Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 42 (15.10.1846)
- Date
- 1846-10-15
- Page
- Spalte 671-672 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Völkern angefeindet wurde. Es wird also die Windicirung dieses Ps. für die davidische Periode weder durch ein exegetisches, noch, äußerlich - historisches Moment verhindert« Die Benennung „Sohn" v. 7 kann nicht auffallend sein, da 11 Sam. 7, 14 vom Könige, Ex. 4, 22 u. 25 von Israel dasselbe geschieht, und sich noch mehre analoge Stellen dafür Nachweisen ließen. "fTf#’ nrn «ft' nur ein poetisch-amplifieirender Zusatz. In pK iDDX8 könnte man vielleicht eher einen Grund finden gegen die materiell-politische Erklärung des Ps. und eine Rechtfertigung somit der geistig - religiösen Deutung und Beziehung auf den Messias Aber es sei hiermit für alle noch oft wiederkehrenden analogen Stellen der Ps. bemerktdaß, wenn auch eine politische Eroberung des ganzen Erdenrundes als nicht realisirbar erscheinen sollte, die Unterwerfung aller heidnischen und empörten Völker durch Gott vom gläubig-religiösen Standpunkte wohl möglich gedacht werden kann. Außerdem aber kommt auch noch in Rücksicht, daß die Enden der damals bekannten Welt durchaus nicht so weit lagen, und die späteren Eroberungen Alexanders, der Römer und noch größere unserer Zeit den wirklichen Besitz der ganzen Erde nach dem Ausdrucke jenes Verses weniger schwierig machen, als derselbe im ersten Augenblick erscheint. Schwierig könnte v. 11 erscheinen , indem die Aufforderung, Gort zu dienen, die geistig - religiöse Deutung des Ps. 672 zu unterstützen scheint.' Auch ist es ja nicht bekannt., daß die von Israel bezwungenen Völker der Kirche unterworfen und zum Judenrhum überzutreten genöthigt wurden. Im Gegentheil finden wir die Juden bis in die spätesten Zeiten von Heiden umgeben. ' Die Sitte der Fremden zu opfern, und der Glaube der Juden, daß auch solche Opfer dem Herrn angenehm sein und angenommen werden müßten, scheint mehr von Einzelnen ausgegangen zu sein, als auf einen vollständigen Uebertritt ganzer Völkerschaften schließen zu lasten. Demnach scheint der Sinn des Verses der zu sein, daß die hier angebrachte Aufforderung in Ehrfurcht Gott zu dienen, die Sache des Königs, — seirü Huldigung und die Unterwerfung der Völker unter ihn, — auch als eine gemeinsame Sache Gottes voraussetzen und erscheinen läßt, wie es v. 2 in den Worten irwö byl 7n üngedeutet war. Bemerkt sei noch, daß die wiederholte Bezeichnung des Königs als p und wie die Hervorhebung seiner Eigenschaft als rpttfß den Ps. auf Salomo gedichtet und wider den Gegenkönig und innere Empörungen gerichtet sein lassen. Seine Bezeichnung als Gesalbter und die Rücksicht auf den eben erst noch beim Leben Davids vollzogenen Akt (1 Kön. 1, 39), ebenso das religiöse Aktenstück-2 Sam. 7 und V. 14 darin verdienen dabei besondere Beachtung. Die Aufforderung, Gott in Ehrfurcht zu dienen (V. 11) wird alsdann durch sich selbst verstanden und die darin enthaltene Schwierigkeit findet in sich ihre Lösung. (Forts, folgt.) 671 Ankündigungen. nicht befestigt war und durch die Kriege mit den umliegenden In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und'Literatur^betreffen, gegen Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [181], Durch die hebräische Antiquar-Buchhandlung: von Wolf Kaufmann in Hamburg (während der Meff-en auch in Leipzi g, Franks. a. O. und Braunschweig) ist "$nbeziehen : 1. }mn pN. Das bekannte ]i\)nn n^D “iind fccsäftak rrnlni, nach einer eigenen borgenommenm Textkritik und mit Bemerkungen herausgegeben. 2) niD blW oder p^n |.1D pN. Ein neuer kritischer Abdruck der im enthaltenen polemischen und apologetischen Briefe und Gedichte, nach eigener Kritik und mit zahlreichen Noten, wie auch eine deutsche Uebersetzung des bekannten "pnhfcO Mn bx rnJiN.; Dazu noch tim Verabhandlilng D'jnnn pN, eine Züchtigung des D'r.G^ und der antijüdischen Richtung enthaltend. Zusammen verfaßt und herausgegeben von dem Verfasser der pN m>a nüm Franks, a. M., 1846, 8. PreisIS Ngv. veuo. Diese neue Schrift des bekannten geistreichen Verfassers, die schon vor ihrem Erscheinen eine große Polemik hervorgerufen, bedarf wohl außer der Bekanntmachung keiner weitem Empfehlung. [182] Won C. L. Fritz]che in Leipzig ist durch alle Buchhandlungen zu beziehen: 3)’ N.: Hiob» Praktische Philosphie oder klare Darstellung der im B uch Hiob obwaltenden Ideen; nebst wortgetreuer, rhythmisch gegliederter Uebersetzung und fortlaufendem Kommentar. Allgemein ^faßlich bearbeitet von Dr. Moritz Löwenthal. Dieses Buch enthalt neben der von nahmhasten Gelehrten gerühmten Uebersetzung, einen sehr korrekten hebräischen Text, und dürste demnach auch jedem christlichen Theologen, zu empfehlen sein. Der Preis für ein broschirtes Exemplar ist 1 Thlr. 16 Ngr- oder 2 fl. 42 X. a«f Druckp. und 2 Thlr. oder 3 fl. 30 X. auf feines Maschienenpapier. Die zehtt Gebote, auf einer Tabelle lithographirt. Preis 10 Ngr. Zum ersten Male sind hier die Zehn Gebote in hebräischer Sprache ausgezeichnet lithographirt, und eignet sich diele Tabelle besonders zum Anhängen an 'die Wand. Bei der Abnahme von zehn Exemplaren ist der Preis auf 8 Ngr. festgesetzt. " - Druck von I. H. Nagel. Verlag von C. L. Fritz sche. Redakteur: Dr. Jul. Fürst.