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Der Orient · 1846-11-26 · Heft 48 (26.11.1846) · p. Seite 380

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Journal
Der Orient
Volume
7 (1846)
Issue
Heft 48 (26.11.1846)
Date
1846-11-26
Page
Seite 380 (sequence 15)
Language
German
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Wenn Herr Ettlinger und seine zweideutige Kompetenz«) glauben,, daß Meziza unbedingt zur Handlung selbst gehöre, wie py*-^ pbnio (wie es. früher in Polen und -manchmal in Prag vorgekommen sein soll, daß bei einer Beschneidung drei Beschneider tha'tig waren, der eine verrichtete den -prv>n, der Zweite die nynD und der Dritte die n^KD) 3 nun mit welchem Rechte konnte man den Uman, welcher die Meziza nicht verrichten wollte, absetzen? hat er nicht dasselbe für sich wie derjenige Umcm, von welchem derselbe R. Papa sagt nacn Note imoy pnN msanNote rnay non in1? Note Kann er nicht auch mit Recht sagen: Möge diese Verrichtung, nachdem ich die Ersteren vollzogen, ein Anderer machen? Wird mir vielleicht hier Herr Ettlinger, weil es ihm gerade paßte, das von Frankel in seinem wahren frommen Ernst 7) hier so gut angewandte NniD^O K5MO N"i'Qn entgegen§dlten wollen? Genug die eben citirlen Worte R. Papa's beweisen mehr wie sein 'm p”D NOD1N 'NH, sie beweisen daß mit der Peria und mit Beseitigung der 8) n^DH nttpDDyDnp^ die Handlung vollendet und dem Gebote vollständig genügt ist. Was wir^ von der Sache zu halten haben, so bald wir erkannt, daß das Unterlassen der Meziza keine Gefahr bringt und im Gegentheil die Verrichtung derselben dem Kinde gefährlich werden dürfte, können wir aus ,“P entnehmen, welcher von allen älteren Rituallehrern den Gegenstand am ausführlichsten bespricht: nN p^iD DHNl v'y ni^n Dipm pm ein pm n^on . jo Din hjdd 'ih am xbu/ ns 'ni paaiD -pb n^D n>n pDDt^ iniN p-vayD psio ww wir wissen nicht welche Bedeutung mn'n D'pDD prpJi Din pN niTäD 'ty. hat, und bei der Sorgfalt welche der fromme R. Mardechai Iafe darauf verwendete, die Vermeidung der Gefahr wiederholt zu bezeichnen, sollen wir nun eine Observanz beibehalren, welche jetzt das Entgegengesetzte, was man damals damit bezwecken wollte herbeiführen, statt einer Gefahr abzuwenden eine Gefahr^ herbeiziehen würde; man möchte ausrufen japs onjD3 dh rpan nnD 'im Dmvn nw .nnsfi nsd? (Beschluß folgt.) 6) Mit welchen ich nichts zu thun habe, da sie schon von Herr K. u. Dr.'S. auf treffende Weise abgefertigt worden. 7) Denn wahrlich er treibt kein Spiel mit dem Heiligsten wie die pitj •hdh#. 8) Hierüber werde ich mich ausführlich in meinem größer» Aussatze aussprechen, wo ich die Widersprüche hervorheben und vielleicht zu lösen gedenke. Perfonalchrourk und Miseellen. Prag. Die Landau'sche Oktav-Ausgabe des babylonischen Talmuds ist endlich vollendet, zur Freude aller Freunde jüd. Literatur; es ist die erste Talmud-Ausgabe in Oktav, die zu Ende geführt wurde, und es ist.:? em-'schöner- Ruhm Landaus mit unermüdlichem Eifer und miMeld opfern sie vollendet zu haben, was frühere Typographen in Amsterdam und Metz nicht vermochten. -Möge das Publikum dem ausdauernden Herausgeber dadurch lohnen, daß es ihn zur gleichen Herausgabe des jerusalemischen Talmuds in Oktav aüsmuncere und ansporne. * * Stettin. Obgleich unser Rabbiner, wie die ganze Gemeinde, einen Standpunkt einmmmt, welcher dem der R.-V. entgegengesetzt ist, nehmen doch die Verbesserungen in Kultus und Schule einen erfreulichen Fortgang, ohne daß in der Gemeinde auch nur die geringste Uneinigkeit herrscht. Darum werden auch die Mitglieder der R.-V. mir ihren Reformen, weil sie nicht vom Judenthume ausgehen, nicht weit kommen. * * * Wien. Auf Antrag des Religionslehrers des Herrn L. Breuer hat die hiesige Gemeinde jährlich 50 Fl. C.jM. zur Vergrößerung der Schulbibtiotbek bestimmt. Gewiß wird Hr. B. euch ein Verzeichniß derselben zur Nachahmung für andere Gemeinden mittheilen. Wien. Von dem fleißigen S. Deutsch erwartet man nächstens eine Beschreibung der Druckwerke Oesterreichs, namentlich in dm letzten 5 Decennien. Der seel. P. Beer, der einst über das letzte Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts ein solches Verzeichniß in der Sulamith nütgetheilt, hat der Literaturgeschichte einen Dienst geleistet. Prag. Oer geachtete De. Abr. Karpeles erhielt die Bezirks und Spital-Arztstelle der Judenstadt in Prag. Prag. Von dem trefflichen Werke „Leschon Chachamim" des gelehrten Rabd. Löwy wird bald das 2. Heft erscheinen. Preußen. Mehre preußische Gemeinden sollen beschlossen haben, die wichtigsten Werke der neuen jüd. Literatur aus der Gemeindekaffe anzukaufen, um sie zu fördern und den Gemeindegliedern die Einsicht in dieselbe zu verschaffen. Pesth. Die ungarischen Juden überstürzen sich in ihrem Magyarismus. Alles soll ungarisch werden. Man bedenkt nicht, daß das Deutschthum dort die Quelle der Bildung und Civilisation noch ist und daß die Forrbildung des Magyarischen nur eine künstliche ist. Wenn die Juden das deutsche Element aufgeben, so schneiden sie sich jeden Zusammenhang mit dem Mittelpunkte der Bildung und Wissenschaft ab. * * Mähren. Das Landesgubernium har in der Brunner Zeitung die Landrabbinerstelle ausgeschrieben. Verlag von C. L. Fritzsche. Druck von I. H. Nage l

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