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Der Orient · 1846-12-24 · 52 (24.12.1846) · p. Spalte 831-832

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
52 (24.12.1846)
Date
1846-12-24
Page
Spalte 831-832 (sequence 8)
Language
German
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831 Gesetze geleisteten Lreuschwures zu bewegen; wobei irgend einer Uebersetzung oder anderweitigen Erklärung,; um es allgemein verständlich zu machen - nicht erwähnt wird. Den Heiligen Text der Lora haben die Leviten dem Volke nicht übersetzt, sondern ausgelegt und erläutert ')♦ *;•' 77. Allein die mit Esra nicht heimgekehrenden Juden — welche den größten Tbeit der Nation ansmachten. eigneten sich nach und nach bei ihrem Aufenthalte in Babylonien die Landessprache an, indeß das Hebräische aus dem gewöhnlichen Leben schwand. In der Folge, als auch diese schaarenweise ins heilige Land übersiedelten'-, trugen sie immer wehr zur Verbreitung der chaldäischen Sprache auf Kosten'der hebräischen bei. Dazu gesellte sich noch gleich anfangs die Abhängigkeit - be§, 'jüdischen ' Volkes von den persischen Königen, an - 1) Hi-rr werden die Lewiten Dyn f)X (Nehemia 8, 7. 9Yr intelligere facientes populunr, und nie ’p.^"6ö oder D^nr)'DA‘ iriterp latentes. geyännt. Das in Nehemia (3, 8) vorkommende Wort^ bedeutet weder „übersetzt" wie es Viele mit dem Talmud (Megilla fol.3. Nedarim fol. 37) meinen, noch „treu, aä veidum" wie es Gesenius (Geschichte S 45 und l.exie«»n manuäle S. 843) nimmt; sondern (und ebenso das ihm entsprechende' in Esra 4> 18) klar, deutlich,- "wie ba' DH? des Onkelos Er. 28, 11), welches deutliäz^ und lesbare Schrift bedeutet. ' - ' ' 832 deren Hofe (wie es aus den Büchern Daniel und Esra hervorgeyt),- die aramäische Sprache üblich war, und später die politischen Verhältnisse mit den Königen von Syrien, wo die aramäische Spräche die herrschende, war. 78. Nichts desto weniger darf man die heilige Sprache durch die ganze Dauer des zweiten Tempels nicht für gänzlich ausgestorben ansehen. Denn wenn auch ihr allgemeiner Gebrauch von Jahrhundert zu Jahrhundert sich verlor, erhielt sie sich dennoch als Umgangssprache bis nach Zerstörung Jerusalems bei einem mehr oder minder beträchtlichen Theile' der Nation. R. Meir, der im zweiten Jahrhundert der gew. Zeitrechnung lebte, versicherte den Antheil ^nn ewigen Leben, allen denen, die in Palästina beständig blieben und die hebr. Sprache redeten (Talmud hierosolom. Sabbat Kap. 1)* ein Beweis, daß der Gebrauch der hedr. Sprache zwar mit jedem Lage immer seltener wurde, aber nicht gänzlich aus dem Leben des Volkes erlosch.. Auch läßt sich aus den von R. Asarja-) und de Rosst aus Josephus Flavins und dem neuen Testament, citirten Stellen nichts anders mit Bestimmtheit schließen, als daß die Hebr. Sprache zu Titus Zeiten weniger als die chaldäische in Palästina üblich war. (Fortsetzung folgt.) 2) Meor Enäjim Kap. 9 und 57. 3; Deila lingua pröpria di Christo. Zn diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen 4 Sgr. für die gespaltene Petit- Zeile oder deren Raum ausgenommen. Ankündigungen. . [217]. Bei C. L. Frltzsche in Leipzig ist zu Haben: (Ikkariin) onj?*? HDD Grund- und Glaubenslehren der Mosaischen Religion von 'Nach den ältesten und korrektesten Ausgg. in's Deutsche übertragen von Dr. W. Schlesinger, Rabbiner zu Sulzbach und Dr. §* Schlesinger, Lehrer der neuern Sprachen.. Hierzu: Historische Einleitung zu N. Joses Aldo's Dirche Ikkarim, nebst kritischen, vergleichenden, historischen und.philosophischen Anmerkungen von Dr. . D. Schlesinger, Lehrer der neuern Sprachen. . Brosch. Preis für das Ganze: T Thlr. Wir übergeben hier den Freunden der jüdischen Religionsphilosophie die Uebersetzung eines der wichtigsten Werke in diesem Fache, deren 1. Heft im „Orient" und in Jost's „Annalen" günstig beurtheilt wurde. £218] Bei C. L. Fritzsch e in Leipzig sind folgende hebräische Bücher antiquarisch für beistehende Preise zu haben: 1. ^sa D2/2. Commentar über Pirka Abot. Franks. a./O. 1781. 8. 12-z Ngr. 2. tq~] rc\x mit zwei Commentaren und Wilna, 1809. 4. 1 Lhlr. 5 Ngr. 3. mit denselben 2 Commentaren. Wilna, 1829. 4. 1 Lhlr. 5 Ngr. 4. vq-i nn mit denselben zwei Commentaren. . Wilna, 1829. 4. 1 Lhlr. 5 Ngr 5. N'diM ^id?, die Athalie von Racine überarbeitet von Franco-Mendez. Wien, 1800. 8» 15 Ngr. Mann« von M. Steinschneider. 1846. brosch. 10 Ngr. Enthält: Nachbildungen jüdischer Poesie aus.der Blüthcnzeit jüdisch-arabischer Bildung. Verlag von C. tz. Fritz sch e. Redakteur: De. Jul. Fürst. Druck von I. H. Nagel.

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