Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1847-03-12 · Heft 11 (12.3.1847) · p. Seite 81

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
8 (1847)
Issue
Heft 11 (12.3.1847)
Date
1847-03-12
Page
Seite 81 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2360092-2360472-2360484--5830-3533009
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Berichte, Studien und Kritiken Ashter Das Abonnement auf ein Jahr ist 5 Lhlr. Man abonm'rt bei allen löbl. Postämtern und allen: solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. für jüdische Geschichte und Literatur. . Herausgegeben von vr. Julius Fürst. Jahrgang. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. 11. Leipzig, dm 12. Meirz 184V. > Inhalt. Deutschland. Baiern. Bericht für den Monat Februar. Nachtrag zur Statistik. Oettkngen. Wallerstein» Hamburg. Die Gesellschaft für sociale und politische Interessen der Juden. Programm. Leipzig. Schrift über Urtel Acosta. Stettin. Gemeindeleben. Emancipation. Zeitschriften. Kultusordnung. Armenpflege. — Oe ft e r r e i ch. S t u h l w e i ß e n b u r g. Schul- und Synagogenwesen. Austerlitz. Tod des Rabbiners B u ch h e i m. Rabbinerwahl. Krakau. Petition an die. neue monarchische Regierung. — Trutz und Schutz. Von Dr. I. H. Jacobson. — Unser Vater. Von Rabb. Hamburger. — LB. d. Or. Deutschland. SJaietm (Monatsbericht Februar.) Einer sta-, tistischen Uebersicht zu Folge befinden sich in unserem barschen Vaterlande 59,292 Juden heimathöberechtigt. Da schon die letzte Zählung, von drei zu drei Jahren vorgenommen, über 60,000 ergab, so ersieht man einerseits wie viele Glaubensgenossen uns die Auswanderung bei der großen Population der Juden bereits entzog, wie aber andrerseits jene Stimmen, die selbst in der Kammer der Abgeordneten ihren Widerhall fanden, welche dem Druck und der dadurch bewirkten Auswanderung das Wort reden, ihren Zweck nicht erreichen. Der Jude klebt immer gern an der Scholle, wo er geboren nnb erzogen worden, auch wenn sie. ihn als unberechtigt von sich weist.—- Am 19. d. M. wurde in Dettingen der neue Rabbiner, Dr. Fen chtwanger, nachdem er sein Examen in Augsburg glänzend bestanden hatte, in herkömmlich feierlicher Weise eingesetzt.. Gesang, Rede, Festessen re. nichts fehlte. Unsre Hyper-Orthodoxen blicken Mt großen Erwartungen auf diesen jungen glaubenseifrigen Mann. — In Wall erstein, beide Orte liegen im Kreise Schwaben und Neuburg, fiel am besagen Tage die Wahl auf den bisherigen Unterrabbiner David W e i ß k o p f zu Aub mit 6? Stimmen, wovon 45 auf. die Gemeinden Kleinerdlingen und Ederheim kommen. In der Gemeinde Wallerstein selbst erhielt bisherige Verweser H. Rottenheimer die Mehrheit der Stimmen 27, im Ganzen jedoch nur 37. Wie gewöhnlich wird auch gegen diese Wahl Reklamation, jedoch wahrscheinlich, erfolglos erhoben werden. — Gegen die bereits gemeldete Wahl Dr. Weimanns auf das Rabbinat W el bh au sen in Mittelfraiifcn haben sich bereits Anstände erhoben. Dieser Ort hat besonders Malheur mit seiner Rabbinerwahl; es ist bereits seit ungefähr zehn Jahren die vierte, welche angestritten wird. — Was bisher nur in Baiern diesseits des Rheins vorkam , Beschwerden gegen den Rabbiner wegen Ueberschreitnng der Amtsbefngnisse, widerreligiösen Lebeuswanwandels re. das taucht auch in der Pfalz jetzt auf. Mehre Gemeindcglieder in Kaiserslautern haben arge Beschwerden gegen ihren Rabbiner Seligm a n n bei der dortigen Regierung erhoben. Dem Vernehmen nach ist ein eben so ,,rechtgläubiger wie wissenschaftlich gebildeter Rabbiner" diesseits des Rheins mit der Begutachtung der- Anktagepunkte betraut. Die Diskretion verbietet uns etwas Weiteres darüber zu berichten, bis der Prozeß seine Entscheidung erhalten haben wird. — Ministerialrats) Baron ,D u P r el in München, derselbe welcher bei der allerhöchsten Stelle dieAnsässigmachnngs- Vcrhältniffe der Juden zu behandeln hat, ist zum neuen Jahr von Sr. Majestät mit dem Verdienstorden begnadigt worden. Ob auch die Art der Behandlung dieser Branche zu seinen Verdiensten gehört, vermögen wir nicht zu bestimmen. — Die von Sr. Majestät dem Lehrerpersonal bewilligte Theuerungszulage ist nunmehr 11

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.