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Der Orient · 1847-05-14 · 20 (14.5.1847) · p. Spalte 319-320

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
20 (14.5.1847)
Date
1847-05-14
Page
Spalte 319-320 (sequence 8)
Language
German
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319 daß. die Zurückgebliebenen sehr richtig einsahen, daß diese Heimkehr keine öottpnbtge Erlösung war, ist ja diese Ansicht völlig in der Schrift begründet, welche uns den elenden Zustand der Heimgekehrren erzählt, die Neckereien die sie von Seiten der Landtsbewohner ausgesetzt waren, und denen Klagen Esra's und Nehemias darüber. 2) S. 47) „Warum hat M., nach der großen Rettung, einen Befehl an die ganze Judenheit ergehen lassen, daß das Purim - Fest für ewige Zeiten bestehen sollte, wäre es nicht hinlänglich gewesen, wenn solches einmal für allemal am ersten Jahre Statt gefunden hätte? (!) Und angenommen, daß der von dieser Rettung., so gut wie von der Erlösung aus Mizraim , die ganze. Zukunft Israels abgehangen, es allerdings wichtig genug sei, alljährlich wiederholt zu werden; nun. so bedarf es zu dieser Verewigung, nach Verlauf so vieler Hundert Jahre, der Schmausereien und der Spenden nicht; Dank- und Loblieder zum Ewigen wären hinreichend." Eine so ernste Frage verdient eine ebenso ernste Beantwortung, und Hr. R. hat'sie gefunden. „Ich schließe daraus, daß das Purim - Fest nicht für die Juden allein, sondern für alle Völker des großen Reichs an- 320 geordnet war. Allen Völkern wurde geboten, dieser Tag -wo Hamans Anschlag durch die Juden und auch den König vereitelt worden, mit Schmausereien und Geschenken zu verewigen, so hat es der König selbst befohlen." — Zwar ist dadurch noch die Frage nicht gelöst: Warum alljährlich? Zwar steht von all' dem kein Wörtchen in unserem Buch Ester; aber Ester fand diesen Schatz in den Apokryphen und viesen giebt R. mehr Glauben wie an alle Traditionen. Ja sogar sucht er . eine auffallende Stelle in diesen unechten Büchern zu lösen. Das Buch. Ester nämlich nennt Haman ein Sohn Agagis, also einen Amalekiten; und die Apokryphen zeichnen ihn als einen Maeedonier; doch sagt er, „diesem neuen Gedanken, der in mir aufgegangen, fehlt, alle Belege und ist nur eine Hypothese." —- — Warum nennt der Talmud die Zucker-Mazzot Trpwy, warum nicht tym r6n oder npttlD nSD? Vielleicht in Gegensatz von ijiy crf?aber am wahrscheinlichsten, weil unsre gewöhnlichen Mazzot zu der Talmudszeit „Süßes Brot" genannt wurde, so finden wir es im N. 3^. im Gegensatz zum gewöhnlichen gesäuerten Brot. Ankündigungen Ankündigungen. . In .diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so wett sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen 1^ .Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. Die israel. Kultus-Gemeinde in München beabsichtigt die Ausnahme eines Vorsängers. Zur Bewerbung um diese Stelle, mit welcher ein fixer jährlicher Gehalt voll 500 fl. und nicht unbedeutende Emolumente — für welche jedoch nicht garantirt wird — verbunden sind, ist der durch entsprechende Zeugnisse zu liefernde Nachweis, über den Besitz einer kräftigen und wohlklingenden . Stjmme, gründlicher Kenntniß der Musik und der hebräischen Sprache, so wie eines guten Rufes und religiösen Lebenswandels erforderlich und sich deSsalls, so wie um die näheren Bedingungen, in srank'irten Schreiben zu wenden an die Administration der isr. Kultus- Gemeinde in München. Eül junger Mann, der seine philologischen Universitätsstudim vollendet hat, im Französischen, Englischen und in den alten Sprachen gründlichen Unterricht crtheilt, sucht eine Hauslehrerstelle. Frankirte Briefe mit Angabe der Bedingungen werden von der Redaktion dieser Zeitschrift entgegengellonünen. Zur gefälligen Beachtung. Lehr- und Erziehungs-Anstalt für israelitische Knaben (Handels-Institut) von Louis Si m o n in Hamburg. — ©er elfte Jahresbericht wird auf Verlangen frei zugesandt. [57] Bei §. L. Fritz feh - in Lc i pzi g ist soeden erschienen: Inyn1 d n«'• ] Kanzel-Vorträge in der Leipzig - Berliner Synagoge gehalten von Ad. Jellinck, Prediger. Erste Lieferung. Preis 6 Ngr. Verlag von C. L. Fritzschk. Redakteur: Dr. Jul. Fürst. Druck von I. H. Naget.

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