Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 32 (6.8.1847)
- Date
- 1847-08-06
- Page
- Spalte 511-512 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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511 ' Ankündigungen.^ - 512 Predigtsammlungen und Erbauungspostillen eine Zierde sein würden, sind sie hier durch ihre Fremdartigkeir ganz einflußlos. Ein anderes pium.sik-rriclci'iümv in Bezug auf die periodische -Wiederkehr dieses Kalenders und Jahrbuches ist, daß die - schon oft erwähnten Erinnerungstafeln (nbty niDv “O) worüber in diesen Blättern gesprochen und v-on Herrn Rapaport die Bahn schon vorgezeichnet worden, . nicht, unberücksichtigt bleiben, mögen. Freilich müßte die sonst übllche Weise und Form aufgegeben und etwa in der Weise von Zunz'K Zeittafeln über die biblische Periode, nachgebildet werden. Wenn der- Herausgeber in jedem Jahre nur vier kleingedruckte Seiten einer solchen Zeittafel dem eigentlichen! Kalender beigiebt, so gewinnt das Publikum ohne große Anstrengung mit der Zeit -eine.Uebersicht der chronologischen Data über Alles, was' Juden und Judenthum betrifft, die es für jüdisches Interesse, empfänglich macht.' Die geschichtliche Vergangenheit ist der beste Ansporn für: eine naturgemäße. Fortbildung und Weiterentwickelung und die chronologischen Daten sind die Spitzen, welche gleichsam das Zersplitterte des Geschichtlichen fummiren. Ein anderes pium dcsideriiuni ist noch, daßam Schluffe des Jahrbuches jedesmal ein genaues aber kurzes Verzeichniß von denjenigen Schriften beigedruckt werden möge, die das Judenthum und die Juden betreffend in den Kaiserstaaten im verflossenen Jahre erschienen sind; freilich muß Titel, Druckort, Format u. s. w. genau sein und Hr. B u sch dahin wirken, daß Alle diese -— wenn auch in fremdem Verlage erschienen — auf Verlangen auch durch ihn zu beziehen sein soff. Es würde dies -mit einem geringen Opfer.des Raumes, nicht nur ein sehr größer .Vortheil für den Verleger sein, sondern■; auch für das jüdische Publikum, das in feiner großen Zersplitterung 'und Verstreuung beim besten Willen oft gar. keine Kunde von den Erscheinungen auf dem Gebiete der .jüdiiü'chen Interessen hat. ' Selbst der "Gelehrte und Literator von Fach , in dessen Ausgabe-Budget die RubE für anzuschaffende Bücher nicht unbedeutend ist, muß es oft bedauern, von diesem oder jenem Buche keine Künde gehabt zu .haben und der Redakteur dieses Blattes weiß es aus eigener Erfahrung, daß trotz der mannigfachen und kostspieligen Verbindungm, die er zur Gewinnung einer genauen Kunde der jüdisch-lüerarischen Thätigkeit erhält, ihm dennoch theils durch den unangebrachten Geiz der Verleger oder der Verfasser, theils durch allzugroße Gleichgültigkeit, fast der fünfte Theil der Erscheinungen unbekannt bleiben. Auch ein genauesBerzeichniß des eigenen gewiß nicht unbedeutenden Verlags, mit Inbegriff alles dessen, was noch aus alter Zeit bei der Handlung zu haben ist, natürlich mit bessern bibliographischen Angaben, sollte sie mit dem Kalender ausgeben - und dies würde ihr gewch nützlicher sein, als 'wenn sie solche an die Buchhandlungen schickt, die sie -zum Einpacken verbrauchen. In einem zweiten Artikel werden wir auf den Inhalt der beiden letzten Jahrgänge ein gehen. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders m so weit sie. jüdische und orientalische Geschicht und Literatur betreffen, gegen 14 Sgr. für die gespaltene PeM-Zeileoder deren Raum ausgenommen. Ein uuverheiratheter geprüfter Elementarlehrer, der im Hebräischen tüchtig, auch tatmudischeu Unterricht, als u. dgt. ju crtheiten vermag, darüber, wie über feine moralische und religiöse Führung (im Sinne der Orthddoric) genügende Zeugnisse...nachweiset, - findet hierorts zu fiinftigcm pcyn rf'i .eine Hauslehrerstelle mit 150 Thlr. jährlichem Gehalt bei freier Station. Darauf Reflektirende erhalten aus portofreie Anfrage die uöthige Auskunft bei - . S. Prager und M. Freudenthal Hierselbst. Beuthcn (OS.), den 9. Juli 1847. [104] Bei Georg B l a t t in A tto n a ist soeben erschienen und in allen Buchhandlungen zn haben: - Zweites offenes Sendschreiben., an Herrn Dr. Stern in Berlin und an die dortige Re- - sorulgemeindc. gr. 8. gc£;. 6 -v [105] Jüv meinem Verlage erscheint in 8 Tagen: Die Tänschungen der aufgeklärten Inden und ihre Fähigkeit zur Emaueipation mit Bezug emf die von der preußischen Negierung dem vereinigten Landtage über die Juden gemachten Pro-Positionen, von Herrmann Jellinek. Auf diese merkwürdige Schrift machen wir das jüd. Publikum schpn jetzt aufmerksam. Die Kummer'sche Buchhandlung in Zerbst- Berichtigungen. LB. Nr. 9. Sp. 110. Z. 1-4. v. u. statt Hecken lies Flecken. —- Nr. 10. Sp. 158. Z. 14 v. o. st. es l. sie. Z. 32 v. o. ft. 5000 L 500. Z. 6 v. u. muß heißen: wegm der in derselben. — Nr. 11.. Sp. 165. Z. 19 v. u st. d^s l. daß. J3- 5 v. u. st. Geisteskranke l. geisteskranke. Sp. 167. Z. 16 muß heißen: und wird der.Mas, der die Kahala im Reiche anshebt. Sp. 168. Z. 24 v. o. st. 2, und IKop. Süb. muß heißen 2, und 1 pr« Cent. — NrH 17. Sp. 260. Z. 7 v. u. st. für den l. vor dem. Verlag von C. L. Fritz sch e.- Redakteur: Dr. Jul. FErst. Druck von I. H. Nagel.