Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 10 (5.3.1847)
- Date
- 1847-03-05
- Page
- Spalte 159-160 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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159 Ankündigungen. 160 d) Won den nn-rH. Omi in der Synagoge. e) Von den Beiträgen in der Nacht von ,121 deiMn u. d) Von besondern Kollekten und t^) von dem Erlös des jährlichen Balles, der am Stiftungstage des Vereins zum Besten desselben gegeben wird. Die jährliche Einnahme und Ausgabe hat in den Jahren 1838 bis 1840 gegen 500 R. S. betragen. — (Schluß folgt.) In diesen-Ankündigungen werden Anzeigen' aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren?Raum ausgenommen. [263 Bei W. Adolf u. Comp, ist erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben: . Cassel, Selig, Historische Versuche, Inhalt: 1) Anmerkungen zu Benjamin von Tudela, 2) Französische Ortsnamen, 3) Apologie. Preis' 7 Ngr. - [27] So eben erschien bei uns, und ist durch alle Buchhandlungen zu beziehen: ( monroii : ^'hV ppJii n^n '~b - oder Fragmente aus der Punktations- und Accentlehre angeblich von R. Mos. Pünktator u. s. w. Heransgegeben von De. Sal. FrensdoLff. gr. 8. geh. 16 gGr. (und nicht 16 Ngr.)? Diese Ausgabe einer ältern hebr. grämmaN Schrift, die durch ihre neue Form, durch Verbesserungen und erläuternde Anmerkungen zugänglicher und verständlicher gemacht wird, liefert den Freunden und Kennern her hebräischen Sprache einen wichtigen Beitrag zur hebe. Grammatik und Masora, so wie sie auch allen, die sich kür die Zeitgeschichte interessiren, ein schönes Denkzeichen aus derselben darbietet. ' Helwing'sche Hofbuchhandlung in Hannover. Einladung zur Subskription. Der Name R. Nissim ben Jakob OM lim ]NUTpö ypp ist der gelehrte»r.Welt genugsam bekannt. Am Anfänge des eilften Jahrhunderts blühend, und Schüler des R. Chuschiel und des R. Hai Gaon, steht er als Letzter Nachhall der geonäischen Periode da, und bietet uns gleichsam das' frische ungetrübte Quellwaffer 'mündlicher Tradition mit eigenen Händen dar. Mit ihm fängt, , nach dem Hinscheiden des letzten Gaon, eine neue Periode an, welche man die rab bi irische nennt pwi in: VonR. Chananel nrn heißt . es gewöhnlich n^3p/nai maT tot „alle seine Worte sind mündliche Tradition", um wie, viel mehr gilt dies von R. Nissim, dessen jüngerer Freund und vielleicht auch Schüler R. Chananel war. Seine tiefen und überraschenden Erklärungen zum Talmnd, mittelst Herbeiziehung des jernsalemischen Talmud, Sifta, Sifre und Tosefta, sind aus mehreren Stellen im Aruch, Tosafot Verlag von C. L. F r i tz s ch e. unb andern Schriftstellern bekannt. Leider aber kennt die Welt nichts mehr, als was in diesen wenigen Stellen ans seinem Megillal Setarim und Ma ste ach gelegentlich angeführt ist; von seinen Werken selber, war bis jetzt keine'Spur. Daß ich durch d,ie Freigebigkeit meines geehrlesten Jugendfreundes Herrn Bänqnier I. Schorr in Brody tm Besitz des seltenen handschriftlichen Masteach NODO des R. Nissim bin, wissen bereits die Leser dieses Blattes , in welchem ich auch zu wiederholten Malen zur Herausgabe desselben anfgefordert worden bin. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist die Handschrift , so wie'vor einiger Zeit die Verrnnthung in diesem Blatte ausgesprochen' worden, dieselbe welche Asulai gesehen und in seinem Schem-ha-Gedolim beschrieben hat. Außer dem, daß der eigentliche Inhalt durch die wichtigen Erklärungen, seltenen Lesarten und verschiedenen anderen Bemerkungen, zum Talmud die Theilnahme aller talmudischen Gelehrten beansprucht, enthält das Buch auch, besonders die Historische Vorrede des Verfassers, für Literaturhistoriker und jeden GelehrLen viel Interessantes und Neues. Gegenwärtig'wird nun das' besagte Masteach gedruckt in der k. k. Hof- und StaatsbuchdrnckcreL, einer der merkwürdigsten und großartigsten typographischenAnstalten C'mopa's, die die Schriften aller nur vorhandenen Sprachen Ln möglichster ästhetischer Vollkommenheit besitzt und noch immerfort anschafft, und auch zu unserm Zwecke neue hebräische Schriften gießen ließ. Das Buch wird daher in selch vorzüglich schöner Ausstattung erscheinen, wie es nur eine Staats- und keine Privatbnchdruckerei leisten kann. . . Bei der allgemeinen.Theilnahme, die ich nicht ohne Grund voraussetze, da dies Buch als Denkmal eines der größten Männer unseres Atterthnms im Besitz eines Jeden sein sollte, habe ich zur leichtern Anschaffung die Einrichtung getroffen, daß diejenigen-welche jetzt vor dem Erscheinen desselben subshibiren, es für den geringen Preis von nur Ein Gulden C.'Mi. oder 16 gGr. Pr. Cour, haben sollen, während später der Ladenpreis höher gestellt sein wird. Man subskribirt in frankirten Briefen bei mir selbst, oder bei der Redaktion dieses Blattes, welche die Gefälligkeit haben wird, mir das Berzeichniß der geehrten Herren Subskribenten zuznschicken. DasJnteresse für unsere Literatur ist noch nicht erkaltet, daher hoffe ich, daß kein Gebildeter anstehen wird, einen solch kleinen Beitrag für dieselbe zu leisten. Wien, den 21. Februar 1847. Du. Goldenthal, Leopoldstadt Nr. 315. Druck von I. H. Nagel. Redakteur: Dr. Jul. Fürst.