Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 7 (1846)
- Issue
- Heft 51 (17.12.1846)
- Date
- 1846-12-17
- Page
- Seite 404 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2360092-2360418-2360470--5722-3532793- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
404 boten, Handlungs- und Handwerks - Gehülfen rc. dürfen nur, wenn sie sich mit Heimath-Scheinen ausweisen können, in dem Königreiche geduldet werden. Im Uebrkgen verbleibt es bei den in Beziehung auf ausländische Juden bestehenden Gesetzen und Verordnungen. Art. 10. Einwanderung ausländischer Israeliten. Einem fremden Schacher-Juden kann in-keinem Falle, einem andern Israeliten aber nur dann, wenn derselbe von einer bestimmten Gemeinde des Königreichs die freiwillige Zusicherung des Orts- Bürgerrechts erhalten hat, die Aufnahme kn das Staats- Bürgerrecht ertheilt werden (vergl. Art. 14). Eine Ausnahme findet jedoch bei gesetzlich befähigten Rabbinen zum Behuf der Anstellung derselben in so lange Statt, als es für das Bedürfniß der israelitischen Kirchen- Gemeinden an befähigten Inländern fehlt. Die Aufnahme eines für seine Person befähigten Israeliten kann nicht auf diejenigen Söhne erstreckt' werden, welche zur Zeit der Einwandernng ihres Vaters bereits das fünfzehnte Lebensjahr zurückgelegt und noch keinem ordentlichen Gewerbe sich gewidmet haben. (Fortsetzung folgt!) Statistische Miscellen Warschau. Unter einer Bevölkerung von etwa 160,000 Einwohnern zählt man hier gegen 38,000 Juden. — Dalmatien. Die jüdische Bevölkerung m dieser Provinz beträgt 446. Im Jahre 1844 kamen hier- 6 Sterbefälle und eine Trauung vor. — Lombardei. In dieser Provinz Oesterreichs leben 2,975 Juden. Im Jahre 1844 wurden daselbst getrauet 18 Paare und es kamen 69 Sterbefätte vor. — Breslau. In dem Sommerhalbjahre 1846 studirten an der hiesigen Hochschule unter 749 Individuen auch 84 Juden. Ein Theil dieser 84 widmete sich dem Studium der Philosophie und Theologie zu, um einst als Rabbiner fungiren zu können. Die größere Zahl dazu lieferte das GH. Posen. — Die Wilhelmsschule zählt 108 Schüler, die von 10 Lehrern unterrichtet werden. —- * Baiern. Hier zählt man jetzt 59,292 Juden. — Hilde sh eim. Zu dem Rabbinatsbezirk Hildesheim gehören 42 Synagogen-Gemeinden. Der jetzige Landrabbiner über dieselben ist Dr. Meyer Landsberg aus Berlin. Verlag von C« L. Fritzsche. Würt e mb erg. Hier zählt man jetzt 11,266 -Juden. - Hannover. Im ganzen Königreiche dieses Raum zählt man jetzt 11,127 Juden. In der Residenz allein zäh man 728 Juden. * * Baden. Hier zählt man zetzt 21,368 Juden. Die sind in 167 Gemeinden vertheilt. — Pefth. Im Jahre 1846 beträgt die Anzahl der Jude daselbst 13,511z im Jahre 1835 zählte man nur 7,269. Pleschen (im GH. Posen). Unter einer Bevölkeren von 5,500 Einwohner zahlt man 1,100 Juden. Antwerpen. In dieser Stadt leben 89 jüdische Fa milien. — * Holla n d. Nach der Zählung vom 1. Jan. 184') wir die Anzahl der Juden daselbst auf 52,245 angegeben. Am sterdam allein soll gegen 30,000 Juden haben. — Frankreich. Unter 34£ Millionen Einwohnern jd'fy: man 84,000 Israeliten. * ' Trier. In den 13 Kreisen dieses Regierungsbezirke zählte man-im Jahre 1845, unter 477,582 Einwohnern 4853 Juden. — Posen. Unter 42,000 Einwohnern zählt man e. 9,OCX Juden. Im Jahre 1845 war zum ersten Mal ein Jud, (Mamroth) zum Stadtverordneten gewählt. — * - * * Berlin. Am Schluffe des Jahres 1845 befanden sist in der Gemeinde-Knabenschule 131 Schüler, in vier Klassen verrheilt. S ch l e s w i g - H o l l ft e i n. Im Jahre 1845 zählte man in Altona 2188 (worunter 62 portug.), Kiel 74, Schleswig 56, Rendsburg 262 und in Eckernföcde 1 Jude. Rußland. Nach einem Berichte des Ministeriums belief sich am Schluffe des Jahres 1844 die jüdische Bevölkerung auf 1,151,605, die Anzahl der Rabbiner betrug 1020. * * . * Krakau. Das ganze Gebiet Krakau's zählt etwa 15,000 Juden, von diesen kommen etwa auf die Stadt selber c. 12,000. —! . Druck von I. H. N o g e l»