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Der Orient · 1847-04-30 · Heft 18 (30.4.1847) · p. Seite 137

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Journal
Der Orient
Volume
8 (1847)
Issue
Heft 18 (30.4.1847)
Date
1847-04-30
Page
Seite 137 (sequence 1)
Language
German
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Berichte, Studien und Kritiken Achter Das Abonnement auf ein Jahr ist 5 Lhlr. Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern und allen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. für jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben! von Dr. Julius Fürst. Jahrgang. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. Leipzig, dm 30. 184V. li Inhalt. Deut sch l a n d. Franks u r t a..M. Stein's Thatigkeit in der Reformsache. Berlin. Harmlose Bemerkungen eines jüd. Zuschauers, sfrankfurt a. M. Die Auferstehung. Konstanz. Berichte über eine Hochzeit. Rabb. Schott. Posen, p Blicke aus die Provinz. '—' O esterreich. W i e rl. Spitalweftn. Prag. Die erste Konfirmation. — Italien. Rom. l> Die Thatigkeit des Pabstes. — Personalchronik und Miscellem- Berlin. k. Deutschland. tä Frankfurt a M., im April. Am 15. Juli 1846 in der vierten Sitzung der RV. zu Breslau fühlte |5 sich Rabbiner Stein gcnöthigt: ein Glaubensbekenntniß |j‘ abzulegcn, in Bezug auf Bi b eck und Tradition, p Ihm sei, sagte Stein: ,,Das Bibelwort ein göttli- Z'.-s ches, unantastbar und unveränderlich, ebenso |T die Tradition, in sofern sie die Dunkelheit der Bibel beleuchtet^. Man hätte damals Stein eine Dankadresse S voiiren sollen, daß er den Mttth besessen , die Bibel in Schutz zu nehmen. Denn kann einmal in einer Verl\ fammlung besoldeter Rabb inen dem destruktiven Geist nicht anders entgegen gewirkt werden, als durch!./ ein Bekenntniß: daß man nochin der Bibel stehe; so li erfordert es Muth em solches abzulegen. I* Irr dem Bekenntniß ist die erste Hälfte klar, und rückhaltlos ausgesprochen, wie es einem Chef der Kon- | scrvaliven (man verzeihe uns den Ausdruck) geziemt; Jj zur andern Hälfte wäre freilich eine Tradition nöthig, fi die Dunkelheit derselben zu beleuchten. Wie läßt sich |.i nun aber obiges Bekenntniß in Einklang bringen mit \ der Erklärung, die Stein am 10. d. M., m der Sy- ] uagogc, zu Genesis (32, 33): bNa^' UDlbaN> N1? p by | ntwrj m, abgegeben hat. Nach ihm könne iw |j HW schon deshalb kein Verbot sein, da cS NDNJ N'b | Won mm) ist; Hin Dim^y zeige ferner, daß es |j ein Gebrauch war, der d am als (w a n n?) noch bestanden, es müßte sonst übiy nnnb, fte^cn. Das Bibelwort ist ein göttliches, unantastbar, amb doch soll die oberflächlichste Exegese hinreichendes zu streichen. Die Worte bNa&y ’ja zeigen doch klar, daß nur von mm;no nriN die Rede ist, wozu dann nnnb übiy? wie erklärt denn Herr. Stein )baN' Nb? ist es nicht das Fut.? Doch Stein glaubt ja auch an Tradition, in sofern sie die Dunkelheit der Bibel beleuchtet. In pblll, 100 lesen wir in der Mischna; ’mu' > ilNDiOD *]N IDIN miiT '"l , HN0D3 mU WN1 minM nona pnyi , m idnj apy^ uaa Nbm '-nrp'i idn •ioipoa' anaj&y abw idn: u^oa )b den? mmo hndd Vergleiche auch pbin 102. Maimuni sagt zu dieser Mischna: idnip HD Nim'/ brun -ipyri by -pb om uw Dm pipiy in ppTno. une# no baty , -idnj wdö ijn;w p iddi ' ' ' 7}wq N' by napn nisoa N'bN uniN'ms naprfn^ udd NbN,raybo ornaNty UDDpbo ntcon t.i pi; u’qn diton bw m biojjp nwo by - nwü mso NbN uon apy aiow nriN pabin un fw .uidö mtb nDNj man :mn noNP nö -nmn Nbn Hier ist keine Hinterthüre, keine Blöße aufznfinden, sich der Tradition zu bedienen, um der Bibel einen falschen Sinn untcrzuschieben. Vielleicht ist Stein aber, innerhalb 9 Monaten andern Sinnes geworden, und befindet sich jetzt auf dem Standpunkt der Karaiten? so mögen wir ihm folgende Stelle (die ein Freund die Güte hatte, uns aus Aderet Elia mitzutheilen) zu beherzigen geben. insdp udd , mniNin rrun Nin dn nnaann ipDnoii 18

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