Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 15 (9.4.1847)
- Date
- 1847-04-09
- Page
- Spalte 239-240 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/8555529-9890729-9890785--4927-3533096- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
339 gestellt werden (Siehe Chosch. Misch, das. §. 13), während hier in Criminalfällen cs von Wichtigkeit sein muß. Jemand klagt seine Ehegattin des Ehebruches an, und ,füt)rt A, B und 0 als Zeugen vor. \ und B sagen aus, die Ehegattin sei ihm wirklich angetraut worden, B und 0 sind Zeugen der Scheidung. Der Ehebruch ist konstatirt, Warnung kann auch .erfolgt sein, denn die Warnung des Einen/Zeugen genügt; 240 aber in dem Zeugnisse ist das Gleichgewicht zwischen den Zeugen gestört; die Aussage des B wiegt^so zu sagen, das doppelte eines jeden seiner Mitzengen. Die Aussage des A, macht sie zur Ehkgatlin, die des 6 zur Prostituirten, die des B verbindet beide Aussagen, und macht sie zur Ehebrecherin. Nach obigem Grundsätze könnte hier kein Urtheil erfolgen. (Fortsetzung folgt.) Ankündigungen. Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und'Literatur betreffen, gegen Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [43] Bei E. H. S ch r o ed er in Berlin ist eben erschienen, und durch alle Buchhandlungen zu beziehen : Erstes Lese- und Sprachbuch für jüdische Schulen. . Von' Schulvorsteber Vorwitz und Seminarlehrer Piek. 9^ Bogen. 8. Preis 7| Sgr. auf 12 ein Freiexemplar. . [44] Bei C. L. F r i tz s ch e ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Jacobson - De. I. H., Katechet: sch er Leitfaden ' beim Unterricht in der israel. Religion , mit einem Anhänge, enthaltend Bibelkunde. Zweite Auflage, brosch. Preis 2 Ngr. 20 Exemplare für 1 Thlr. 5 Ngr. — — 450 Gebete und Lieder für die israelitische Jugend jedes Aiters in Schule und Hans, brosch. Preis 10 Ngr. 20 Expl. für 5 Thlr. D^rttP 'Hipß 'd, Nachweise der jüdischen Gebräuche aus den Quellen. Eine antiquarisch-religiöse Untersuchung von Abc. Lewisohn- Nabb. in Oberschlesien. Brosch. 15 Ngr. Zu besetzende Carrtor-Stelle. In hiesiger Gemeinde ist Termine Michaelis d. I. der Posten eines Cautors zu besetzen. Individuen, welche sich darum zu bewerben wünschen, wollen sich in frankirten Briefen au den Unterzeichneten Vorstand wenden, und Zeugnisse ihrer Moralität, wie; ihrer gründlichen mnsilalischen Bildung behufs Leitung eines Chores beifügen» Dem Kandidaten* wird für Proben, welche derselbe aus eigenem^ Antriebe zn halten gesonnen ist, nichts vergütet. Der aus 250 Thlr. -sich stellende Gehalt kann dadurch bedeutend erhöht werden, wenn Candida t sich auch für den Lehrer-oder Schächter-Posten qrlalificirt. .. . G l e i w i tz, den 20. März 1847. Der Gemeinde-Vorstand. Zur gefälligen Beachtung. Lehr- und Erziehungs-Anstalt für israelitische Knaben (Handels-Institut) von Louis Simon in Hamburg. — Der erste Jahresbericht wird auf Verlangen frei zugefandt. [47] Bei Unterzeichnetem ist zu haben , : . Die : jüdischen Religiottsphilofophen des Mittelalters oder Uebersetzungen der seit dem zehnten Jahrhundert verfaßten Wischen Religwusphilosophieen. Mitgetheilt von Dr. Julins Fürst. " Erster Band vollständig. Preis des ganzen Emunot Iß Thlr. , Der große religiöse Kampf in der Mitte des Judenthums, der dieRabbiner-Versammlungm und die Reform-Vereine hervorgerufen, berechtigt uns zu dem Glauben, daß diese älteste religionsphilosophische Schrift, über das dogmatische und ceremonielle Element'des Juden th ums, den Rabbinen und Reli- Hionslehrern des Judenthums, welcher Farbe sie auch im Kampfe angehören mögen, eiilie willkommene Gabe sein wird, zumal selbst das Original lebt schwer zugänglich ist. Die Uebersetzung ist treu und doch mit großer Gewandtheit ausgeführt; in zahlreichen und großen Anmerkungen sind viele dahin gehörige lüeratur- und kulturgeschichtliche Parn'een mit großer Belesenheit und Geschicklichkeiten populärer Sprache mitgetheilt, und es braucht nur auf die ersten zwei Jahrhunderte der Karäer-(von 760 bis 960) hingewiesen zu werden, die hier zum ersten Male dargestelltsind, um keiner weitern Empfehlung zu bedürfen. Otto Wigavd. Verlag von C. L. Fritzsche. Redakteur: Dr. Jul. Fürst. Druck von I. H. Nagel.