Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 34 (20.8.1847)
- Date
- 1847-08-20
- Page
- Spalte 529-530 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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für jüdische Geschichte und Meratur. M 34» Leipzig, dm 2ll. Augnst 184V. Inhalt. Studien. Personen-, Orts- und Familiennamen. Von Dr. Jul. Fürst. (Fortsetzung.) — Salomo Jbn G^birol's Lob- und Preisgedicht auf Rabbi JeküLisl in Babylonien. Mitgetheilt s>on S. D. Luzzatto. -— Kritiken. Kurze Anzeigen. Studien und Kritiken. Zur Kenntniß der süd. Literatur Ungarn's. Von Einhorn. — Literarische Miscelle über Sab. Donolo. — Ankündigungen. Namen. Erste Lese. (Fortsetzung.) Toledo. Jur Jahre 1198 ist dort tftue Bibethandschrist geschrieben worden (eod. Kenn. 326), die sich noch jetzt m Paris befindet und deren auch Le Loug (Bibl. Sae. p. 88 ed. Boeruer) und Stark (Dav. Car. Kömgsb. 1777. p. 44) noch erwähnen. Im Jahre 1236 lebten 12,000 Juden in Toledo (Juchafm f. 100 6 ed. Amst.). In der letzten Hälfte des 13. Jahrhunderts muß die liter. Thätigkeit dort bedeutend gewesen sein, .was sich durch zahlreiche Bibelhaudschrlften herausstellt. Aus den Jahren 1256 (eoä.K. 426), 1272 (eod. K. 209. 378), 1277 (de R. 463; cod. K. 151. 409. jetzt de R. 728), 1290 (eod. K. 177. 245; de R. 33) haben wir aus dieser Stadt noch herrliche Bibel-Codices übrig. y:. OtfP/ Joigny.' Ein emo 'p f d. h. Bibel-Codex von Menachem ans Joigny (im 12.Jahrh.) wird in einer Tora-Handschrift citirt (Delitzsch, Catal. x. 273 d), eben so eine desselben (id. ib.). Vgl. de Rosst, Var. I^eet. II. 'p/31. N^ON D\ So nennt Maimüru (zu Kelim 15,1, Jad, Zizitll, 2 u. Nachschrift zn seinenrMischna-Kommeniar) das mittelländische Meer, wo 'üb'1 m^DDn und er erzählt, daß er aufemem solchen Schiffe einen Theil des Mischna-Kommentars ausgearbeitet (Siche Geigers Ztschr. I. 122. I!. 135). .Imnbm O' soll nach Mainnini der ppN sich finden (Jad, Zizit ll. 2), worüber sich Jak. Emden (Mitpachat Sefarim I. 6. 4. S. 9 a) sich verwundert , aber Maimüni hat das mittelländische Meer darunter verstanden. Diesen -nenhebräischen Gebrauch von hat der Tabonide dem Arab. (n^D^SV Tc) nachgeb itdet, was dort das mittelländische Meer und den Ozean bedeutet; vergl. Abdallat. p. 1. D)btfriy Jcrusalcin. In Apok. 10, 8 ist Jerufalem Symbol des Judenthums, "das nächst Rom (ib., 17, 9. 18), ats die ßasdsta em rcov ßccaiiscov vys: 7^6 d. h. Imperium orbis ierrarurn^ das Heidenthum repräsentirt, über welche beide Las Christtnthllm, das himmlische Jerusalem , siegen wird (s. Joh.. Sim. Henen schneid er, ^.poea1^p8eo8 a capite IV. elc, tentaniien. Straßburg, 1786. 4). La Ro ch elle, eine bekannte Seestadt in Frankreich. Aus dem Jahre 1215 den 6. Tischri haben mir eine Bibelhaudschrift von da (cod. Kenn. 508), woraus auf eine jüdische Gemeinde zu schließen ist.- Den 23. Schebat 1216 ist dort ein anderer Bibeteodex geschneben, worden (eod. Kenn. 242). / Montpellier. So giebt ein Schreiber Jakob bcn Jehnda den Namen dieser Stadt wieder (Del. Cat. 295 b), wahrscheinlich auf die Wurzel V^^pellere, hwdeutend. Sonst heißt diese Stadt auch D (w.st), (w.s.), tivsin (w. s.) Ulnd auch (w. (.). Schon der Talmud erklärt Medina für T3J nein - nppJO (Megilla S. 2) und Maimüll i in seinem Sefcr Ha-Maor oder Mischna-Kommentar (zuMa asser Schcni 3, 4) erklärt »uhdfür jede Stadt mbk'rmpN, mit Ausnahme von Jerusalem; denn es heißt da:-bl ^njyvpN rPHDD ,11^0, entsprechend dem b'D nn^n (ib. Sukka 3, 12). Aber man sieht 34