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Der Orient · 1847-10-22 · 43 (22.10.1847) · p. Spalte 675-676

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
43 (22.10.1847)
Date
1847-10-22
Page
Spalte 675-676 (sequence 2)
Language
German
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675 Sruditm . Biographische Skizzen v. Dr> Frankel. Jisrael Jsserlein. - 676 MaWirg 1427 und feine (Sctuiit ciit'a itm 14ÖG > in- BLographische Skizzen. XIII. Jisrael Zfferlein verfaßte feigende Werke, die bei dieser mit so vielen Schwierigkeiten verbundenen Biographie aufziizahlm find: I. 5>QN?l bestehend ans .354 -selbstersonnenen ^lnfragen undBeantwortttugen, zusammengedruckt ilut 252 von einem Schüler gefauu meltcn Entscheidungen und Schriften O7O2 V'INÄ : Venedig 1519, 1546 in 4. und zu Fürth 1778 in 4. — II. Kommentar zu Rasch i's Pentateuch- Kommentar, gedruckt Venedig 1546 in 4. und Riva di Tremo 1562. — III. Hagahot $iini Schaare Dura nach Jechiel int Seder Hä-Dorot.— Von genannten drei Werkeil lag bei der Anfertigung dieser Arbeit mir das. erste vor, welches in den. 354 Gutachten nichts Enlnehmcuswerthes, doch in den Entscheidungen und Schriften manches zur Sache Nützliche lnrd Brauchbare enthält und darbietet. ' Jsserleiu, denn so wird er von seinen Zeitgenossen meistentheils genannt1, erblickte das Licht der Welt, wenn nicht in Wiener-Neustadt, so doch im Erzherzogthum2 * * Oesterreich (cf* Josef Colon G. 170), unb lvohute werrigstens in jener Stadt nach stiller Hochzeit, als Schalom Wiener dort das Rabbinat bekleidete. Dieser Schalom nämlich soll nach 'einer Stelle in .denLikkutim zum Mahril (O ffenbach 1720. Bl. 143 5) Neustadt nie verlassen haben: Dipßl DIN* irr Db’.yb EnViD ->dn nm-.^nn ■ npnpri '■od nt Ä'd , D^DDn rnD.v . TJJD’ D'Dy?, rmd nach einer andern Stelle (das. 41 a) entschied Schalom über die Bestattung der am Festtage tut Tod es kämpfe danieder liegenden Frau des Jsserlein: £h'V)D npw HND 'nnn nnofcQ frv nDDU: rurn piDW’ -fvi. haewp 7s1 .. ,bra 12 mmpb' poynn1? p^o5 *» myop, folglich wohnte Jsstrleür und verlor seine Frau in Neustadt zu jener Zeit, als noch Schalom gelebt und das Rabbinat ver> waltet. Er ^vurde 1427 Rabbirrer in Marburg in Steyermark, weil er in einer Antwort (Entsch. 15) an den in der eilften Entscheidung genamlten Mose schreibt: nDitfb 'nu^:ip n^nnü 'n^' nny dt o «.. p^w^, welche Antwort gleich der eilften im Jalfte 1457 gegeben ward. Rechnen wir nach der Mlgesührtm Stelle 30 Jahre zurück, so trifft.sein Hinkommen nach 1) S. Sifte Kohen zum Iore Dea esp. 196 sign. 20 5 Bet Samuel zum Eben ha-Eftr eup. 130. sig». 20. 2) Wir zweifelten lange, ob unter dem von ihm ohne nähere Bezeichnung genannten Neustadt dies im Erzherzogthum Oesterreich oder jenes in Laibach belegene gemeint lei, und entschieden uns für crsteres, ob auch aus Entsch. 94 das Gegentheil; refultirt werden könnte, weit aus Entsch. 142 das rrstere ersichtlich, was auch Jost in der „Allgemeinen Geschichte des israelitischen Volkes" Th. 2. S. 353 angenommen. dem nicht anzunehmen, daß er vor dcul 2lltor von 27 Jahr.en Rabbiricr geworden, auch nicht wahrscheinlich,ist, daß er daS erste, Rabbinat viel später angetreten. Im Jahre 1457 ffnden wir ihn als Rabbiner in Wiener- Neustadt (Entsch. 8, 94- 112, 142) recht thätig; doch können wir nicht angeben, wann er hingekommen, und wie lange er dort gelebt und gewirkt. Er erreichte wohl ein. hohes Alter, weil er über Augenleiden (Entsch. 124) und über Chiregra (Schr. 167) sehr klagt, zwei mehr dem Alter eigenthümliche Beschwerden. Seine Lehrer warm nach Zakuto im Jüchasin: Os er ans Schlesien, der ein Schüler des Joel Oppenheim und der wieder ein Schüler des M e ir Rothenburg gewesen (Asulai x. I. lil. v. num. 38); nach Jechiel im Seder Ha-Derot: Jakob Molin (^r'^v) und sein Oilkel A h a r 0 n. Lrtztercn führt Jsserlein nicht nur häufig an (Entsch. 65, 81,, 103, 117, 123), sondmt bezeichnet ihn auch ausdrücklich als seinen Lehrer: Entsch. 123. rins? rfno t^npn nn.-nip" '...n2W'2iä ^. Allein den Unterricht des Jakob Molül hat wohl sein Freund Jakob Weit, nicht aber er selbst genossen; doch wird er nach Asulai (x. I. 11t. num. 36) von Molin im 168. G. der ^hr,no 7i&yn erwähnt, wie er selbst ans den bereits verstorbenen Molin sich sehr häufig beruft. — Von seiner Nachkomurenschaft kennen wir nur dm Sohn Petachja, der im .Aufträge seines damals wohl leidenden Vaters die 60. Entscheidung an einen gewissen Abraham ansertigte. Seinen Onkel und Lehrer Aharon erwähnten wir bereits; doch^ wissen wir nicht den andern Onkel genar: zu nenucn, der mit der Abkürzung ffrrrv bei ihm vorkommt, von Asulai (p. I. lil. T nnm. 2) dnrch pD "n"nü erklärt und für den Verfasser des mm gehalten wird. 2lbgesehen von der unsichern - rmd gewagten Annahme, ein gewisser Süßlein sei Verfasser des rntftfV erscheint das Gcgentheil aus der 115. Entsch., daß nämlich •jfiriQ nicht' "n'no zu deuten sei , indem es daselbst heißt: -p.W irS.lD HnD ^nyotsrpp - whbo ... pm .nnb uwü nfroan ^pfc.ater *fnno der im rurbni D.in -NO der Gutachterr des Juda Minz angeführte und mit ff'i abgekürzte |D^T sei, können wir einstweilen durch Beweise nicht darthun. Ebenso zweifelhaft bleiben uns Viele, die theils ohne Vaters-, Stadtmld Stamnulamen, theils gar nur mit den Anfangsbuchstaben, als D iftQ N8L7 (Elltsch. 64)7 geschrieben silld. Hierzu gehört der häufig voekommende M osch e, auch &"bnp-' nwp (Entsch. 1, 11, 12, 19, 46, 53, 64), Hyi unbnn in Kärnthen (Entsch. 15), Juda (30, 84, 97), Pinchas (31, 74) , S chi m c 0 n K o h e n (Entsch. 92), vielleicht der Rabbiner in Frankfurt am Main (S. Kolon G. 21), Josmann (47, 61, 125, 138) und Eisek (47),

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