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Der Orient · 1846-10-22 · Heft 43 (22.10.1846) · p. Seite 340

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Journal
Der Orient
Volume
7 (1846)
Issue
Heft 43 (22.10.1846)
Date
1846-10-22
Page
Seite 340 (sequence 15)
Language
German
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dingt dem Einen folgen muffe! So sehr har man lauf ppp?) Rücksicht genommen, wo es doch den -1,33 v? gilt, und Hr. Kompetent will gerade bei Meziza so ängstlich und starr und hartnäckig bleiben. Hr. Kompetent beruft sich aber weiter „auf die seit Lausenden von Jahren bei Millionen (?) jüdischer Kinder angewandte Meziza, ohne daß man je (??) den geringsten Nachtheil. (?) bemerkt habe." — Ich frage nun zuerst, woher weiß denn das der Hr. Kompetent so ganz gewiß und'sicher, daß sich im Verlaufe dieser Zeit keine Nachtheile gezeigt haben? Etwa, weil sie uns die Geschichte nicht aufbewahrt? Meines Erachtens beweist dieses so viel als Nichts, wenn man bedenkt, daß, nachdem man keine andere Art der Meziza, als die der Herkömmlichen gekannt, man gerne mit Stillschweigen über dergleichen Vorfälle hinwegging. — Was den Beweis betrifft, daß jene statistischen Mortalitäts-Labellen noch nie des Resultats gedacht, daß unter jüdischen Knaben eine größere Mortalität herrsche als unter jüdischen Mädchen und christlichen Knaben", so ist dieser ebenfalls ein ganz grund- und gehaltloser, da diese statistischen Moralitats-Tabellen bei den jüdischen Glaubensgenossen in manchen Ländern noch bis auf den heutigen Lag gar nicht eingeführt, so wie in andern noch nicht von lange her ausgenommen worden' sind; überdieß aber muß ja der Nachtheil nicht gerade auf das Leben des jungen Kindes in seiner Kindheit Anwendung haben, oder geradezu den Tod herbeiführen. — „Was nützt es ihm", fährt Hr.Kompetent,in einem etwas lächerlichen Pathos fort, Maimonides, dem hochbegabten, tiefblickenden Naturforscher, dem geistreichen Denker, rc., daß er ausdrücklich im Geiste der rtf&yo und der behauptet, die Meziza sei unbedingt nöthig, um Gefahr vorzubeugen?" Darauf antworten wir: Warum aber unterlassen wir denn das nufeoN und welche unmittelbar nach der Meziza als Heilungsmittel jvom DDDn vorgeschriebe« sind oder will Hr. Kompetent vielleicht auch diese Mittel für unerläßlich angcwendet wissen, die schon längst aus dem Gebrauche gekommen sind? So möge er sich zuvörderst um die Bedeutung derselben bekümmern und uns erklären, was denn oder rp&n eigentlich seien; allein sowie Maimonides nebst diesen noch das 8 2^21 hmzusügt, um uns zu belehren, das nicht gerade das in der rWD erwähnte rPÄDDN-, welches doch auch ^3^ nnn ist, anzuwenden sei, sondern jedes mehr zur Heilung beitragende Mittel anstatt dessen substituirt werden könne, eben so gilt es auch von der Meziza, da beide nur den Einen Zweck haben^, die Heilung so gut und schnell als möglich herbeizuführen. (Beschluß folgt.) Selbstbeherrschung. - (Midrasch Lanchuma Naffo.) In Wahrheit fromm ist nur der Mann, Der Leidenschaft beherrschen kann; Von Josef lernt, Jakob's Sohn, Wie er Verführung widerstand Und seiner Tugend schönsten Lohn In seines Gottes Beifall fand. „Wie könnte ich vor Gott bestehn," Sprach er, „und solche Sünd' begehn, Verletzen des Gebieters >Ehr', Zur Schande reichen meine Hand? " — Und gab den Lüsten kein Gehör, Entfloh und ließ ihr sein Gewand. — Da sprach der Herr: „So wahr du lebst. Der du nach reiner Tugend strebst: Du sollst Mizrajim's Herrscher sein, Weil du die Leidenschaft gelähmt; Denn Macht und Herrschaft ziemt allein, Den, der zuerst sich selbst bezähmt. Dr. I. H. Jacobson. Vier Dinge machen grau. (Midrasch Lanchuma Chaje Sara.) Vier Dinge, merket ganz genau, Die machen vor den Jahren grau: Die bange Furcht, und der Verdruß, Den man von KL n d e r n l e i d e n muß, Auch.haltet Krieg auch nur vom Leib' Und was gleichviel —• ein böses Weib. — Dr. I. H. Jacobson. Perfonalchronik und Miseelleu. Lemberg. Der in der jüd. Literatur bekannte KR. zu Zolkiew, Hr. Hirsch Chajes, hat in Folge des Gesetzes, das vor vielen Jahren erschienen, daß nämlich von 1847 an nur solche Rabbiner sollen fungiren dürfen, die die philosophischen Klassen und Prüfungen gemacht, jene Klassen und Prüfungen glänzend durchgemacht und wie wir hören, ist er der Einzige galizische Rabbiner, der dem Gesetze genügen kann. In Folge dieses Umstandes soll er soeben das große Kreisrabbinat zu Lemberg erhallen. Brody. In Folge des Gesetzes, daß von 1847 an nur philosophisch gebildete Rabbiner fungiren dürfen, sahen die Brodyer Vorsteher sich genöthigt, sich für ihren Rabbiner Christ La np oll er, der dem Gesetze nicht nachgekommen, bei der Behörde zu verwenden und es ist ihnen auch gelungen ihn zu behalten. Nur ein Individuum, ein gewisser Süßkind Minz, ein bekannter großer Lalmudist und litwakischer Querkopf, war gegen ihn.

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