. Von F u l d. — LB. d. Or. Deutschland. N'bri -ps näsnm nNnn Schulchan Aruch §. 426. nDM / rrn , brr o nw 'ln&nN dn„ WHD *3 , py WH DJ , 'Bb v-p plfifHI , 'lV 3HD3 '3 , ’NJttfD TD3 WBW DK , byDD btfh ♦ "P“) Hiob 31, 26-29. Frankfurt a. Mt., 17.- Oktbr. Der Vorfall auf dem jüdischen Friedhöfe am 29. v. M. (Orient Nr. 42), so wenig er auch an sich einen eigentlichen öffentlichen Charakter tragt, macht fortwährend von sich reden, oder richtiger, er giebt den beiden streitlustigen Parteien Gelegenheit, von sich reden zu machen und sich gegenseitig an Erbitterung, Leidellschaftlichkeit und selbstvergessener Rücksichtslosigkeit zu überbieten, daß es ein wahrer Jammer ist. In einem neuern Artikel, den Hr. Stein nun gar mit seinem Namen rmterzcichnet hat, wird die zu seinem, Hrn. Stein's, Gunsten geschriebene Erklärung ,, mehrerer hiesigen isr. Bürger desavouirt urrd Lügen gestraft, indem keineswegs die orthodox'e Partei es gewesen sei, die Hrn. Stein beworfen, angespieen re. dies vielmehr lediglich die Privathandtnng eines „unzurechnungsfähigen Greises" gelvesen sei re. Die so im Stiche gelassenen Vertheidiger des Hrn. Stein hatten nämlich durch jene, allerdings unwahren Angaben die Entschuldigung unterstellen wollen, als wäre der Rabbiner aus Furcht vor Beleidigungen der Leiche des Hrn. H. G. in so auffallender Weise ausgewichen. Diese' Art von Entschuldigung weist nun Hr. St. durch die Behauptung zurück, er habe sich stets von Seiten der Orthodoxen der Zuvorkommendsten und freundlichsten Aufnahme zu erfreuen gehabt. Sein hierdurch um so räthselhasteres Benehmen aus dem Friedhöfe motivirt Hr. Stein gar nicht, indem er gerade über diese eigentliche Veranlassung zum Streit schweigend hinweggeht. Begriffe er doch nur auch sonst die goldene Regel: no3nb JSD" ebenso gut! Leider ist dem aber nicht also und ergreift Hr. St. nur allzu häufig die geringfügigsten Anlässe, um seinen Zorn an seinen Gegnern zu kühlen und dergestalt seine Wurde aufrecht zu erhalten! Und dennoch fühlt er sehr wohl, wie es ihm weit mehr anstehcn würde, in in genn'ssener Haltung seinen Weg weiter zu gehen, die Angriffe namentlich aus seine Person völlig zu ignoriren und so dem Monde zu gleichen , mit dem er sich in seinem jüngsten Streitartikel nur znsammengesteltt zu haben scheint, n) um vorher proteslando zn deklariren, daß er eigentlich doch viel zu bescheiden sei, um sich für den Mond zu halten, und h) um zugleich durch Ton Mud Haltung den apodiktischen Beweis zu liefern , daß seine Protestatio« völlig überflüssig war, indem die Zeitungsleser es schon in Stylist ik und Astronomie weit genug gebracht haben, um ohne Mühe ans den ersten Anblick sogleich zu crfcmicn, daß ein niedriger 44

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