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Der Orient · 1847-01-29 · 5 (29.1.1847) · p. Spalte 77-78

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
5 (29.1.1847)
Date
1847-01-29
Page
Spalte 77-78 (sequence 7)
Language
German
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78 Studien. Notizen und Miscellen. Namen. Dan. Belillos. 77 denn, letztere erhöhen in nichts die Bedeutung der Handlung und üben auch auf ein redliches Gemüth keinen Einfluß. Nur geistig verwahrloste, oder m einer sündigen Generation auserzogene Menschen mögen zuweilen durch Flüche erschreckt, und zur Uebung des Rechts und Bekennung der Wahrheit veranlaßt werden, denen sie sich sonst entzogen hätten, weshalb auch der Bund am Sinai ohne Flüche (.Ex-d. 24), hingegen der in den Steppen von Moab, nach den vielfachen Versündigungen ihrer bereits verstorbenen Väter mit Verwünschungen und Flüchen begleitet wurde (Deut. 28 und 29); so wie beim Eintritt in den Ehebund weder von Eid, noch von Verwünschung oder Fluch die Rede ist, wohingegen dieselben erwähnt werden, wenn sie sich durch unanständiges Betragen Argwohn und Verdächtigungen zugezogen hat (Num. 5, 11—31)$ denn diese Bündnisse sind eine mit ausdrücklicher Beziehung ans Gott gegebene Versicherung , und gleich dem assertorischen, mit gewissen Feierlichkeiten verknüpft, daher auch einem Meineide gleich, hart bestraft. So heißt es: das Schwert, das da rächt die Rache des Bundes (toit. 26, 25). Der Treubruch in der Ehe wird besonders bezeichnet (Num. 5, 21).’) - Ich behalte mir vor, den Charakter der promissorischen Eide .in der Fortsetzung dieses Aufsatzes näher auseinanderzusetzen; es mag hier vorläufig genügen, den Unterschied nachgewiesen zu haben, der zwischen ihnen und den eigentlichen Bündnissen der Uroffenbarung besteht. Jene sind menschliche Einrichtungen, die ihre Unverletzlichkeit nur behalten, so lange sie nicht den göttlichen Geboten widersprechen, diese sind Institute, die Gott selbst zur Förderung der Wahrheit und des Glückes auf Erden eingesetzt hat, und die allen Völkern als Norm und Varbild bienen. — „Denn von Zion gehet die Lehre und das Wort des Ewigen von. Jerusalem" (Jesajas 2, 3). . M. B. Friedenthal. Notizen «nd Miseellen. Namen. 1) Der Eigenname tyjn, arabisch DNJ'~, Dünas, ist ein ursprünglich berberisch -afrikanischer. Name. Die Form, wie auch der Mangel einer arabischen Ableitung weisen auf dessen Fremdartigkeit hin, und wirklich kommt dieser Name bei echten Arabern nicht vor. Hingegen finden wir in den Annal. regum Mauritaniae (ed. Tor.nberg) 1. p. 70 unter den Zeiniden einen mit Namen Dünas als König von Fas aufgefiihrt, der im Jahr^ 1048—1960 regierte. Die arabische Bildung in Afrika war längs der ganzen Strecke des Atlas nicht ungetrübt durch berberisch- 7) Herr Holdheim ist.daher im Jrrthum, wenn er das nnE IßtyT yrj&S'lE für einen promissorischen Eid hält; es ist vielmehr der Bund am Sinai gemeint, deren Wichtigkeit dem assertorischen gleicht. afrikanische Elemente, wie sogar manche Eigennamen der Könige Mauritaniens darauf Hinweisen. »Warum dafür der hebräische Name D’UHN, Adonim, gesetzt lwurde, weiß ich keinen genügenden Grund anzugeben, vielleicht war es blos der gleichen Asonanz wegen, das vok-allose Ales sich wegdenkend. Jedenfalls sollte man doch .nicht, wie es noch in neuester Zeit geschah, Dan» schreiben. — 2) Der Eigenname D'DD, der noch in neuester Zeit unrichtig Tamim geschrieben wird, ist das Gegenspiel von Dünas-; er ist nämlich echt arabisch (Q^n) und istTemim auszusprechen. Die OM V2 bilden einen bedeutenden arabischen Stamm und deren Urvater Temim führte sein Geschlecht durch 13 Generationen auf *np. den Sohn Jsmaels zurück (Abulfeda, vorisl. Gesch. S. 183, 195 und 197). In Afrika hieß z. B. so derIeinide, welcher den Hamüma/. den Vater jenes obenerwähnten Dünas, aus Fas verjagt und ^dort regiert (Ann. reg. Maurit. J. p. 69). - Daniel Belillos. Herr Dukes hat im LB. Nr. 43, Jahrgang 1846 ein kleines Gedicht von Daniel Belillos mit der Bemerkung mitgetheilt, daß Hr. (Zarmoly eine biographische Notiz über denselben liefern möge. Durch die Schriften Daniel, de Barrios' bin ich im Stande, nähern Aufschluß über diesen Amst-crdamer Gelehrten zu geben. Sein Name war Belillos, nicht Blelios (wh'bl), wie Hr. Dukes schreibt. Im Jahre 5443 --- 1683 war er zweites Oberhaupt der Akademie „Maskil el-Dal", was de Barrios in folgendem Verse besingt: 61 lios segundo que aö'ra Ja preside Daniel Belillos se nomina, donde los herrores cientifico despide, y a la Proposicion pronto responde. « In seinem „Ez Chajim" (arbol ck« las vidas, 89) singt er von Belillos: Por golfo de lineas Sanctas Daniel Belillos narega, Timon del lVledras tei cero y de Maskil el Dal vela. Llaniase el segundo pogo del Üdiu que el zelo engendra en el Vientre del estudio contra la Epicurea secta. Tanto lebogan sus aguas, que como Abrain saleu fuera en la noche del destierro. por camparcon sus estreUas. d. h. „Nach dem Hafen heiliger Grenzen schifft Daniel Belillos, das Steuerruder des dritten (Bet-ha) Midrasch, und das Segel der Akademie Maskil el-Dal. Er heißt der zweite Brunnen des Hasses (mit Anspielung auf p&SJ 1iO Genes. 26, 20), der den Eifer gegen die epAurcli-

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