Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 7 (1846)
- Issue
- Heft 48 (26.11.1846)
- Date
- 1846-11-26
- Page
- Seite 373 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Berichte, Studien und Kritiken Siebenter fftt Jahrgang. — Mische Geschichte und Literatur» — Das Abonnement auf ein Jahr ist 5 Llftr. Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern - und allen solid. Buchhandlungen aus ein Jahr. Herausgegeben von Dr. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. M 48. Leipzig, den 26 November 1§40« ‘ Inh a l t. Deutschland. B a i er n. Sociale-, Kultus- und Schulnachrichten. Nürnberger Fortschritte. Berlin. Freigebigkeit der Juden. Aus dem M e k l e n b u r g i sch e n. Kein Leibzoll. Aus Meisenheim. Das Napoleonische Dekret. Aus Nor d d eut sch l an d. Die Seugenhabilitat der Juden. Li ssa. Vier Fragen. Hr. P o l l a ch. Antwort.— Oesterreich. Prag. Prof. .Fr an c es c o n i 's Intoleranz. Aktenstück. — Polen und Rußland. Warschau. Abentheurer. Der Trachtukas. — Noch ein Wort über die Mestza. Von I. B o n d i. — Personalchronik und Miscellen. Prag. Stettin» Wien. Wien. Prag. Prag. Preußen. Pesch. Mahren. - LB. d. Or. Deutschland. ..", ' SBaicru, (Ende.M^s)» J^vertangen, hoch- - ^eehrtester Herr JtedukteKDM-mir-Mn^^che Berichte ' über Bayern , in HeeW^über 'Mittelfranken und . .daö. Alles ohne Naisonnoment '„ohne zu bedenken, wie ),schwer dies einem Correspondenten," der gern raisonwird, der überdies noch Dinge zu berichten hat, ' die reichen Stoff dazu geben, und dazu soll er noch seine Kindtein nnjn ony (nackte Thatsachen wollen Sie) in die Welt hinaus schicken. Das ist zu viel verlangt. Sehen Sie zu, wie ichs vermag und bin ich in oberwähnten Fehler verfallen, so nehmen Sie kecklich Ihre Redaktiensschecre und schneiden die überflüssigen Zipfel getrost weg» Auch mache man mir aus der vergleichsweise Unbedeutenheit der zu meldenden Thatsache keinen Vorwurf. Wo Hochwichtiges nicht verfällt, da muß minder Wichtiges genügen, und am Ende geben doch einzelne mit Bedacht geführte Striche und Linien ein Bild. Dies für heute und alle Zeit, Amen. Seit dem Ausemandcrtritt unsrer Stände ist unser politischer Horizont zwar ruhig aber nicht wolkenlos, d. h. es bleiben uns die mittelalterlichen Gesetze mit ihrer eisernen Anwendung und es kommt nur auf einzelne Beamte und Gerichtshöfe an, ob sie solche geltend machen oder noch gar vergilbte Dekrete frommer Bischöfe und launischer Mark- oder Pfalzgrafen hervorsuchen wollen. Jst'S bei uns doch erst noch die Frage, ob man die Gesetze über unsre Verhältnisse ändern will, ja selbst die vermnnmene Zusicherung, die § 12 imb 13 in dem Edikte von 10» Juni 1813 über diie Verhältnisse der Israeliten, fänden praktisch keine Anwendung'' mehr, hat sich nicht bestätigt, da erst Heu liehst dem Religionslehrer und Vorsänger I on d o r f in D i e t en h offen eine Nachmatrikel verweigert worden ist. Auch dem Lehrer Wolfsheim er in München soll auf den Grund einer mangelnden Matrikel die Ansässigmachung verweigert worden sein. — Der Gendarmerie-Brigadier ©teiltfjarb inJngolstadt, ein Israelit, ausgezeichnet im Dienst und auf das beste empfohlen, wurde mit seiner Meldung um eine Zollbeamtenstelle, von der K. Regierung aus dem Grunde abschlägig beschieden, weil diese Stelle mit pragmatischen Rechten verbunden sei, aus welche Israeliten keine Ansprüche haben. — Erfreulicher wenn auch nicht von allgemeiner Wichtigkeit klingt Folgendes: Während der Uebungslagern in Augsburg hatte Prinz Luitpold und seine Gemahlin ihre Wohnung in dem Hause des isr. Kaufmanns Feustmann in Ktiegshaber genommen, und die erlauchten Gäste waren mit ibrem Wirthe so zufrieden, daß sie ihm ihre Bildnisse von München aus mit einem schmeichelhaften Schreiben über-, sandten.— Bei den ans so vielen Städten abgegangenen. Adressen an die Schleswig-Hollsteiner haben sich überall die isr. Bewohner mit betheiligt. In Ansbach hat sie der Rabbiner Grünbaum mit unterzeichnet. Die 48