Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 3 (15.1.1847)
- Date
- 1847-01-15
- Page
- Spalte 33-34 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Meratnrblatt -es Orients. Berichte, Studien und Kritiken für Mische Geschichte und Literatur. JKI 3« Leipzig, dm 15. Januar 1.84V« Inhalt. Studiea. Nothwendige Hinzufügungen zu Leop. L ö w's : „Schicksale und Bestrebungen der Ungar. Iuden'^ Von Rabb. M. Zipfer. (Fortsetzung.) — Literarische Analekten. Tarsus in Cilicken. Von M. Horfchetzky.-Geschichte der jüdischen Literatur in Babylonien. Eine Skizze von Dr. Julius Fürst. Fünftes Kapitel. — Ueber die Sprache der Mischna. Von Prof. S. D. Luzzatto. (Fortsetzung.) — Ankündigungen. Nothwendige Hinzufügungen zu dem im Kalender und Jahrbuche für Israeliten auf das Jahr 1847 befindlichen Aufsatze .„Die Schicksale imd Bestrebungen der Juden in Ungarn, seit dem elften Jahrhundert bis auf unsere Zeit.. Von L e o p o l d L ö w, Oberrabbmer zu „ Großkanischa " von M. Zipfer, Rabbiner in Stuhlweißenburg. (Fortsetzung v. Nr. 51 d. I. 1846.) Nach der Wiedereroberung Ofens durch die kaiserlichen Truppe-, im Jahre 1686, wurde der israelitischen Einwohnerschaft daselbst dasselbe Schicksal zu Theil, wie der türkischen. «§in Theil derselben fiel als Beute der feindlichen Wuth\ die jüdischen Einwohner haben nicht minder zur Bertheidigung der Stadt beigetragen und sich dadurch die Rache der Belagerer zugezogen. Ein anderer und zwar größerer Theil zerstreuete sich nach den südlichen, noch in türkischer Macht stehenden Provinzen, oder flüchtete sich auch in das österreichische Gebiet', vorzüglich aber nach Prag DDJ1 ronprrä , noipnn). Diese Auflösung der jüdischen Gemeinde war jedoch nur momentan. Bald darauf taucht uns wieder eine neue, theils aus der Sammlung der übriggebliebenen Trümmer, theils durch andere Ankömmlinge frisch gebildete Gemeinde empor, wie dies aus den nach Ofen geschickten Responsen des R. Meir Eisenstadt, der erst einige zwanzig Jahre später nach Ungarn kam, deutlich zu ersehen ist (Mp , NO , W in .WN D'IHD). Äus dem 111* Gutachten, das auch am Ende mit einer Jahreszahl (1720) versehen ist, geht hervor, daß sich zu dieser Zeit die jüdischen Eimvo-Hner Ofens fleißig mit der Manipulation des Weines befaßten, den sie vorzüglich an die jüdischen Einwohner zu Temeswar verkauften (*iriN baa; N'p DD Dn w*$ d^HD }« drh pmn. nyipin , .'di pind ana nd rhxmn rroiD hjko ).nn däi pn nw -objcp ■ ntso *D*1*)J Indeß wurde ihnen auch dieser Handel von dem dortigen Stadtmagiftrat weggenommen, wie überhaupt ihr Schicksal zu dieser Zeit kein erfreuliches war. Anfangs, so lange man nämlich die türkischen Ueberreste, aus Ungarn Zu vertreiben hatte, schien man sie zu ignorirm und friedlich ihren Weg gehen zu lassen. Nach hergestellter Sicherheit aber wurden ihnen einzeln alle Rechte aus den Händen genommen und dagegen Beschränkungen aller Art und Erhöhung der Steuern aufgelegt. Vorzüglich begann man ein solches Vers fahren gegen sie im Jahre 1717, wo die Stadt in den gesetzmäßigen Besitz ihrer Privilegien, gekommen zu sein scheint, in Ausübung zu bringen. Ein von den jüdischen Einwohnern an den Magistrat gerichtetes Gesuch, man möchte ihnen die Errichtung einer Betschule erlauben, (sie hatten also seit der Vertreibung der Türken keine bestimmte Synagoge mehr,) wurde mit dem Bedeuten beschieden, ,^ein Betlokal zu miethen, so lange man sie tolerirt, wäre man zu gewähren nicht abgeneigt." Man ging also schon mit den Gedanken schwanger, sie gänzlich zu vertreiben, nur war man noch nicht über die Act und Weise der Ausschaffung im Reinen. Im Jahre 1734 wurde wirklich vom Magistrat die gänzliche Vertreibung Zu dieser Zeit zeichnete sich vorzüglich ein gewisser Elias Kohn durch seinen Wohlthäcigkeitssinn aus, der sich sogar bis nach Jerusalem erstreckte, ist aber durch die Belagerung gänzlich zu Grunde gegangen, ('i HDlprD nV piN ppD w pan 'tv wa Dinw : a°y nn , pa dwovn Ji oy , jidnj ny Dy by bmon dbtwV iw ba mm jrif h& .N&snp wvya ddoth (PNO 3