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Der Orient · 1847-06-25 · 26 (25.6.1847) · p. Spalte 401-402

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
26 (25.6.1847)
Date
1847-06-25
Page
Spalte 401-402 (sequence 1)
Language
German
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MerKtrrrblatt des Orients» Berichte, StrMen und Kritiken für Mische Geschichte ««- Literatur. JVi SO« Lekpzig, dm 25. Juni 184V« Inhalt. Literatur-Beritte. Leipzig. Predigt von Nabb. Löw. — Studien. Biographische Skizzen. Mose ben Sama«er Jbn Chabib von Dr. FränLel. — LiteraSm-Hiftorische Miscellen vor, L. Dukes: ein Kunstgedicht von Moses b. Esra; vas Mescharet Mose; Kommentar zu Len Asckarot des Salomonen G^ebirol; . Zusätze zu der Anzeige der Einleitung zum Jkarim von Dr. Schlesinger. — Geschichte der jüdischen Literatur in Babylonien. Eine Skizze von Dr. Julius Fürst. (Fortsetzung.) Neuntes Kapitel. — Ein Wort über Judevithum von Fabiers Mieses. (Fortsetzung.) — Ankündigungen. * Literatur - Berichte. Leipzig, 18. Juni. Das Vermächtniß, das der hochselige Reichspalatin im Leben und im Sterben hinterlaffen. Predigt zum Gedächtniß des Erzherzogs Joseph, cim 6. Februar 1847 in der Synagoge zu PLpa gehalten von Leopold Low, Oberrabbiner das. Papa, 1847„6. —Wie alle amtlichen Lobreden auf Fürsten, überfließt auch diese Rede von allseitigen Ruhnueserhebungen des verstorbenen Erzherzogs, die jedoch dazu benutzt sind, der Gemeinde einrge allgemeine Grundsätze beizubringen und einzelne Seitenhiebe auf Finsterlinge in derselben zu führen. Bei dem gering.en Umfange der Predigt muffen wir tadeln, daß die Zertheilrmg des Stoffes geradezu und zweimal angegeben ist. Da jede Predigt trotz ihres rein didaktischen Zweckes auf Schönheit Anspruch machen soll, um bei dem Zuhörer und Leser Empfänglichkeit zu erwecken, übt eine Schaustellung des Gerüstes einen unangenehmen Einfluß aus. Lobenswerth hingegen ist, daß Hr. Löw in den Anmerkungen ganz kurze Lebensbeschreibuvigen einiger berühmten Schriftsteller, die im Texte.erwähnt worden, gegeben hat, da auf solche Weise der Laie wenigstens einige Vorstellungen von den großen Männern seines Volkes gewinnt. Biographische. Skizzen. XI. Mose ben Salomo Jbn Chabib erlangte weniger in seiiner als in der späteren Zeit und zwar durch ftkne nach dem Tode-herausgekommenen Werke einen klangvolles. Namen, indem diese von mindergelehrten Rabbinen bis auf b-te neueste Zeit ausgebeutet und zu den halachischen Vorträgen benutzt wurden. In einem Stifte zu Jerusalem lebend und lehrend bezog er nebst einigen andern Gelehrten einen genügenden Jahrgehalt von dem ebenso wohlthätkgen als reichen Mose ben Jom Tob Jbn Jaisch in Constantinopel, dem er aus tiefer Dankharkeit jegliches verfaßte Werk, handschriftlich zusendet und gleichsam widm-et. Bei der jedesmaligen Widmung verkündet er das Lob seines Wohlthätors und wiederholt Segen und Gebet bis zum vleberdruffe eines Schmeicheleien und Lobbudeleien hassenden Lesers. Allein man bedenke die Lage eines thätigm, aber armen Talmudisten der Vorzeit, der nebst seiner ganzen Familie von einem einzigen Mann Nahrung und Unterhalt ohne Gegendienst empfängt, und man wird eine hinreichende Entschuldigung für ihn finden. Er verfaßte 1677 das über Scheidungssachen handelnde Werk gj und zwischen 1684 und 88 die Kommentare zu einigen Abschnitten der Traktate: rp)D, ttDP, rWH t&W unter dem Namen .onon. -nm, D*hmi dp mm, nynn dp, oder dem Gesammtnamen - Alle vier Werke wurden nach seinem Tode von seinem Tochtersohne Jakob in Constantinopel herausgegeben, das -erste durch Unterstützung des Abraham Jbn Ncktan allein und früher, die übrigen, in Karlsruh 1766 wieder aufgelegten, drei Werke später und in einem Bande. Außer den angeführten Werken hat er noch Reden verfaßt, die im Manuskript geblieben, und viele Gutachten, von denen einige im D'T)} 1 von Adrall a m Halewi abgedruckt, sechzig als Handschriften im Besitze A sulai's gewesen, die meisten aber auf der See untergegangen sind. Zu bemerken ist noch, daß er Chiskija di Silva's 1) Scdjüet im nrpTI V7D fol* 145 Col. 4; Asulai I. h D Num. 75; III. lit. g Num. 5; idiä. 1. D Rum. 13. 26

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