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Der Orient · 1847-09-17 · Heft 38 (17.9.1847) · p. Seite 297

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Journal
Der Orient
Volume
8 (1847)
Issue
Heft 38 (17.9.1847)
Date
1847-09-17
Page
Seite 297 (sequence 1)
Language
German
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rwm m Berichte, Studien un- Kritiken Ächter Das Abonnement auf ein Jahr ist 5 LhLr. Man abonnirtbek allen löbl. Postämtern und allen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. für jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von Dr. Julius Fürst. Jahrgang. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich daSLiteraturblatt mit» gerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. M »8. Leipzig, den 17. September 184V. Inhalt. Deutschland. Baierir. Monatsbericht. Posen. Reflexionen über den vereinigten Landtag. (Schluß.) Leipzig. Das Verhällniß der freien evangelischen Gemeinde zum Iirdenthum. Berlin. Verfahren bei Beglaubigung der Geburts-, Heiraths- und Sterbefalle. — Oefterrei ch. Mahren. Angetragene Prüfung der Rabbinatskandidaten. Karlsbad. Rießer. Wien. Zweiter Prediger. Prag. Das Hospital in Karlsbad. Prinz Stephan. Rapaport. Freund. Hirscli. Predigten und Vorträge des Dr. Kämpf. P rag. Aufruf des Handwerks- und-Ackerbau-Vereins. — Glossen von Peter Kago. (Schluß.) — Personalchronik und Miscellen. Schwerin. Birkenfeld. Rom. Berlin. Pommern. Rheinprovknz. Berlin. Thoren. — Berichtigung. — LB» d. Or. Deutschland. Dcnern, im Sptbr. Je mehr es sich heranssicllt, daß kein baier'scher Rabbiner die Erlaubniß zu der nun unterbliebenen Rabbiner-Wersc,mmlttng in Mannheim nachgesucht und also gewiß nicht erhalten konnte, desto weniger steht es dem Korrespondenten des Cor. v. u. f. Deutschland, welcher die Nachricht von der gegebenen Erlaubniß zuerst brachte und von dem sie in die jüdischen Blätter überging, nunmehr zu, das Geständnis' der falschen Nachricht hinter einem allgemeinen Widerspruch über das Zustandekommen einer solchen Versammlung zu verstecken, wie er in Nr. 230 gethan und dabei die projektirte Theologen -Versammlung, als von den jüdischen Ultras ausgegangen/ zu bezeichnen. Unsere baierischen Rabbiner Hecken theils aus Ueberzeugung, theils iveil sie klüglich den Braten rochen, keine Erlaubniß nachgesucht und sich nun die Verlegenheit erspart, keinen Gebrauch davon machen zu können. Die Rab.-Vers. stll vielleicht im Oktober zu Stande kommen, vielleicht aber und wahrscheinlich gar nicht. Ob die Erlaubniß legicmngsseits bei uns gegeben worden wäre, das verbuchet man wohl bejahend und ich selbst theile diese Ansicht, mit Bestimmtheit wird sich aber über die Richtung, welche unser Kultusministerium bezüglich des jüdi- E scheu Kirchenwesens einhalten wird, ein Urtheil erst fällen lösten, wenn Maßregeln von demselben ausgehen und Adie bereits anhängigen Punkte entschieden sein werden. Wahrscheinlich wird mein nächster Bericht derlei Entscheidungen schon geben können. Ein derartiges Lebenszeichen hat * ater unser Ministerium des Innern bereits schon gegeben. Sechs Israeliten in München erhielten ihre langst' nachgesuchte Ansässigmachung an einem und demselben Tag und darunter einer auch ein Commissionsbüreau, ein Beweis mehr, wie man die strengen Bestimmungen in unserur Edikt v. 10. Juni 1813, welches die Ansässigmachung über die Matrikelzahl mif mir drei Kcttegerien sesthält, nicht mehr so strikte einzuhalten sucht. Dem Lehrerund ^Vorsänger Jondorf in Dietenhofen ist aber die Erlaubniß zur Ansäßigmachung zum dritten Mal abgeschlagen worden. Jngleichen wurde sie auch kürzlich einem Petenten aus Lampenzenn verweigert. Es kommt aber viel auf die erste Jnstruirung an. Eine Thatsache ans München kann ich Ihnen aber berichten, die schon einer dankbaren Erwähnung in diesen Blättern verdiente, wenn Stiftungen und zu solchem Zwecke auch keine Seltenheit wären. Der kürzlich daselbst verstorbene Geschäftsführer in einer Lederhandlung, Hr. Heinrich Breslauer, Bruder deö berühmten Arztes Breslauer, hat ein Kapital von 10,000 fl. zu dem Zwecke testirt, daß die Zinsen dieses Capitals zur Unterstützung armer israel. Handwerkslehrlinge und Ackerbautreibenden im Königreiche Baiern verwendet werden sollen. Nur ein im Testament sesigestelltcr Punkt kann den Bezug der Zinsen noch um einige Zeit verzögern. Die 38

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